Großer Garmin Fenix 5X vs. Suunto Spartan Ultra / Sport – Vergleich- Akkulaufzeit und GPS- Modi

[Update 21.10. Track der Ambit eingebunden]

Vergleich der Akkulaufzeit

Ich habe beide Uhren auf 100% aufgeladen und so lange parallel genutzt wie es ging.
Die F5X hat knapp eine Woche durchgehalten, nach etwas über 6,5 Tagen hat sie sich bei einer Wanderung abgeschaltet.
Die SSU hat die Wanderung noch gut durchgehalten,und auch noch den 2 stündigen Lauf danach aufgezeichnet. Nach genau 7 Tagen hatte sie noch 6% Akku und hätte zumindest noch einen halben bis ganzen Tag (ohne Aktivität) durchgehalten.
Insgesamt hatte die F5X ca. 6,5 Tage inkl. 5h Aktivität (genaueste Aufzeichnung) durchgehalten, die SSU hat 7 Tage und 7h Aktivität mitgemacht und hatte danach noch etwas Reserven.
Sync lief jeweils über WLAN bzw. BT (App).

Allerdings muss der F5X zugestanden werden, dass hier 24/7 der HF-Sensor mitlief und außerdem die aktuellste Beta-FW installiert war. Die Suunto war nicht immer am Arm, dann schaltet sie das Display bei Nichtbewegung aus. Insofern nicht 100% fair der Vergleich!

Generell halten aber beide eine Trainingswoche + Alltag ohne Aufladen durch.

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Penibelste Dokumentation..;-)  (die 50′ sind übrigens 50min Trainingsaufzeichnung)

 

Der Test hat allerdings noch mit der alten Firmware der Spartan stattgefunden. Hier wurde die Akkulaufzeit im GPS-Betrieb deutlich verbessert (?). Das stand zumindest so in den Ankündigungen, ist aber in den Releasenotes der Firmware so nicht mehr zu finden. Mal sehen…
Allerdings betrifft das sowieso nur die „sparsameren“ Modi „Good“ (26h auf 35h) und „OK“ (65h auf fantastische 140h), bei „Best“ (18h) leider anscheinend nicht.

GPS-Modi

Darum hier ein Vergleich der Modi!
Im direkten Vergleich mit „bester Genauigkeit“ (GPS only, kein Glonass) liegen Spartan und Fenix fast identisch, darum hatte ich die Garmin Fenix 5X am linken Arm und die Spartan Ultra rechts. Auf dem Hinweg bin ich im „Good“ Modus der Spartan gelaufen, dann habe ich die Aufzeichnung gestoppt und binauf dem Rückweg auf dem identischen Weg (inkl. gleicher Straßenseite usw.) im „OK“ Modus gelaufen.
Hier gab es sowohl offenes Gelände wie auch lichte Waldwege. Weiterlesen

Die Suunto Spartan Sport Wrist HR Barometer – ein Gamechanger?

Nach der Suunto Spartan Trainer, die sich ja eher an Fitnesssportler und Laufanfänger richtet, bringt Suunto nun Ende Oktober ein weiteres Modell der Spartan-Familie auf den Markt. Die „Spartan Sport Wrist HR Baromter“ (geht’s vielleicht noch umständlicher?).

Der Name sagt da eigentlich schon alles, es ist eben die Spartan Sport mit dem (anscheinend sehr guten) eingebauten optischen HF-Sensor der Sport Wrist HR und einem zusätzlichen Barometermodul. Damit ist zumindest der für Trailrunner bisher größte Nachteil der Spartan Sport, die reine GPS-Höhe, eliminiert.

Suunto Spartan Sport Wrist HR Barometer                       Bildquelle: Suunto

Anstatt eine Spartan Ultra Wrist HR zu bauen – was das ohnehin ziemlich massige Gehäuse noch weiter aufblähen dürfte- setzt Suunto auf ein Upgrade des kleineren Sport Modelles. Ein cleverer Zug. So ähnlich haben sie es auch schon bei der Ambit 3 Vertical gemacht (die sehr viel mit der Ambit 3 Sport gemeinsam hatte).
Die Akkulaufzeit soll bei 10h (1s) / 20h (1s) bzw. bis 40h (1min Aufzeichnung) im GPS-Mode liegen.
Das ist recht ordentlich, siehe hierzu auch weiter unten im Text.
Die Uhr hat jetzt auch ein Schnellwechselsystem fürs Band (ganz klassisch, ein mit den Fingern verschiebbarer Pin für die Federstege) sowie ein neu strukturiertes Armband.
Bild Uhrenunterseite auf suunto.com

Preislich liegt die Uhr aber mit einer UVP von €549 auch schon recht nah an der Spartan Ultra, dafür bekommt man hier die Wrist HR-Sensor und Schnellwechselarmband, verliert aber das Saphirglas (hier nur Mineralglas) und Akkulaufzeit.

