Stirnlampenvergleich 2017 – #5 Leuchtdauer

Wieder habe ich meinen Schlaf geopfert und alle Lampen sowie Vergleichslampen eine Nacht durchleuchten lassen.
Danach habe ich die Lampen wieder aufgeladen und dabei die Kapazität der verwendeten Akkus gemessen.
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Danach habe ich noch einen weiteren Langzeittest durchgeführt, diesmal mit anderen Lampeneinstellungen. Dieser Test fand im Keller bei ca. 15°C statt, ein Ventilator hat für leichten „Fahrtwind“ (zur Kühlung) gesorgt.

Der erste Test fand bei relativ kalten 5-10°C auf dem Balkon statt. Das ganze habe ich als Timelapse festgehalten. Diesmal habe ich aus den vergangenen Tests gelernt und von der Kamera einen Timestamp einfügen lassen. So kann man auf die Minute genau sehen wann welche Lampe heruntergeregelt oder sich sogar abgeschaltet hat.

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Alle Lampen wurden in einer „vernünftigen“ Leuchtstärke für einen technischen Trailrun getestet. Das wären meiner Ansicht nach 400 bis 600 Lumen. Lampen die diese Leistung nicht – oder nur für einige Minuten – erbringen können  habe ich bei Vollleistung betrieben.

Vertreten waren außer den aktuellen Testlampen noch gute Vetreter der letzten Tests. Namentlich die Armytek Wizard, die Fenix HP12, die Lupine Piko (allerdings eine ältere Version mit 750lm, die Piko RX4 mit 1500lm habe ich inzwischen verkauft), der Silva Trail Speed Elite und einer Soonfire FD38 Taschen-/Radlampe mit 1870lm.

Start war um 20:11, die ausdauerndsten Lampen haben bis nach Sonnenaufgang durchgehalten…

Erst mal Teil 1 im Timelapse-Video:

Der zweite Test fand im Keller statt, hier natürlich bei wärmeren 15-18°C. Ein Ventilator hat hier für etwas „Fahrtwind“ zur Kühlung gesorgt.

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Uebersicht2

Im Video:

Im Detail..

Black Diamond Iota

(Sorry, für die Beschriftung mit „Ion“, das ist das kleinere Modell von BD)
Die Lampe hat mich ziemlich überrascht. Die Iota regelt zwar bereits nach etwas über einer Stunde (66min) von 150lm ab, läuft dann aber auf einer etwas schwächeren Stufe (aber mehr als genug um gut heimzufinden) noch bis 1 Uhr 48. Das sind volle 4h30! Dabei hat sie nur einen recht kleinen Akku (gemessen mit 672 mAh).

Im zweiten Test war die Lampe nicht mit dabei, es gibt ja nur die eine (sinnvolle!) Stufe für einen Lauf.

Olight H1R

Die H1R liefert bei 180 lm (höchste Dauerstufe) eine sehr angemessene Laufzeit von 1h40min (exakt wie werksseitig angegeben).
Die Lampe kann auch sinnvoll mit CR123A Batterien betrieben werden, hier sind (Werksangaben) sogar volle 3h möglich. Das erscheint plausibel, da der eingebaute 16340 Akku gerade nur (gemessene) 719 mAh liefert.
Da die Lampe auch für den Trail ausreichend hell ist, würde ich sie als ideale Zweitlampe für Trailläufer (teilweise auch vorgeschriebene Pflichtausrüstung bei Rennen) empfehlen. Oder aber als Lampe fürs Notfallkit, da sie leicht ist und die CR123A eine sehr geringe Selbstentladung zeigen. Hierfür reicht dann auch die normale H1 (ohne Akku) aus.
Andererseits wäre es schade die Lampe nicht dauerhaft zu nutzen…

Für den zweiten Test (Keller, ca. 15°C) habe ich die H1R mit einer 5000mAh Powerbank verbunden. Diese hat dann kontinuierlich den Akku nachgeladen. Die Lampe habe ich wieder auf 180 lm eingestellt.
Hier hält die Lampe 11h21 durch, dann regelt sie etwas ab um 7min später auszugehen.
Da der Zusatzakku nur 124g wiegt, vielleicht auch eine mögliche Kombination für ein langes Rennen (wobei die Lampe mit 4 CR123A (nacheinander!) auch 12h hält und diese Kombination leichter ist (CR123A: 16g). Dafür muss man zwischendurch halten und Batterien wechseln.

