Salomon SLAB XA Alpine – oder das Dach(stein) der Welt…

Am vergangen Freitag hat Salomon zu einem kleinen, exklusiven Event geladen.
Außenband hin, Trainingszustand her – da sagt man nicht nein, vor allem wenn man die Gelegenheit hat ein paar der Salomon Stars persönlich kennen zu lernen.

Zusammen mit Philipp Reiter (dem „Zauberlehrling“) und Philipp Brugger, ebenfalls einem „Salomon Trailrunning Athlet“ ging es mit einigen anderen Medienvertretern auf den Dachstein um dort den Salomon S-Lab XA Alpine zu testen, einen Trailrunningschuh für hochalpines Gelände und Steige.

Salomon SLAB XA Alpine © Philipp Reiter

Salomon SLAB XA Alpine © Philipp Reiter

Nach einer kurzen Begrüßung ging es zur Einkleidung mit der aktuellen Salomon Kollektion.

Nachdem mein Knöchel in der letzten Woche ziemlich schmerzfrei war und zudem noch sehr solide getaped, habe ich mich für den Aufstieg in der Gruppe entschieden, nicht für die ebenfalls angebotene Gondelauffahrt.

Es ging ja schließlich um einen Schuhtest! Und wann bekommt man sonst die Möglichkeit mit Philipp Reiter mal Laufen zu gehen?!
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Es ging zwar nur den „Wanderweg“, den 615 nach oben, aber auch dieser mündet oben in einen (einfachen) Klettersteig.
Zwar ein ideales Testrevier für den Schuh, nicht aber für mich als absoluter Klettersteigneuling mit Bandverletzung nach 4 Wochen Trainingspause und in ungewohnten 2000m Höhe…
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Das Montafon

Nachdem ich nun bereits zum zweiten Mal im Sommer dort war, ein paar Eindrücke und Tipps zum Montafon.
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Das Montafon liegt ca. eine Autostunde vom Bodensee entfernt in Vorarlberg, man muss dabei vom See aus kommend nicht mal durch den Arlberg-Tunnel, das normale „Pickerl“ reicht.
Alternativ gibt es in Schruns auch einen Bahnhof.

Waldcamping Batmund

Wir kommen im Sommer meist Weiterlesen

Community Run im Pfrunger Ried

Auch diese Jahr hat Lauf- und Personaltrainer Franz Hug ( https://fh-fitzone.com/) wieder einen Morgenlauf im Pfrunger Ried mit anschließendem Frühstück organisiert.

Das Pfrunger Ried ist ein Naturschutzgebiet, das auf verschiedenen (häufig naturbelassenen) Lehrpfaden zugänglich gemacht worden ist. Es ist eines der größten Moorgebiete in Süddeutschland.
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Von ANKAWÜEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39068366

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Von ANKAWÜEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39068367
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Von ANKAWÜEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42551898

Es gibt von geschotterten Wegen, über Bohlenwege und Stege bis hin zu moorig-weichen Wiesenpfaden fast alle Untergründe. Seit Ende 2015 gibt es auch den Bannwaldturm, bei

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Bannwaldturm

dem man über 218 Stufen auf eine Höhe von 38m gelangt und von dort eine tolle Rundumsicht über das Ried hat.
Franz hat es sich nicht nehmen lassen, hier eine Challenge in den Lauf einzubauen. Klar: Wer schafft die 38m am schnellsten?

Mit 1’08“ war ich aber nicht der Schnellste. Die Spitzenzeit lag bei ziemlich genau 1 Minute.

Aber jetzt weiß ich, dass mein Maximalpuls nicht bei 185 liegt, sondern mindestens bei 186…
Von ANKAWÜEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48343933

 

 

 

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Ob 1min 08 wohl schnell genug war?

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Die Lauftruppe

 

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Mit flotten Schritten durchs Ried

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Nach einem reichhaltigen Frühstück in der Sonne ging es nochmal an zwei weitere Challenges. Weitsprung aus dem Stand und Plank auf Zeit.