Hier mal die ganze Suunto-Range:

Spartan Trainer                                €279 – Metalllünette €329

Spartan Sport                                    ab €399

Spartan Sport Wrist HR                  ab €499

Spartan Sport Wrist HR Baromter   €549 

Spartan Ultra                                     ab €649

Spartan Ultra Titanium                   ab €749

Wobei hier noch mal jeweils €50 dazukommen, wenn man die Uhr im Set mit dem HF-Brustgurt will.

Mal sehen, wo die Straßenpreise nachher tatsächlich liegen. Bei den aktuellen Modellen liegen die ja deutlich unter den UVP. Der Aufpreis von €50 gegenüber dem normalen WHR Modell ist denke ich mal gerechtfertigt, zumal mit dem geändertem Band. Die „hübscheren“ WHR Modelle (Gold, Kupfer) kosten sowieso schon €549…

Softwareupdate Spartan Oktober 2017

Was ich eigentlich fast noch spannender finde ist das kommende Softwareupdate, Weiterlesen

Die Suunto Spartan Ultra – das erste Mal am Arm

img_2593Am vergangen Freitag konnte ich die Suunto Spartan Ultra das erste Mal live in Augenschein nehmen.
Beim Test des Salomon SLab XA Alpine am Dachstein hatte ich auch die Gelegenheit die Spartan Ultra für einen halben Tag zu testen. Leider nicht in Kombination mit einem Brustgurt.
Natürlich eine bildhübsche Uhr, aber die Bedienlogik hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Leider hat Suunto auf die beiden linken Knöpfe der Ambit- Serie verzichtet. Zurück kommt man entweder über den Touchscreen oder ein langes drücken des mittleren Knopfes.

Noch hat Suunto hier aber noch einiges an Arbeit vor sich um die Softwarefeatures auszubauen. Noch sind die Sportprofile nicht individuell einstellbar, dazu fehlen jede Menge der Features der Ambit 3 (Recovery, Intervalltraining, Wecker,…)

Allerdings hat Suunto hier den Fahrplan vorgestellt. Die meisten Features sollen bis Ende 2016 implementiert werden. Ein paar spannende werden leider erst 2017 kommen.

„Q1/2017 Route altitude profile, interval training support, performance and recovery analysis on the watch“

Sprich das Höhenprofil das man von der Ambit 3 Vertical kennt, kommt, aber erst Anfang 2017. Hoffentlich verzögert sich das nicht, das ist bei Suunto ja leider eher die Regel als die Ausnahme. Zumindest die kommenden Termine für 2016 sehen aber schon sehr konkret aus (28.9./ 12.10./ 19.10./ 26.10.).

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Im Vergleich zur Fenix 3 HR wirkt die Spartan aber durch den runderen Boden eher „pummelig“. Die Uhr ist auch etwas höher (bzw. gleich hoch wie die HR mit dem Sensor).

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Das Display ist recht „knackig“

 

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Das Display ist recht „knackig“

 

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Trainingsübersicht Teil 1 – teilweise sehr klein

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Trainingsübersicht Teil 2

 

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Die Touchfunktion und Bedienung fand ich etwas ungewohnt und nicht immer logisch, aber vermutlich ist das eine Gewöhnungsfrage.

[Update 29.9.]
Heute wurde ein FW Update (1.2.0) von Suunto veröffentlicht. Nun kann die Uhr auch einen Wecker setzen, dazu lässt sich die Zeitanzeige etwas konfigurieren (z.B. Farbe).
Ebenfalls gibt es jetzt ein Peer-to-Peer Coaching und auch online erstellbare Trainingspläne. Eigentlich sind diese sozialen Komponenten mit das spannendste an der Spartan (Vergleich mit anderen, Peer-Coaching, Heatmap, Auswertung auf der Uhr), aber genau das kann Garmin und Polar auch schnell per FW-Update nachreichen, bzw. dazu reicht ein Connect oder Flow- Update. Mal sehen wann das kommt…

Zwischenfazit:

Die Suunto Spartan Ultra ist technisch gesehen eine tolle Uhr, die aber eigentlich noch nicht wirklich praxistauglich ist, aktuell würde ich es eher als besseres Betastadium beschreiben. Wenn Suunto sich aber an ihren Software-Fahrplan hält, dann sollte das binnen der nächsten 3 Monate überstanden sein.

Ist die Spartan Ultra besser als die Fenix 3? Nun ja, die Vorteile sind zumindest im Moment eher zu vernachlässigen (etwas besseres Display, etwas bessere Darstellung der Navigation). Dafür ist der Mehrpreis sehr hoch angesetzt. Die Fenix 3 übertrifft die Spartan Sport in den meisten Punkten, ist aber immer noch günstiger (zumindest das empfehlenswerte Standardmodell ohne Saphirglas) – und Fenix 3 gegen Spartan Ultra ist auch ein knappes Rennen, sogar wenn die Ultra mal die kompletten Softwarefeatures bekommen hat ist fraglich, ob sich der Mehrpreis wirklich lohnt.

 

Running with Power! Die Stryd App

IMG_5232_StrydDen Stryd Herzfrequenzsensor der ja auch Leistung (in Watt) messen kann, habe ich ja schon länger. Hier habe ich ihn mal vorgestellt.

