Türchen 24: Der moderne Sack…

Heute Abend werden wieder viele Weihnachtsmänner die Einkaufszentren bevölkern, aber wenige werden so praktische Säcke haben, wie diesen hier:
Die Camelbak Ultra 10 Vest 2017 !
img_0359
Ok, „Sack“ trifft es jetzt nicht wirklich. Laut Camelbak ist es ja eine „Vest“ – aber eine „echte Weste“ wie z.B. die von Salomon ist es auch wieder nicht – aber eben auch kein typischer Rucksack. Aber der Reihe nach…
Eine Laufweste besteht üblicherweise aus einem Stück, bei einem Rucksack gibt es es getrennt regelbare Gurte. Hier gibt es eine Art „Passformregulierung“ die beides vereinen soll.

img_0366

Fakten

  • Laufweste/ -Rucksack mit 10l Volumen (bzw. 8l + 2l Trinkblase)
  • Gewicht 280g (Herstellerangaben, mein Muster hatte knapp 300g) – ohne Blase
  • 2l Trinkblase der neuesten Generation dabei (besserer Durchfluss)
  • Solides Material, dickes Mesh an der Rückseite
  • Pfeife an der Brusttasche (abnehmbar)
  • Taschen für Softflasks
  • Brusttasche mit RV für Smartphone
  • separates Fach für die Trinkblase
  • großes (RV-) Hauptfach mit zweiwege RV(!), darin Extrafach mit RV (klein, inkl. Schlüsselkarabiner) sowie 2 offenen Meshtaschen
  • kleines RV-Außenfach
  • 2 große Mesh-Außentaschen (für Flaschen?) und ein weiteres offenes Außenfach
  • Stockbefestigung (oben, unten werden sollten die Stöcke im Meshfach gehalten werden)
  • div. kleine und kleinste Geltaschen auf den Schultergurten
  • UVP 139,95 (inkl. Trinkblase)

Details

Weiterlesen

Türchen 7: Nalgene Weithals 1l

nalgene1l_01Heute eine kurze Vorstellung der praktischen Nalgene 1l Everyday WH Weithalsflasche. Die Flasche hat praktische Volumenmarkierungen, eine 53mm große Öffnung mit dichtem Schraubverschluss.

Ich nutze die Flasche gerne zum kochen (also um Wasser im Camp abzumessen) oder um Elektrolytmischungen anzuzischen.
Die Flasche besteht aus dem genialen Nalgene Hartkunststoff, der -für mein Empfinden- absolut geschmacksfrei und auch recht stabil ist.

Die Preise liegen meist zwischen €10 und €15.
Wer aus der Flaschen trinken will – das ist so durch das Gewinde nicht wirklich angenehm- für den gibt es auch aufschraubbare Trinkdeckel.

Türchen 4: Der Thermosbasser

Der WAS?
Ok, das Ding heißt eigentlich: „Thermal Mug“ und ist von der Firma Highlander.
Es ist irgendetwas zwischen Tasse, Thermosbecher, Thermoskanne und Thermosweithalsgefäß.img_2451_thermos
Kurz: Ein verschraubteres doppelwandiges Edelstahlgefäß aus dem man auch trinken kann.

Das Gefäß fasst 330ml und ist mit 175 mm Höhe und 75mm Durchmesser wirklich recht kompakt im Vergleich zu vielen anderen Thermosbechern dieser Volumenklasse.
Mit 250g auch nicht unbedingt schwer.

Es passt in jeden Becherhalter am Auto, aber da finde ich ein Gefäß mit Trinköffnung praktischer. Ich habe es für nen heißen Tee (oder: (TIPP!) eine heiße Brühe bei Skitouren genutzt. Der Deckel war bisher immer dicht.
Die Kappe des Deckels lässt sich übrigens getrennt abschrauben und darunter kann man

img_2453_thermos

Abgeschraubte Kappe

einen Teebeutel oder auch lose Brühe (wenn man z.B. auf der Hütte heißes Wasser bekommt) nutzen.

Der Becher ist danke der großen Öffnung leicht zu reinigen. Kostenpunkt knapp €12 bei Amazon (da habe ich meinen auch gekauft).

 

img_2452_thermos

Neues von der Eurobike 2016 – Camelbak Ultra Pro Vest, Ultra Handheld Chill und dieQuick Stow Flasks

IMG_1804Zugegeben, die Produkte waren bereits auf der Outdoor 2016 zu sehen, sind aber immer noch ziemlich neu und auch erst ab 2017 auf dem Markt.

