Medizinische Versorgung auf dem Trail

Nachdem ich im TGP015 (Trailgierig Podcast) mit Jan bereits fast 2 Stunden über dieses Thema gesprochen habe, hier nochmal die von ihm empfohlene sinnvolle Bestückung.

  • 1-2 Verbandpäckchen (Empfehlung: Aluderm)
  • Rettungsdecke
  • 1-2 Paar Nitril-Handschuhe
  • etwas Leukoplast/ Leukosilk
  • Pflasterset
  • Zeckenhaken oder Zeckenkarte
  • evtl. Fixierbinde
  • persönliche Informationen
  • das Ganze im Ziplock-Beutel bzw. einem wasserdichten Packsack

Die Erste Hilfe App der Malteser (gratis), die Erste Hilfe DRK App (€0,99)  und die Helfer App des Arbeiter-Samariter- Bundes (gratis) können auf dem Smartphone nicht schaden.

Ebenfalls empfehlenswert: Ortovox -App (alternativ: DAV-App, Outdoor-Active App)

Für längere Touren sollte das Notfallpack hier etwas ausführlicher ausfallen.
Generell ist es also gut ein Kit selbst- auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt – zusammenzustellen und je nach Tour auch umzustellen.
Für längere Aktivitäten also z.B. noch

  • Blasenpflaster
  • Dreieckstuch
  • Hydrokolloidpflaster
  • evtl. Schmerztabletten, Durchfallmittel
  • evtl. (Wund-)Desinfektionsspray /-tücher

hinzufügen.
Ein Taschenmesser kann auch nichts schaden, hier reicht aber auch schon ein kleines, evtl. mit Schere um Pflaster, Fixierbinde oder sich die zu langen Zehennägel zu schneiden.

Was ich nach dem Interview neu noch im Pack habe: Tageslinsen (!), Zeckenzange und eine Visitenkarte mit zusätzlichen handgeschriebenen (Kugelschreiber!) Notfallinformationen.

Generell: Je länger und einsamer die Tour umso umfangreicher das erste Hilfe Set!

App-Tipp: CamRemote – Photos per Fenix 3 auslösen

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Ein App-Tipp für alle Garmin Fenix 3 – Nutzer (und natürlich auch andere mit der neuen Musikapp kompatiblen Garmin Uhren).
Die Epix funktioniert hier leider nicht.

Im Prinzip ist es aber keine iQ-App, sondern erweitert die garmineigene Musik-App um einen praktischen Zusatznutzen.

Die Musikapp kann ja inzwischen (zumindest auf der Fenix 3) auch weitere Musikapps (wie Spotify) steuern und auch die Lautstärke regeln. Ich nutze sie häufig unter der Dusche in Verbndung mit einer Jabra Solemate (Boombox), um Lieder auf dem Phone weiterzuskippen.

Durch CamRemote kann die Uhr aber auch als Bluetooth-Auslöser dienen. Weiterlesen

Review des Viking Medvind

Der Medvind der norwegischen Firma Viking steht ziemlich im Schatten seines cooleren Bruders, des Apex Boa II GTX.

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Im Unterschied zu diesem hat er aber eine normale Schnürung und kein Boa-System, außerdem besitzt er keine Goretex Membran. Aber zu den Fakten…

Fakten

  • Modell Viking Medvind
  • Sprengung 8mm
  • Gewicht 275 g (in 43)
  • mittlere Dämpfung
  • Protektion eher gering (leichte Zehenkappe)
  • Preis €129,95 (im Netz um die €100) -ich habe mein Exemplar für diesen Test kostenfrei von Viking zur Verfügung gestellt bekommen.
  • Nutzungsdauer: 70km in 3 Monaten, 7 Läufe

Details

Erster Eindruck: Hübsches Design! Das Material ist ein durchscheinendes Mesh mit Untermaterial.

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Zweiter Eindruck: Mann sind die groß! Weiterlesen

Erste Hilfe Kits für Trailrunner

IMG_1161Etwas mitzunehmen nur damit man es nie braucht ist zwar seltsam, aber bei Erste-Hilfe- Kits  durchaus empfehlenswert. Erst neulich habe ich mich sehr gefreut, dass ich nach dem Umknicken beim Bergwandern eine elastische Binde dabei hatte!

Es gibt hier auf dem Markt natürlich jede Menge Versionen, ich will dir hier zwei vorstellen.