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H1R an der Dodocool 5000mAh Powerbank

Olight H2R

Die H2R kommt mit einem deutlich größeren Akku als ihre kleine Schwester. Der mitgelieferte 18650 Akku kommt mit 3000 mAh. Olight hat auch größere Akkus für ihre Stablampen (3500 und 3600mAh) im Angebot, ich weiß aber nicht 100% ob der passt. „Normale“ 18650 (ohne den doppelten Ladeanschluss) passen zwar in die Lampe, funktionieren aber leider nicht. Die Lampe lässt sich nicht einschalten bzw. blitzt nur einmal kurz. Schade eigentlich. Aber die Akkus von Olight sind jetzt auch nicht so viel teurer als gute Markenakkus (wie Panasonic).

Ich habe die H2R in der 550lm- Einstellung betrieben. Eine 700 lm Einstellung gäbe es auch noch (Fallback bei Turbo). Die Lampe schaltet bei 2h20 aus. Das liegt nur unwesentlich unter den 2h30 der Werksangaben. Die Lampe macht auch durch Blinken auf das baldige Ende aufmerksam.

Im zweiten Durchlauf habe ich die 140 Lumen -Stufe genutzt. Diese reicht für weniger technische Trails gut aus. Hier kam die Lampe auf 9h14. Laut Werksangabe sollten es 10h sein.

Auch die H2R kann während des Betriebes von einer Powerbank nachgeladen werden.

Olight HS2

Die HS2 habe ich einmal mit 400 lm und beim zweiten Mal mit 200 lm (Wide) getestet. Der eingebaute Li-Polymerakku liefert gemessene 2035mAh.
Bei 400 lm hat die Lampe 2h31 durchgehalten, bei 200 lm 4h13 (Werksangaben: 2h12 bzw. 4h30). Auf 100lm soll sie 9h durchhalten.

Die HS2 hat einen akustischen Alarm bei sehr niedrigem Akkustand. Sehr praktisch!

Dazu kann man die Lampe auch direkt von einem Powerpack (mit einem normalen Micro-USB Kabel) betreiben. Hier wird nicht der Akku ständig nachgeladen, wie bei der H1R und H2R, sondern der Lampenkopf kann direkt angeschlossen werden. Hierdurch sollte der Powerpack besser ausgenutzt werden, da keine Ladungsverluste auftreten.

Fenix HL26R

Die HL26R ist von Fenix mit 6h bei 130 lm angegeben. Die Burst-Stellung mit 450 lm hält nur 1 min, dann regelt die Lampe auf 130 lm herunter.
Diesen Wert hat die HL26R im Test sogar noch übertroffen, nach 6h09min kontinuierlich herunter und leuchtet so auch noch nach 8h.
Im zweiten Test habe ich die Lampe nur mit den beiden seitlichen LED getestet (40 lm). Das ist aber schon extrem schwach und zum Traillaufen nicht mehr geeignet. Langsam heimkommen tut man damit aber noch gut. Hier hat die Lampe nach 11,5h heruntergeschaltet und dann nach 12,5h langsam ausgefaded – abgeschaltet hat sie sich erst nach 16h40 min. Fenix gibt hier 13h an.

Fenix HP30R

Die HP30R besitzt einen externen Akkupack mit 2×18650 Akkus (je 2600mAh). Im ersten Test habe ich die Lampe auf 400lm (Wide) betrieben. Hier hat die Lampe nach knapp 4h30 stark abgeregelt – das dann aber bis Testende durchgehalten. Diese Stufe ist aber wirklich sehr schwach. Die Werksangabe liegt allerdings bei 6h auf 400 lm.
Beim zweiten Test habe ich beide Lampeneinheiten mit jeweils 130 lm betrieben, sprich 130 lm Flutlicht + 130 lm Spot. Hier hat die Lampe nach 7h50 den Spot abgeschalten, aber noch weitere 11h (insgesamt 18h17min!) geleuchtet.
Allerdings ist es recht schwierig die einzelnen Stufen präzise einzustellen, da beide Einheiten getrennt in jeweils 4 Stufen geschalten werden müssen. Ich hoffe daher ich habe nicht in einem Test eine falsche Stufe erwischt…