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Mit der Eleganz eines Frosches…

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Die Bauchmuskeln brennen schon…

Naja, Sprünge waren noch nie mein Ding gewesen. Aber die 5’30“ Plank war ganz ok. Aber kein Vergleich zu Steffi mit ihren 10 Minuten (ich bin immer noch voller Bewunderung!).

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Siegerehrung

Nach der Siegerehrung ging dann jeder sehr gut gesättigt seiner Wege. Mal wieder ein tolles Event, auch wegen des tollen Wetters, der netten Leute aber auch der super Organisation  von Franz und seinem Team.

Auf jeden Fall wieder im nächsten Jahr, aber vielleicht sehen wir uns ja auch vorher wieder, bei einem Laufkurs oder in der fh-bootzone ?!

 

Lichtenstein Trail Camp und LSR

Ein tolles langes Wochenende ist vorbei.
Denis vom Trail-Magazin hat zum Trailcamp nach Lichtenstein (in BW) geladen und viele sind gekommen.
Am Donnerstag (Vatertag) ging es erst mal sehr ruhig mit einem kleinen „Expo-„und Testgelände los.
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Hier konnte man auch Testschuhe (Salomon, Viking, Inov8) für die Läufe ausleihen.

Die Zelte konnten direkt am Sportplatz aufgebaut werden, Caravans und Camper waren etwas abseits auf dem Hartplatz untergebracht, wurden dafür aber auch nicht am morgens um 6:30 durch den mähenden Platzwart geweckt….

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Es wurde noch -etwas- voller!

Nach der Begrüßung von Dennis dann der erste Lauf, wahlweise 10, 20 oder 30km, das jeweils in verschiedene Geschwindigkeitsgruppen.
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Nach lecker Kaffee und Kuchen von den netten Damen des Organisationsteams war vor dem Abendessen noch Zeit für nette Gespräche und Fachsimpeln an den Ständen.

Nach Sonnenuntergang gab es dann noch die Möglichkeit an einem Nightrun teilzunehmen. Stirnlampen von Petzl und Silva konnten geliehen werden, ich wollte aber mal meine „Lupi“ artgerecht ausführen – ich hoffe der Sonnenbrand auf den Waden der vor mir laufenden ist inzwischen verheilt….

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Blick auf Unterhausen

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Was macht der Gulli auf dem Trail?

auf der nächsten Seite geht es weiter…

Wie genau ist GPS wirklich? Eine Bestandsaufnahme.

Nachdem ich in meinem Blogbeitrag das Thema „GPS ist ungenau. Punkt.“ bereits angerissen habe und 5 praktisch zeitgleich aufgenommene Tracks von diversen GPS-Uhren vergleich habe, nun ein etwas anderer Ansatz.
Diesmal habe ich einen Track in teilweise bewaldetem Gebiet mit 6 verschiedenen GPS-Uhren aufgezeichnet. Dazu noch das Smartphone.

Einen Tag später bin ich den selben Weg nochmals identisch abgegangen, nachdem es ja heißt, dass GPS sehr zeitabhängig ist, sprich einen Tag später völlig andere Ergebnisse rauskommen können. Dazu hatte ich da ein Handheld-GPS- dabei, von dem ich mal annahm, dass es genauere Werte liefern kann als die GPS-Uhren – alleine schon aufgrund der besseren GPS-Antenne.

Sprich: Einmal der Vergleich der Geräte zur gleichen Zeit, zum anderen der Vergleich des selben Gerätes an 2 verschiedenen Tagen. Wie konsistent sind die Ergebnisse?

Also hier der Aufbau des ersten Tages:
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Alle Uhren -bis auf die Suunto Ambit – waren auf eine Rolle montiert. Diese habe ich ständig waagrecht vor mir gehalten. Die Ambit (1) war am Arm. Die Smartphones in 2 Jackentaschen.

Die Kandidaten auf der Rolle:
von links:
Polar M400 , Garmin Fenix 3, TomTom Runner Multisport, Suunto Ambit 2 Saphire, Suunto Ambit 3 Saphire.

Am Arm: Suunto Ambit

Smartphones:  iPhone6 mit „Maps 3D pro“, Motorola Moto G 3 mit „Locus Map Pro“.

