Garmin Fenix 5X – Fazit nach einem guten Monat

Der Testzeitraum von 30 Tagen für meine Fenix 5X läuft bald aus. Es wird Zeit für ein Fazit – auch wenn ich lange noch nicht alle Möglichkeiten der Uhr auch komplett ausgeschöpft habe.

Die Kurzfassung: Die Fenix 5X ist eine Uhr die sehr vieles richtig macht, aber noch einige kleinere Probleme hat.

Zuerst mal zu den „kleinen Problemen“…

Da wäre einmal ein technisches Problem, ein typischer Fehler von dem ich auch schon bei anderen Usern gehört habe: Bildschirmfoto 2017-06-03 um 10.56.14Das Ladekabel scheint nicht 100%ig fest zu sitzen, sobald die Uhr beim Synchronisieren minimal bewegt wird, so wird die Datenverbindung kurz unterbrochen. Nicht weiter schlimm, die Uhr beginnt dann eben wieder neu mit der Synchronisation, aber das müsste nicht sein. Die Ladekabel der Fenix 3 passen hier leider nicht mehr. Es sieht aber so aus, als ob Garmin diesen Anschluss nun für alle GPS-Uhren nutzt, statt bei jeder ein eigenes Süppchen zu kochen.

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Fenix 5X links, 3HR rechts

Das zweite Problem ist die HF-Messung am Handgelenk, hier scheint die Uhr noch lange nicht ausgereift. Die Abweichung zum Brustgurt schwankt irgendwo zwischen „fast garnicht“ und „extrem“. Heute beim Biken waren es am Anfang einmal 40 (!) Schläge Differenz. Beim Bergabrollen (die 94 BPM des HRM-Run sollten hinkommen) hat die F5X 134 BPM angezeigt… Nach ca. einer halben Stunde waren die Werte besser, teilweise sehr eng am Brustgurt (an der Epix gekoppelt), aber meist im Bereich von +/- 5 Schlägen. Für den Alltag reicht mir die Genauigkeit, aber für „echtes Training“ muss man sicher auf den Brustgurt zurückgreifen.IMG_2148

Die Uhr scheint sich Alarme im Wecker nicht zu merken, zumindest sind sie nach einer gewissen Zeit weg. Wer also manchmal in der Woche einen Alarm zum Aufstehen etc. braucht, muss diesen evtl. häufiger neu einrichten. Das ist bei der F3HR nicht der Fall. Dafür kann man den Alarmen jetzt auch „Label“ vergeben (z.B. „Wake up“, „Training“,…).
Naja, das wird sicher bald per Softwareupdate gelöst. Generell ist die Alarmfunktion nämlich prima, da man sich auch nur per Vibration wecken lassen kann – hierbei wacht der Partner nicht mit auf.
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Und schließlich noch ein kleineres Problemchen, wenn mehrere Karten installiert und aktiviert sind, dann ist nicht ganz ersichtlich welche nun tatsächlich angezeigt wird. Aber woher soll die Fenix auch wissen, welche denn nun angezeigt werden soll?

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Kartenkonfiguration

 

Nun aber zu den positiven Aspekten!
Die Fenix 5 ist, mehr noch als die Fenix 3, eine gelungener Hybrid zwischen ernsthafter Sportuhr und alltagstauglicher Smartwatch. In beiden Hinsichten übertrifft sie die Fenix 3 deutlich. Die schnell wechselbaren Armbänder erhöhen die Nutzbarkeit im Alltag.
Auf der „sportlichen Seite“ seien hier die für Sportaktivitäten unschätzbare Kartendarstellung aber auch die bessere Trainingsfunktionalität genannt.
Auch mit Leistungssensoren wie dem Stryd arbeitet die F5x gut zusammen.
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Zum ersten Mal scheint mir Garmin eine recht ausgereifte Software auf den Markt gebracht zu haben. Ich konnte keinerlei Abstürze verzeichnen.

IMG_2153Die Akkulaufzeit habe ich nicht explizit getestet, aber die Werte sind zumindest nicht erkennbar schlechter als bei der 3HR. Über 2 Tage verteilte 8,5h Aktivität mit genauestem GPS hat die Uhr 50% Akkustand gekostet.