Fenix HP12

Die HP12 lief wieder zum Vergleich mit, beim ersten Vergleich hat die Lampe erst nach 10h22min (mit einem Pansonic 3400mAh Akku) etwas heruntergeregelt, daher hatte ich hier wohl aus Versehen nur die 150 lm Stufe eingeschaltet (Fenix: 10h10min).
Beim zweiten Test dann auf 400lm (Volleistung im Dauerbetrieb), hier beginnt die Lampe bei 3h15min etwas herunterzuregeln, bleibt aber noch sehr hell, nach knapp 4h regelt sie weiter herunter, reicht aber noch völlig fürs finden des Heimweges aus.
Erst nach knapp über 12h schaltet die Lampe dann ab. (Fenix: 3h45min)

Überhaupt scheinen die offiziellen Angaben von Fenix für die HP12 seltsam. Die Lampe hält anscheinend knapp so lange durch wie angegeben, ist dann aber nicht aus, sondern regelt nur die Leistung herunter. Man kann auch jederzeit die Leistung wieder erhöhen, dann schaltet die Lampe eben sehr schnell wieder runter. Vermutlich sind so die Angaben von Fenix zu verstehen.
Ich persönlich finde diese Charakteristik prima!

Silva Trail Speed Elite

Die Trail Speed Elite war nur im ersten Test dabei, hier hat sie 4h45min auf 660lm durchgehalten.

Armytek Wizard

Die Wizard war auch nur im ersten Test dabei. Wie die Fenix HP12 ist auch sie eine Lampe die stark regelt. Nach 3h09min auf 420lm regelt die Lampe etwas, nach 3h28min stark ab. Ab 3h45min schaltet sie dann in ihren „Glühwürmchenmodus“ der gerade mal ausreicht die Lampe im Zelt zu finden. Ich habe die Wizard mit einem Panasonic 3400mAh Akku betrieben.

Laut Armytek sollte die Wizard 3,5h bei 420lm durchhalten, das stimmt dann im Prinzip auch.

Soonfire FD38

Die Soonfire FD38 habe ich auf mittlerer Leistungsstufe betrieben, die Lampe hat (wie ich vermute) 2 fest eingebaute 18650 Akkus mit 3300mAh (gemessene Ladekapazität: 6626mAh). Die Lampe hat hier deutlich über 10h durchgehalten.
Leider gibt es von Soonfire keine Leistungsangaben außer der 1870lm Maximalleistung.

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Soonfire FD38 – Eigentlich eine reine Taschen- bzw. Radlampe

Lupine Piko (2011er Modell mit 750 lm)

Im ersten Test ist hier etwas schief gelaufen. Ich habe die Piko mit 300 lm an einem 5,6Ah Akku betrieben, dieser war aber nur zu 80% voll (laut SmartCore Anzeige). Hie hat die Piko bereits nach 1h29min abgeschalten und war auch tatsächlich leer.
Daraufhin habe ich sie im zweiten Test wiederum mit 300lm -diesmal aber vollem 5,6Ah Akku- laufen lassen. Hier war die Lampe nach 20,5h (Testende) immer noch voll da, der Akku hat 60% Rest angezeigt. Beides sind seltsame Ergebnisse, da Lupine für dieses Baujahr der Piko 4h bei 750 lm, 11h bei 300 lm und 40h bei 110lm angibt. Ich hatte allerdings den „2 Step“ Modus an, wo die Lampe nur zwischen 10W (=750 lm) und 3,5W (=300 lm) umschaltet. Mysteriös!

Weiter geht es dann bald hier mit den einzelnen Lampen

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Die Lampen (außer Armytek Wizard, Fenix HP12, Silva Trail Speed, Soonfire FD38, Lupine Piko – die habe ich mir alle selbst gekauft) wurden mir freundlicherweise jeweils vom deutschen Vertrieb zur Verfügung gestellt, weitere Einflüsse auf den Test gab es nicht. Alle Aussagen hier spiegeln ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Nichts desto trotz muss der Artikel aus rechtlichen Gründen als Werbung gekennzeichnet werden.

 

Ein Kommentar zu „Stirnlampenvergleich 2017 – #5 Leuchtdauer

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