Die Vergleichstracks wurden alle als GPX exportiert und dann in Locus Map Pro importiert.

Das Ergebnis des ersten Vergleichs (GPS ist ungenau. Punkt.) hat sich hier eigentlich wiederholt. Kurz: Im offenen Gelände zeigen alle Uhren die Position sehr genau an,
im bewaldeten Gelände sind alle Uhren auf maximal 10-20m genau und eher zufällig mal auf der genau richtigen Stelle….

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offenes Feld – dicht an dicht

 

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Bewaldet (nicht mal besonders dicht), ein breiter Fortstweg umgeben von Wald in einer Senke. Alle mit riesigen Schwankungen.

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im dichten Wald….

Die Farben: stehen für…
Moto G – dunkelblau
Suunto Ambit – rot
Suunto Ambit 2- pink
Suunto Ambit 3- Orange
Garmin Fenix 3- grün
Polar M400- gelb
TomTom Runner – lila

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Der sehr gleichmäßige Track der TomTom (lila) steht vermutlich eher für eine seltenere Abtastung als für mehr Genauigkeit. Die Ambit 1 (rot) die im ersten Test gut abgeschnitten hat, zeigt hier deutlich die schlechtesten Werte.

Test 2:

Sind die Werte der selben Uhren wenigstens immer gleich?
Ist ein Handheld GPS genauer?

Der zweite Test wurde nur mit der Ambit 3, der Fenix 3 und der Polar M400 durchgeführt.
Als Handheld kam das Garmin Etrex 30 zum Einsatz – schön waagrecht vor mich gehalten.
Dazu Moto G und iPhone 6.

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lila: etrex 30, grün Fenix 3 (an 2 Tagen)

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lila: etrex 30, orange Ambit 3 (an 2 Tagen)

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lila: etrex 30, gelb Polar M400 (an 2 Tagen)

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etrex, Fenix und Ambit

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Der riesige Sprung von Fenix und Etrex (bei der Flagge) hat folgende Bewandtnis: An dieser Stelle bin ich 5 min stehen geblieben (reglos! an einer Stelle) und habe die Position vom etrex mitteln lassen um zu sehen ob die Karte hier stimmt, ich stand genau mittig auf einer kleinen Brücke. Zumindest auf ca. 3m genau wurde die Flagge als richtig positioniert.
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Aber alleine dieser Sprung zeigt schon, auch ein Handheld Gerät ist nicht unbedingt genauer…

Hier noch da iPhone:

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blau: Tag 1, rot: Tag2

Auch hier das selbe Bild.

Darum nochmal das selbe Fazit:
GPS ist im freien Gelände wirklich auf wenige Meter genau. In Gebieten mit schlechterem Empfang (bewaldet, enge Täler, …) aber nur auf vielleicht 10-20m. Wer damit nicht leben kann, der hmmhhh…. was kann der eigentlich machen?

Leider sehe ich da keine Alternative. Wer will darf gerne mit Karte, Höhenmesser  und Kreuzpeilung arbeiten, aber ich bezweifle stark, dass da im Wald bessere Ergebnisse zur erzielen sind.

Natürlich wäre eine höhere Genauigkeit wünschenswert, aber andererseits hatte ich auch noch nie Probleme wegen der geringeren Präzision. Wer sich von der Klippe stürzt, weil „der Track aber so eingezeichnet war“, statt dem erkennbaren Weg 5m links davon zu folgen, der sollte vielleicht besser vom Trail auf die Straße wechseln….