Im Rahmen der Eurobike 2016 habe ich auch mit Dirk Ostertag von Camelbak ein längeres Interview führen können. Hier die passenden Produkte aus dem Interview!
Das Interview findest du im Trailgierig Podcast TGP016

 

Camelbak Ultra Pro Vest

IMG_1775

Camelbak Ultra Pro Vest

Weiterlesen

Raidlight – Doppelkammer – Trinkblase

Wer die Podcastfolge über Trinkblasen (TGP012) gehört hat, der weiß, dass ich kein besonderer Freund von Isogetränk in Wasserblasen bin. Eigentlich.

Aber ausprobieren kann man das natürlich auch mal. Vor allem wenn es die Blase gerade im Ausverkauf gibt (Tipp: Raidlight Schlussverkauf, auch 5-Finger Socken für €3 oder Gürteltasche für €7,50). Ähnliche Blasen gibt es auch von Source (Divide Widepack, 2l, 2 getrennte Schläuche, €40), Nathan (3l, ähnlicher Regler, anderer Blasenverschluss, €50) und Camtoa (2,25l, ähnlicher Regler, anderer Blasenverschluss, €21). Das zumindest die mir bekannten.

IMG_1209_Raidlight_Dual

Fakten

  • Trinkblase mit 2 Kompartimenten
  • insgesamt 3l Volumen
  • Gewicht 280g
  • Drehregler für Wasser/ Iso oder Gemisch
  • €40 (im Schlussverkauf für €14 erstanden)
  • 40 x 20 cm
  • BPA-Frei
  • Auslaufmodell (ökonomisch, nicht physikalisch!)

Details

Die Fächer sind voneinander abhängig, d.h. es können die 3l relativ variabel zwischen Iso und Wasser aufgeteilt werden. Also auch 2,5l Iso und 0,5l Wasser sollten funktionieren.
Der Isoschlauch (den ich auf den Bildern noch falsch montiert hatte, so kommt da nämlich das Wasser), ist antimikrobiell beschichtet.

Der Drehregler kann Wasser/ Iso/ Mix und Nix, er ist aber recht voluminös und passt so kaum durch die Schlauchdurchführung des Raidlight Trail XP6. Aber natürlich könnte man auch die Schläuche an der Blase abnehmen (aufgesteckt und per Überwurfmutter gesichert).

Das Mundstück ist frei drehbar und zur Reinigung abnehmbar.
Die Blase wird durch einen großen Schieber verschlossen. Zusaätzlich besitzt jedes „Tütenkompartiment“ noch einen eigenen zusammenclippbaren Verschluss (wie bei wiederverschließbaren Tüten). Bisher hält alles dicht.

IMG_1231_Raidlight_Dual

gefüllt mit 600ml Iso und ca. 2l Wasser

Am Griff ist kann die Blase in einigen Rucksäcken fixiert werden.

IMG_1242_Raidlight_Dual

Blase am Raidlight Trail XP6

Der Regler kann mit seinem Clip gut an Brustgurten befestigt werden.

In der Praxis…

Füllen lässt sich die Blase genauso gut oder schlecht, wie jede andere Blase mit Schieberegler, man muss allerdings auf jeder Seite einzeln die Luft rausdrücken, damit das Getränk nicht „schwabbelt“. Den Isodrink sollte man unbedingt im Vorfeld anmischen (ich mische das in einer 1l Nalgeneflasche mit Skalierung).

Der Schlauch ist um einiges schwerer als ein „normaler“ Trinkblasenschlauch, das merkt man beim laufen. Der Regler ist recht schwergänig, man braucht hier teilweise 2 Hände. Dabei löst sich der Befestigungsclip dann auch häufig vom Brustgurt.

Das Ventil ist ein Beissventil. Der Flüssigkeitsfluss ist ok bei Wasser und Iso. Bei Mix muss man extrem ziehen. Geschmacklich habe ich keinen unangenehmen Plastikgeschmack bemerkt. BPA frei ist das Material natürlich auch.

Zum Reinigen sollte man die Schläuche und das Mundstück abnehmen. Durch die 2 Kompartimente kann man die Blase aber nur schwer (oder nacheinander) zum trocknen aufspannen. Immerhin kann man zum reinigen in beide Hälften problemlos reingreifen.

Fazit

Wer viel Iso mitnehmen will und auf zwischen den Getränken tauschen will, für den ist so eine „doppelte“ Blase geeignet. Ob das Gewicht hier aber geringer ist als bei 2 einzelnen Blasen parallel (was auch einige machen), sei einmal dahingestellt.