Wenn man sie direkt mit der Fenix 3HR vergleicht, so sehe ich eigentlich nur minimale Verschlechterungen, wie die evtl. ungenaueren HF am Handgelenk (die ich aber noch weiter evaluieren muss) und des etwas weniger wertig wirkenden Druckpunktes der Tasten.
Die Bedienung entspricht voll der Fenix 3.
Die Navigation ist aufgrund von Abbiegehinweisen, Routing, eigener Streckenerstellung und natürlich der Karte deutlich besser nutzbar. Das übrigens nicht nur auf dem Trail, ich fand die Karte auch in größeren Städten als sehr hilfreich.
Die Routingfunktion funktioniert, sie gibt auch Abbiegehinweise. Leider arbeitet sie manchmal etwas „zäh“, d.h. es braucht manchmal sehr lange bis der Abbiegehinweis weggeht oder die Route neu berechnet wird. Trotz allem ein unschätzbarer Vorteil, dass ich mich nicht auf dem gleichen Weg zum Ausgangspunkt bewegen muss (oder gar nur Luftlinie, wie bei anderen Marken), sondern auf dem kürzesten Weg.

Der Import von Tracks funktioniert genau wie bei der Fenix 3 (Tutorial), das ist leider im Orginalzusatnd immer noch etwas umständlich, aber dank der App „routeCourse“ deutlich einfacher geworden. Zeit dass Garmin hier selbst eine einfache Lösung liefert!

Die Trainingsfunktion ist etwas ausgeweitet (Trainingsbelastung der letzten Woche, Trainingsempfehlung und getrennte aerob/ anaerob Auswertung. Die Erholungsmessung via HF-Variabilität ist wieder an Bord, funktioniert aber leider wie bisher nur mit einem Brustgurt und durch 3min stehen.

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Die Bedienung ist der der Fenix 3 sehr ähnlich, aber in einigen Punkten verbessert (Schnellmenü, direktes Bearbeiten der Datenfelder,…)

Fazit

Die Fenix 5X macht einiges besser als die Fenix 3 HR. Ich würde hier von einer Evolution reden. Wer die Fenix 3 / 3 HR bereits hat, der muss eigentlich nicht umsteigen, außer er benötigt die neuen Karten- und Navigationsfunktionen. Wer aber eine ältere oder auch gar keine Uhr hat, der  findet hier einen passenden Begleiter zum -zugegeben- hohen Preis. Dazu sollte man sich auch noch den Brustgurt gönnen (wobei das nicht unbedingt der HRM-Run sein muss).
Meiner Ansicht ist die Fenix 5X die aktuell beste Uhr für Trailrunner auf dem Markt und auch eine gute Smartwatch für den Alltag! Hier muss die Suunto Spartan Ultra auf jeden Fall noch deutlich nachlegen, auch wenn hier manches im Detail etwas besser gelöst ist
– in der Gesamtheit ist die Fenix 5X die deutlich bessere Uhr.

Garmin Fenix 5X – die aktuell beste Uhr für Trailrunner. Punkt.

3 Gedanken zu “Garmin Fenix 5X – Fazit nach einem guten Monat

  1. Das Problem mit den Alarmen ergibt sich nur wenn man dies an der Uhr einstellt, macht man dies über die App funktioniert es. Mir scheint die App überschriebt die Werte die man an der Uhr einstellt.

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    • Danke für den Hinweis! Ja, da scheint noch ein Bug in der Firmware zu sein. Alarme die mit der App erstellt werden – was sowieso bequemer ist, zumindest, wenn man speziellere Alarme (z.B. Mo, Mi und Fr) erstellen will- werden tatsächlich behalten.
      Über die App können aber keine der „Label“ vergeben werden (z.B. „Wake Up“ oder „Reminder“).

      Ich habe testhalber einen Alarm per App und zwei per Uhr erstellt. Alle Alarme haben sowohl den Sync mit der mobilen App als auch mit Garmin Express überlebt. Trotzdem waren die auf der Uhr erstellten nach ca. 2 Stunden weg.
      Keine Ahnung was das triggert….

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