Ach ja, die Zusammenfassungen der Tracks durch die jeweiligen Hersteller:
Polar M400: 1,68 km – 55m Abstieg – 50m Aufstieg

Ambit 3: 1,85km – 71m Ab – 66m Auf

Fenix 3: 1,86km – 67m Ab – 70m Auf

Etrex 30: 1,85km – 62m Aufstieg

Moto G: 1,97 km 86m Ab – 57m Auf

iPhone6: 1,89 km 40m Ab – 41m Auf
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Also: Bis auf die M400 und das G3 liegen die Geräte ziemlich gleich auf.
Am Vortag:

Ambit 1: 1,85km 67hm Ab- 62hm Auf

Ambit 2: 1,85km 75hm Ab -68hm Auf

Ambit 3: 1,88 – 72hm Ab – 70hm Auf

Fenix 3: 1,86km 69hm Ab – 70hm Auf

M400: 1,79km 45hm Ab – 40hm Auf

TomTom: 1,82km 35 hm Auf

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Auch hier das Fazit das die bisherigen Erfahrungen stützt:
Die Gesamtkilometer sind eigentlich recht genau, bei Modellen mit barometrischer Höhenmessung auch die Höhenmeter.
Zumindest sind die Werte konsistent, so dass man damit gut arbeiten kann.
Die Höhenmessung per GPS ist während des Laufes eher untauglich und auch sonst eher eine grobe Schätzung.

 

Review der Led Lenser Xeo 19R

Nachdem die Led Lenser Neo, die ich bereits getestet habe, mit Sicherheit nicht das Modell ist, das Led Lenser selbst für Trailruns als geeignet sieht, habe ich von der Led Lenser betreuenden PR-Agentur „Krauts“ zwei weitere -für Trailrunner besser geeignete- Lampen für diesen Test leihweise zur Verfügung gestellt bekommen. Die beiden Lampen werden nach Abschluß der Tests wieder zurückgeschickt.

Dies sind einmal das Spitzenmodell, die  Led Lenser Xeo 19R (aktueller VK-Preis €299) sowie ein mittelpreisiges Modell, die Seo 7R (aktueller Preis bei Amazon €66).
Hier soll es zuerst einmal um das Spitzenmodell, die Xeo 19R gehen.
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Erster Eindruck nach dem Auspacken: Ist die groß und schwer…

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knapp 480g

Die Waage zeigt: Stimmt. 479g sind schon eine ganze Menge, zumal davon über 280g auf den Akku am Hinterkopf gehen. IMG_6514

Auf die Erkenntnis: „Wenn fürs Trailrunning, dann nur mit dem Akku im Rucksack!“ Ist Led Lenser selbst aber auch gekommen, daher legen Sie sowohl zwei Verlängerungskabel wie auch eine Neoprentasche für den Akku bei.
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Damit sinkt das Gewicht am Kopf auf -immer noch sehr hohe, aber erträgliche – 184g.IMG_6477

Die Lupine Piko liegt hier bei nur 140g, die Armytek Wizard wiegt inkl. Akku nur 132g….

Noch dazu ist der Lampenkopf recht groß. Im Vergleich zur Piko hat der Kopf das ca. 4-fache Volumen, der 38,5wh Akku (im Vergleich zum 24wh – 3,3Ah-Akku) auch noch das mehr als doppelte Volumen.IMG_6704IMG_6707IMG_6701IMG_6711

Das Stirnband funktioniert mit einem Stecksystem, sowohl der Lampenkopf wie auch der 38,5 wh Akku werden einfach eingerastet.
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Also gut, sie ist sehr groß und schwer…

Tragekomfort
Wie trägt sie sich? Zuerst dachte ich, das geht auf einem Lauf gar nicht, aber auf einem kürzeren Lauf hat sich gezeigt, mit Buff drunter geht das durchaus. Die Lampe wackelt nicht wahnsinnig am Kopf, aber wirklich ideal ist sie vom Tragen her nicht.
Der Akku war dabei aber im Rucksack untergebracht.

Das Verlängerungskabel ist sehr stabil und lang, dadurch aber auch schwer und unangenehm hinter dem Ohr.
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Features
Durch den Lampenkopf aus Kunststoff wirkt die Lampe deutlich weniger wertig, als die aus Alu gefrästen und anodisierten Lupine- Modelle.

Allerdings zeichnet sie sich durch viel Rafinesse im Detail aus.
So ist z.B. der Lampenkopf direkt mit dem Akku zu verbinden und man erhält eine Handlampe:
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Variabler Winkel…
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Der Akku besitzt auch einen USB-Ausgang zum Laden externer Geräte
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Dafür benötigt man bei Lupine einen ca. €20 teuren Adapter.