Bisher war der Sensor aber nur in Kombination mit der Suunto Ambit 2 und 3 zu gebrauchen. Der Stryd macht zwar sowohl Bluetooth wie auch ANT+, aber die Fenix 3 akzeptiert Leistungssensoren nur im Radmodus.

Es gab zwar einen Workaround, indem man eine Radaktivität „Stryd“ definiert, aber da gibt es dann keine Pace in km/min sondern nur die Geschwindigkeit in km/h (da gab es von Stryd bisher ein Datenfeld „Pace“), dazu wird der Wert natürlich nicht zur Wochenlaufleistung gezählt, der Kalorienverbrauch falsch getrackt, die VO2 Max vom Radfahren gestört, die VO2-Max und Laufleistung nicht korrekt errechnet,… Kurz: Nicht das wahre!

IMG_1608_StrydJetzt hat Stryd aber eine neue App – kein Datenfeld, wie bisher- in den iQ-Store gestellt.

Diese App benötigt natürlich zwingend den Stryd-Sensor.
Zuerst einmal pairt sich die App mit dem Sensor, was leider noch nicht so zuverlässig funktioniert, manchmal erst auf den zweiten oder gar dritten Versuch. Ist das aber geschafft läuft die App solide.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Etwas seltsam, dass man insgesamt 3x auf Start drücken muss, aber so ist es eben.

Danach bietet Weiterlesen

Tutorial: Höhenprofil erstellen

Ein nettes Tool um ein Höhenprofil zu erstellen (z.B. das Höhenprofil eines Rennens) oder auch einer Aktivität die korrekten Höhendaten mitzugeben (manchmal werden die Aktivitäten ohne Höhendaten gespeichert, bzw. heruntergeladenen Tracks fehlen diese) findet sich unter http://www.gpsvisualizer.com/elevation.

Hier kann man .gpx, .tcx und auch .fit Dateien hochladen und entweder als mit den Höhendaten vervollständigten Track wieder herunterladen (oder auch in ein anderes Format konvertieren), oder aber das Höhenprofil anzeigen.

Die Fenix 3 zeigt bei manchen abgespeicherten Routen beim Nachlaufen kein Höhenprofil an, dies lässt sich hierdurch lösen.

Screenshot 2016-08-15 10.55.18

Screenshot 2016-08-15 10.56.28

selbsterklärende Benutzung…

Hier ein solches Höhenprofil:

Screenshot 2016-08-15 10.56.07

Leider fehlt mir da noch Weiterlesen

Tutorial: Modifizieren von Workout- Aufzeichnungen

Das Problem…

Ihr kennt das Problem vielleicht auch, am Ende des Laufes vergisst du die Aufzeichnung am Auto zu stoppen und fährst los? Oder zwischendrin hast du auf einmal eine Herzfrequenz die 20 Schläge über deinem persönlichen Maximum liegt?
Oder du willst 2 Aufzeichnungen nachträglich zu einem File kombinieren?
(z.B. ich bin zum Freibad gelaufen, geschwommen und wieder zurückgelaufen, ich will die Läufe aber kombiniert -das geht dann nicht mit „Später fortsetzen“)

Hier hat mir Florian vom Vegeny- Blog einen Tipp gegeben, die Seite Fitfiletools.com.
Screenshot 2016-08-15 09.34.10.png

Wie du schon siehst, gibt es da einige Funktionen.
Für alle benötigst du das .fit -File der Aktivität.

Fit-File

Das erhältst du bei Garmin Weiterlesen

Tutorial: Suunto Movie mit Garmin Fenix 3 erstellen

Ein tolles Feature von Suunto sind die „Suunto Movies“, hierbei wird aus einem Move mit der Ambit ein 60 sekündiges Video gerender, in dem die Route in einer dreidimensionalen Welt „nachgeflogen“ wird.
So wie hier:

Weniger bekannt ist, dass es hierfür überhaupt keine Ambit benötigt. Diese Videos lassen sich aus jedem TCX-File (mit GPS!) erstellen, also auch von der Garmin Fenix 3, der Polar V800, einem Edge Radcomputer oder vielen anderen Geräten.
Die notwendigen Tools sind gratis verfügbar.

Zuerst benötigt man allerdings die Movescount App für Smartphones (iOS/ Android), die es im iTunes Store bzw. Google Playstore gratis zum Download gibt.
Daneben noch ein Programm namens MXActivityMover, dieses ist von Suunto offiziell empfohlen und wird benötigt um Aktivitäten fremder Herkunft zu Movescount zu übertragen. Dieses ist in der Basisversion gratis, will man mehrere Aktivitäten gleichzeitig übertragen kann dies durch einen Kauf freigeschalten werden.
Für unsere Zwecke reicht aber die Basisversion. Wobei nichts dagegen spricht, den deutschen Entwickler hier zu unterstützen!
Das Programm ist in Java geschrieben und läuft auf Mac und PC („mxam.jar“)

Das Vorgehen habe ich hier in diesem Videotutorial beschrieben.
In Kurzzusammenfassung: Weiterlesen