Die Reinigung der Blase ist mühsam, zumal wenn man Iso verwendet.
Ich werde weiterhin die Kombi aus Trinkblase mit Wasser und einer Softflask mit Iso bevorzugen. Das ist einfacher und leichter zu füllen und reinigen.

Review der Katadyn BeFree Softflask

Ich habe eigentlich genügend Softflasks. Dennoch war ich gespannt wie ein Flitzebogen, als ich das Paket aufmachen durfte, das mir Katadyn geschickt hat. Es ist zwar eine (550ml) Softflasche, aber die Besonderheit liegt im Deckel, denn der enthält einen 0,1 Mikron Hohlfaserfilter. Die Flasche selbst ist eine (gewohnt gute) Hydrapak Weithalsflasche.
IMG_1251_Kat_BeFree

Fakten

  • Katadyn BeFree Softflask
  • UVP € 44,95 (ich habe meine als Testexemplar gratis von Katadyn erhalten, herzlichen Dank nochmals!)
  • passt auf alle (42mm) Weithalssoftflasks von Hydrapak
  • PVC und BPA-frei
  • Hohlfaserfilter mit 0,1 Mikron
  • filtert einen Großteil der Bakterien und Einzeller heraus (keine Viren oder Chemikalien)
  • Kapazität des Filters: Bis zu 1000l
  • Gewicht: 63,5g (selbst gewogen, aber leicht feucht, Katadyn selbst gibt 58g an)
  • die Softflask hat 550ml, aber der Filter verbraucht davon ca. 50ml
  • Füllmengenaufdruck

Details

Das Prinzip des Deckels unterscheidet sich deutlich von dem der anderen Softflasks die ich kenne. Hier gibt es keinen „Nuckel“, den man mit Lippen oder Zähnen zudrückt, sondern das Mundstück ist immer offen. Dafür gibt es aber eine Kappe die das Mundstück verschließt und so auch vor Verschmutzung schützt.

Das gesamte Mundstück ist auch abschraubbar und wer will kann einen „festen“ Deckel draufmachen. Ich habe das mal mit dem Deckel einer 0,5l PET probiert. Passt!
Hier könnte man vermutlich auch Deckel mit „Nuckel“ verbauen, z.B. von „Powerade“ Einweg-Flaschen (noch nicht probiert, sollte aber passen).

Verwendung

Wo passt die Flasche?

IMG_1271_1_Kat_BeFree

Größenvergleich

Kein Problem die Flasche in einer Salomon Laufweste unterzubringen. Die Raidlight 600ml aus obigem Bild machen da mehr Schwierigkeiten. Im Vergleich zur Original Salomon 500ml ist die Flasche aber etwas dicker.

Wenn man schon Weithalsflaschen von Hydrapak hat, so können diese ebenfalls verwendet werden.

Spannend hierbei: Die Weithalsflaschen von Hydrapak gibt es bis 750ml, die größeren (1l) haben soweit ich weiss einen anderen Anschluß.

Allerdings würde ich hier nicht so viel die Flasche wechseln, da man dann nach Benutzung immer eine „verunreinigte“ Flasche hat. Vor der nächsten Verwendung mit dem „normalen“ (=nicht BeFree) Mundstück sollte man die Flasche daher desinfizieren. Wenn man die BeFree oder eine andere Hydrapak-Flasche ausschließlich mit dem BeFree nutzt, dann muss das natürlich nicht sein. Nur Hin-und Herwechseln würde ich da eben nicht empfehlen!

IMG_1267_1_Kat_BeFree

Auch in Kombination mit der Marmot Kompressor Zip Handhalterung (und der Marmot Flasche!) zu nutzen.

Gewichtsnachteil

Der Gewichtsnachteil hält sich in Grenzen:

gerade mal 18g (bzw. vermutlich weniger, da die BeFree hier noch etwas feucht war – mit Katadyn-Angaben gerade mal 12g) Mehrgewicht.

Wenn man bedenkt, dass man sich hier mit unter 20g Mehrgewicht ein vielfaches an Mehrgewicht sparen kann, indem man auf mehrer zusätzliche Wasserflaschen verzichtet, ein absolutes „Ultralight“-Produkt!

Funktion

Dreht man die Flasche um, so fließt das Wasser selbstständig durch das Mundstück. Presst man auf die Flasche, so erhöht sich der Wasserdurchfluss deutlich. Man kann so das gefilterte Wasser auch problemlos in weitere Flaschen umfüllen und so auch leicht eine komplette Trinkblase mit Hilfe der Flasche füllen.