Alle Kabelverbindungen sind verriegelbar:
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sogar die am Verlängerungskabel

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Verriegelung offen

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Verriegelt

Die Verlängerungskabel ist ein Spiralkabel mit 100 – 150cm (max.) Länge, es ist sehr solide (dadurch aber auch etwas störend beim Laufen).
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Lupine verlangt für die Verlängerungskabel ebenfalls einen Aufpreis.
Aktuell bietet Led Lenser die Lampe nur noch komplett mit allen Adaptern an:

  • Netzteil
  • PowerBox (38,5wh Akku)
  • Kurzes Adapterkabel (=Verlängerungskabel, 15cm)
  • Verlängerungskabel (Spiral, min 100cm)
  • Neoprentasche für Power Box
  • Fahrradhalterung
  • Helmhalterung
  • Adapter für GoPro Zubehör
  • Adapter für Stative
  • Gürtelhalter für PowerBox
  • Bedienungsanleitung

In meinem Set waren leider keine Fahrrad-/ GoPro- / Gürtel- und Stativhalterung dabei, so dass ich hierzu nichts weiter sagen kann.

Bei Lupine gibt es das zwar auch alles (außer der Stativhalterung, aber da kann man sich was aus der GoPro-Halterung + Stativadapter GoPro (Zubehör GoPro)  zusammenbauen).
Aber das ist bei Lupine eben alles kostenpflichtiges Zubehör.

Was es bei LedLenser aber anscheinend nicht gibt sind Zusatzakkus (evtl. über LL direkt), dann aber nur das 38,5wh Modell, hier kann man bei Lupine aus einer großen Auswahl schöpfen.

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Mein Set

Das Ladegerät ist mit dabei

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Ladegerät

Das Ladegerät ist leider sehr groß und sperrig, eine Alternative zum Laden im Auto oder gar über USB bietet LedLenser hier nicht an.

Bedienung
Die Xeo wird über ein Steuerkreuz mit zusätzlicher Mitteltaste auf dem Lampenkopf bedient (5-Wege-Schalter). Hier kann man extrem Variabel regeln:
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  • sechs Lichtfunktionen: Boost (2000lm), Power (1000lm), Low Power (200lm), OPTISENSE®, Emergency Light und Strobe
  • jeden Lampenkopf einzeln ansteuerbar
  • über Umgebungslicht selbstständige geregelte varibable Helligkeit (Optisense)
  • varibale Helligkeit (zwischen 15 und 100%)
  • getrennt regelbarer Fokus (linker/ rechter Beam)

Generell empfand ich die Bedienung nicht als idiotensicher. Aber zumindest die Grundfunktionen sind sehr leicht erlernbar:

Mittlerer Knopf: Power, Low Power, Strobe und Aus
Steuerkreuz vorne lange drücken: Boost
Steuerkreuz hinten lange drücken: Lock
Steuerkreuz links: linker Brenner
Steuerkreuz rechts: rechter Brenner

Daneben noch diverse andere Möglichkeiten die aber verschieden langes Halten der Knöpfe bzw. 3-5x hintereinander usw. benötigen. Das enpfand ich als nicht besonders intuitiv.

Generell bin ich aber kein Freund des „rollierenden Modus “ mit Aus-Position.
Hier ist auch das Problem: Ist die Lampe schon ein paar Sekunden an, so schaltet ein erneuter Druck auf den mittleren Knopf die Lampe nicht heller, sondern aus.
Während des Laufes ein absolutes No-Go! Da will ich nicht im Dunkeln stehen.

Die besondere Spezialität ist aber die Fokusfunktion:
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beide auf „Wide“

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Wide und Spot

Auf jeder Lampenseite befindet sich ein gut greifbarer Hebel für den Fokus des jeweiligen Brenners, von einer weiten bis zu einer sehr spotlastigen Ausleuchtung lässt sich hier alles einstellen. Natürlich für jeden Brenner getrennt.