Das wäre einmal ein älterer wasserdichter Pack von Ortlieb (von dem es inzwischen diverse Nachfolger gibt) und den Mountaineering Pack von Salewa (identisch mit Salewa Climb).

Salewa Mountaineering/ Climb

Was ist drin…

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Inhalt des Salewa Mountaineering

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Brillen für Trailrunner

Hier möchte ich dir ein paar Brillen für Trailrunner vorstellen.

Grundsätzliches

Nachdem eine Brille nicht nur vor Sonne, sondern auch vor Zugluft und Mücken schützt, bevorzuge ich möglichst helle photochrome (selbsttönende) Gläser.

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Die „Abdunklung“ wird in Kategorien eingeteilt. Cat 0 sind ungetönt und auch bei Cat 1 erkennt man nur eine minimale Tönung. Diese beiden Kategorien sind auch in der Dämmerung noch gut zu nutzen.

Cat 3 ist der Standard normaler Sonnenbrillen, für einen sonnigen Tag prima, aber z.B. im Wald schon etwas dunkel.

Cat 4 ist sehr dunkel und im Straßenverkehr schon nicht mehr zugelassen. Für extreme Helligkeit und UV-Belastung, z.B. als Gletscherbrille.

Die Modelle

Julbo Race Zebra

Die Race der französische Firma Julbo ist meine Lieblingsbrille, nicht nur zum Laufen, auch zum Biken und für sonstige Outdooraktivitäten.
Sie sitzt komfortabel, drückt nicht und sitzt sicher. Der Zugluftschutz ist gut, beim Rennradfahren könnte die Brille aufgrund der gebeugten Sitzposition aber oben abgeschlossener sein.

Das Glas ist ein Zebra mit Cat 2 – 4. Weiterlesen

Running with Power! Die Stryd App

IMG_5232_StrydDen Stryd Herzfrequenzsensor der ja auch Leistung (in Watt) messen kann, habe ich ja schon länger. Hier habe ich ihn mal vorgestellt.

Bisher war der Sensor aber nur in Kombination mit der Suunto Ambit 2 und 3 zu gebrauchen. Der Stryd macht zwar sowohl Bluetooth wie auch ANT+, aber die Fenix 3 akzeptiert Leistungssensoren nur im Radmodus.

Es gab zwar einen Workaround, indem man eine Radaktivität „Stryd“ definiert, aber da gibt es dann keine Pace in km/min sondern nur die Geschwindigkeit in km/h (da gab es von Stryd bisher ein Datenfeld „Pace“), dazu wird der Wert natürlich nicht zur Wochenlaufleistung gezählt, der Kalorienverbrauch falsch getrackt, die VO2 Max vom Radfahren gestört, die VO2-Max und Laufleistung nicht korrekt errechnet,… Kurz: Nicht das wahre!

IMG_1608_StrydJetzt hat Stryd aber eine neue App – kein Datenfeld, wie bisher- in den iQ-Store gestellt.

Diese App benötigt natürlich zwingend den Stryd-Sensor.
Zuerst einmal pairt sich die App mit dem Sensor, was leider noch nicht so zuverlässig funktioniert, manchmal erst auf den zweiten oder gar dritten Versuch. Ist das aber geschafft läuft die App solide.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Etwas seltsam, dass man insgesamt 3x auf Start drücken muss, aber so ist es eben.

Danach bietet Weiterlesen

Review der Mostfeel Lampe/ Powerpack

Die Mostfeel „Camping Taschenlampe“ – ja, das Ding hat leider keinen so schönen Namen. Die Lampe gibt es auch als baugleiche (so hat es zumindest den Anschein) Lampe von Stoog und Senyoo. Die Mostfeel und die Stoog kosten beide bei Amazon um die €23.
Ich habe mich für die 12 Cent billigere mostfeel erntschieden.
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Fakten

  • Zelt- und Camplampe mit 12 weißen LED
  • 2 Helligkeitsstufen weiß
  • Rotlichtfunktion
  • rote Blink- und SOS-Funktion
  • integrierter Akku mit 2600mAh (Micro USB In)
  • als Powerbank nutzbar (USB Out)
  • IP68 zertifiziert d.h. staubdicht und Schutz gegen Wasser auch beim Untertauchen geschützt
  • Es gibt diverse Angaben zur Wasserdichtigkeit (2m, 7m, 10m) vom Hersteller – ein Untertauchen im Pool war problemlos
  • 14,3cm lang,  3,7cm Durchmesser
  • 126g
  • 1W bzw. 100 lm
  • 8 – 60h Akkulaufzeit

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