Katadyn gibt an, dass bis zu 1000l mit dem Filter gereinigt werden können. Hierzu muss der Filter aber auch durchgespült werden (das Schwenken beim Laufen reicht hier völlig). Vor längerer Lagerung wird eine Desinfektion mit Micropur oder ähnlichem vor dem Trocknen empfohlen.
Ein direktes Abspülen unter fließendem Wasser wird explizit nicht empfohlen.

Einen Test zum Zustand des BeFree gibt es auch. Kann man Luft in die Flasche pusten, so ist der Filter defekt und muss ersetzt werden.

Im Einsatz

Am Wochenende habe ich die Flasche selbstlos auf einer Wanderung im Kleinwalsertal (Fidererpasshütte) getestet…

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Viehtränke 1

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Leicht zu füllen

nachdem der erste Test, bis auf einen kleinen Kunststoffgeschmack ok war (ich hätte die Flasche vielleicht auch vorher mal ausspülen sollen…), habe ich gleich noch an einer der nächsten Viehtränken aufgetankt…

Diesmal Aufgrund mangelnden Wasserflusses an der Tränke direkt herausgeschöpft…

Resultat? Alles ok! Auch ein Tag später weder eine Magenverstimmung noch Durchfall oder sonstiges!

Nachteile

Durch das Mundstück kann die Flaschen allerdings nicht wirklich einhändig bedient werden. Wenn die Flasche in der Laufweste steckt kann man auch nicht gut direkt daraus trinken, wie es bei den Flaschen mit „Nuckeln“ möglich ist. Hier muss die Flasche aus der Tasche genommen – und vor allem wieder reingestopft- werden.

Die „Nuckel“ der normalen Hydrapak (& Salomon) Enghalsflaschen passen zwar statt des Mundstückes drauf, dichten aber nicht ab.

Man kann aber problemlos das Wasser in der Flasche filtern und damit anders füllen.
Auch Blasen können schnell gefüllt werden, da muss man die BeFree aber natürlich „nachtanken“.
Darum: Eine BeFree reicht aus, wenn man mehrere Flaschen mitnehmen will, so können das ruhig „normale“ Flaschen sein, oder auch eine Trinkblase.

IMG_1710_BeFree

Füllen ist in ein paar Sekunden erledigt

Fazit zur BeFree

Mich hat das Konzept voll überzeugt. Die Flasche ermöglicht es auf (Berg-)Touren auf Wasserstellen zuzugreifen, die man normalerweise meiden, oder zumindest sehr kritisch betrachten würde. Für eine Mehrtagestour in jedem Fall extrem sinnvoll, aber auch bei kürzeren Touren von Nutzen.

Für Touren in den Bergen eine tolle Möglichkeit um risikolos mehr Wasserquellen zu erschließen und so Gewicht zu sparen. Leider vom Mundstück her nicht ideal für die Laufweste, dafür kann das Wasser problemlos in andere Flaschen umgefüllt werden.

 

 

 

Der Lowe Alpine Lightflite 25 Rucksack

Nach dem OMM Classic 25 nun ein weiterer günstiger 25l Laufrucksack im Test, der Lowe Alpine Lightflite 25.
Dies ist die mittlere Version der Lightflite- Serie. Es gibt noch den ähnlich gebauten Lightflite 14, aber auch den Lightflite 28, die 28l Version. Diese ist aber wie der OMM Classic 25 ein Toploader, die Lightflite 14 & 25 sind Frontloader.

IMG_0822

Der Lowe Alpine Lightflite 25

Fakten

  • Modell Lowe Alpine Lightflite 25
  • Volumen 25l
  • Gewicht 466g
  • Preis €70 (UVP), gerade für unter €50 im Netz zu bekommen
    Ich habe für meinen vor einem Jahr so um die €60 gezahlt
  • Rückenlänge 46cm
  • beschichtetes TriShield Light 70D Nylon
  • großes Hauptfach mit integriertem Trinkblasenfach
  • großes aber flaches RV Vorfach
  • 2 große Mesh Seitentaschen
  • 2 RV Taschen am Gurt
  • 2 abnehmbare Flaschenhalter an den Trägern
  • wassergeschützter umlaufender RV
  • herausnehmbare Rückenplatte
  • kein Belüftungssystem (nur etwas Meshmaterial am Rücken)
  • Pfeife im Brustgurt integriert
  • Kompressionsstrap über Bungeecord

Weiterlesen