Diese riesige Variabilität (Brenner in der Leistung einzeln regelbar, Fokus einzeln regelbar)  macht die Xeo 19R was die Möglichen Einstellungen angeht zu einer der vielseitigsten Lampen auf dem Markt.

Was den Akku angeht, so besitzt dieser leider nur eine sehr grobe Ladestandsanzeige über 3 LED (4 Stufen: <20%, 20-50%, 50-80% und >80%).

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Ausleuchtung
Dann kommen wir zu dem, was diese Lampe besonders gut kann: tolle, vielfältige Ausleuchtung und -frei nach Goethe- „Mehr Licht!“.

Durch die vielfältigen Fokusoptionen möchte ich hier nur ein paar mögliche Einstellungen vorstellen.

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Man sieht die sehr einheitliche Ausleuchtung. Die optischen Linsen sind sehr gut.
Aber es geht auch heller:

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und auch auf der schwächsten Einstellung (200lm) ist noch viel Licht…

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Also die Ausleuchtung kann man durchaus als „perfekt“ bezeichnen. Gerade durch Mischeinstellungen (L auf wide, R auf etwas spotlastiger) kann man hier sehr gute Kompromisse aus Leuchtweite und Ausleuchtbereich erzielen.

Im Gelände zeigt sich das selbe Bild

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Selbst die schwächste Einstellung von 200 lm ist schon trailtauglich, zumindest mit angepasster Fokussierung.

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1000 lm sind fast schon etwas üppig, vor allem im Nahbereich. Aber es gibt ja noch die Boost-Stellung….

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Das Bild erinnert mich übrigens an Science Fiction Filme in denen Menschen von Ufos entführt werden… LED Lenser – die Lampe mit integrierten Special Effects…
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Akkulaufzeit

Boost 2000 lm – 300 m – 4h
Power 1000 lm – 220 m – 8h
Low Power 200 lm – 100 m – 20h

Der Akku zieht seine Energie aus 4 x  18650 Li-Ionen Zellen.
In Anbetracht der 2oh bei schon voll trailtauglichen 200 Lumen, sollte man mit einer Akkuladung locker durch einen Ultra kommen.

Allerdings bezahlt man diese Laufzeit durch den sehr schweren Akku. Da bei einigen Rennen ein Ersatzakku (zusätzlich zur Ersatzlampe) vorgeschrieben ist, fällt die Lampe hier gewichtsmäßig leider häufig raus.
Fazit
Die Led Lenser Xeo 19R ist eine extrem helle Lampe die dazu noch eine sehr variable Ausleuchtung bietet. Als Stirnlampe für Trailrunner ist sie leider fast etwas zu schwer und frontlastig, für langsamere Aktivitäten aber vermutlich Top (Geocaching, Speläologie, Skitourengehen). Mit der beiliegenden Radhalterung ist die Xeo 19R eine Lampe auch die dunkelsten MTB-Trails weit ausleuchtet.
€299 sind eine Menge Geld und dafür ist auch schon eine Lupine Piko zu bekommen.
Allerdings lässt sich Lupine das Zubehör recht teuer bezahlen (div. Halterungen, Verlängerungskabel, USB-Adapter, …) da kommen schnell noch mal €100 dazu.

Die Verarbeitung kommt nicht an die Piko ran, dafür bietet die Xeo sehr viele nette Detaillösungen (Fokussierung, verriegelbare Anschlüsse, automatisches Abblenden, Handlampenfunktion) und deutlich mehr Licht.

Für Trailrunner halte ich die Lupine Piko für geeigneter, sie ist einfach leichter und kompakter. Fürs MTB dürfte die Xeo aber die besser geeignete Lampe sein, hier ist das Verlängerungskabel und die Radhalterung gleich dabei, dazu noch die bessere Leuchtstärke und Variabilität. Dazu hat sie serienmäßig eine Kühlfunktion, die die Lampe bei höheren Geschwindigkeiten stärker kühlt.

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zur Fenix HP-12                                                                      zur Led Lenser SEO 7R

GPS ist ungenau. Punkt.

Eine der häufigsten Fragen über GPS-Uhren ist die nach der Genauigkeit.
Gestern beim Community Run von Salomon hatte ich meine Fenix 3 und meine Ambit 3 mit dabei. Jetzt habe ich mir die Chance nicht entgehen lassen und von diversen anderen Teilnehmern ebenfalls die GPX-Tracks eingesammelt und alle mal übereinander gelegt.

Da wären folgende Uhren vertreten:

Garmin Fenix 3 von Andreas (FW 6.90)

Garmin Fenix 3 von Julian (FW ?) – leider nur Teile des Tracks – tja, die Pausenfunktion..

Garmin Fenix 3 von Ralph (FW 6.92 Beta)

Suunto Ambit 1 von Marcus

Suunto Ambit 3 Sapphire von Ralph

Suunto Ambit 3 Sapphire von Boris

Leider keine Polar, das hätte mich wirklich mal interessiert. Aber es war niemand mit einer V800 dabei.

Bevor ich verrate, welche Farbe welche Uhr ist, hier mal die Bilder. Der Vergleichs-Maßstab steht in der linken unteren Ecke.
Die Daten sind annähernd zeitgleich aufgezeichnet, so nah man eben aneinander läuft – und natürlich ist der eine eher etwas links am Weg, der andere etwas rechts gelaufen.
Allerdings sind die Trails hier häufig auch nur Handtuchbreit, allzu groß sollte der Unterschied hier also nicht sein.

Macht euch erst mal selbst ein Bild und kürt euren Favoriten!

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deutliche Abweichung hellorange, hellblau und grün

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Alle recht nah aneinander, hellblau bricht unten etwas aus

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Am ehesten dunkelorange bzw. pink

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rot ist hier die Wegmarkierung, kein Track! grün und pink sehr genau

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hier große Abweichungen (maßstab beachten!)

 

 

 

Halten wir fest: Es gibt sehr große Abweichungen und zwar bei allen Modellen. Vorausgesetzt natürlich, dass die OSM Karte stimmt. Aber ich denke schon, wie ein Vergleich mit dem Satellitenbild zeigt…

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Ich glaube keiner ist durchs Haus gelaufen, also ist grün am nähesten dran, gefolgt von hellorange

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Ja, wir sind alle auf dem Schotterweg gelaufen, niemand in der Wiese.
Hier sind dunkelblau und pink eindeutige Sieger, gefolgt von hellorange, und grün. dunkelorange und hellblau sind eher weit „ab vom Schuß“.

Und, habt ihr schon euren persönlichen Favoriten gefunden?

Schwierig, gell? Hellgrün ist meist ganz gut, pink und dunkelblau meist ebenfalls, aber manchmal auch total daneben (Hausecke!)
Ah ja, dunkelorange war auch mal am nähesten dran,  beim Haus und dem Satellitenbild aber am schlechtesten….

Hört sich irgendwie zufällig an? Genau so kommt es mir auch vor. Darum meine Aussage vom Anfang: GPS ist ungenau. Punkt.

Aber zur Auflösung:
die blauen Linien sind beides Ambit 3 Sapphire (hellblau ist die von Boris, dunkelblau die von mir), die haben mich am meisten überrascht, da hellblau und dunkelblau häufig die am weitesten von einander entfernten Tracks sind.

die orangen sind die Fenix 3, dunkelorange ist meine F3, hellorange die von Andreas, die pinke die Fenix 3 von Julian.

die grüne Linie ist der Track der Suunto Ambit (also des Ursprungsmodells), sie leistet sich auch Ausrutscher, ist aber häufig dicht am Weg.
Nein, da kann man wirklich nicht von Evolution der Ambit 3 sprechen, eher von einer zufälligen Verteilung.

Fazit: Alle Uhren zeichnen einen Track auf, der völlig ausreicht um ihn später wieder abzulaufen. ALLE.

Solange niemand vor hat die Uhren zu Vermessungsarbeiten zu benutzen, reicht die Genauigkeit wirklich mehr als aus.

und: es scheint keine modellspezifische Genauigkeit zu geben sondern Abweichungen sind wohl wirklich eher zufällig als bauartbedingt!