Running with Power: Garmin Fenix 5X in Kombination mit dem Stryd-Sensor

Inzwischen habe ich die Fenix 5 auch mal mit meinem Stryd-Laufsensor getestet. Hierbei handelt es sich allerdings noch um die alte Version im HF-Gurt (Stryd Pioneer) und nicht die Neue (Schuhsensor= Stryd FootPod). Dafür bietet die alte einen sehr universellen HF-Sensor mit BT 4.0 und ANT+ Übertragung.

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Was macht der Sensor? Eigentlich auch nichts anderes als der HRM-Run Sensor von Garmin, allerdings mit intelligenterer (?) Software. Aus der Kombination aus HF und Bewegungssensor im Sensor wird die Laufleistung in Watt errechnet.
Vorteil gegenüber der HF: Die Leistung kann sich deutlich schneller ändern als die Herzfrequenz und ist nicht -wie die Pace- von Steigungen abhängig.

Leider verfügt die Fenix 5X immer noch nicht über ein eigenes Datenfeld für Leistung bei Laufaktivitäten (wie z.B. die Suuntos seit der ersten oder zweiten Ambit…).

Man kann zwar eine neue Sportart (Grundtyp: Radfahren) definieren, aber das ist alles andere als elegant.
Aber für sowas gibt es ja die iQ-Apps und Datenfelder!
Stryd bietet im Store sowohl ein Datenfeld, wie auch eine komplette Laufapp an. Seit ein paar Tagen auch eine Trainingsapp namens „Stryd PowerRace“, mit der man in einem vorher festgelegten. Wattbereich trainieren kann.

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Stryd-App -Seite 1

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Stryd-App – Seite 2

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Stryd-App – Seite 3

Leider kann man hier keine eigenen Datenfelder zusätzlich einrichten (Höhenmeter, Uhrzeit,…) und hat auch keine zusätzlichen Datenseiten wie die Karte oder die Musikapp.

Noch geringer ist die Auswahl, wenn man auf die „Stryd PowerRace“-App zurückgreift.
Das Grundprinzip: (konstante) wattgesteuerte Läufe über eine bestimmte km-Anzahl. z.B. 10km mit 200 Watt

Dazu muss man die Uhr erst mal mit dem Stryd verbinden:

Danach gibt man die gewünschte Entfernung, Leistung und die Lap-Einstellungen für die Zwischenzeiten an.

Fertig!
IMG_1703Die App hat nur eine einzige Seite, nämlich Leistung, HF und Durchschnittsleistung. Dazu gibt ein horizontaler Balken an, wie viel km bereits zurückgelegt wurden. Die Farbe (rot/ grün) gibt an, ob man sich im gewählten Leistungsbereich befindet (+/- 20 Watt).

Während des Laufes kann man mit den Up/Down- Tasten die Zielleistung einstellen (in 10W Stufen). Daneben funktioniert noch die LAP- Taste als … LAP-Taste!
Das war es eigentlich schon!
Mehr macht die App nicht. Nach erreichen der Zieldistanz meldet sie sich übrigens auch nicht.

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Änderung der Leistungsvorgabe

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Im passenden Bereich (200W) und die Hälfte geschafft!

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über dem Bereich (200W)

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5km geschafft!

Fazit:

Wer mit Leistung trainieren will, der findet mit Stryd und der passenden App einen guten Ansatz. Mir persönlich fehlt hier aber einiges an Konfigurierbarkeit. Ich bevorzuge daher das einfache Stryd- Datenfeld (zeigt nur die aktuelle Leistung an), auf einem Screen innerhalb der normalen Lauf-App der Uhr.

Ob Power aber gegenüber der HF wirklich einen großen Vorteil bringt? Da bin ich mir noch unschlüssig. Theoretisch sicher, aber die Frage ist, ob das dem normalen Freizeitsportler auch schon etwas bringt. Ich denke der könnte gut auf „Leistung“ verzichten und nach HF trainieren.

Ein Gedanke zu “Running with Power: Garmin Fenix 5X in Kombination mit dem Stryd-Sensor

  1. Hallo Ralph,
    vielen Dank für den Beitrag zum Thema Wattanzeige. Deinen aktuellen Podcast habe ich nun auch gehört und möchte dir gerne mal konstruktive Rückmeldung dazu geben. Deine letzten beiden Beiträge zu GPS-Uhren finde ich sehr interessant und höre diese auch gerne 2x. Super finde ich, dass du sehr umfassend auf die Features der besprochenen Produkte eingehst. Du sprichst verständlich, aber auch etwas monoton. Im Gegensatz zu anderen Podcasts veröffentlichst du deine Audiobeiträge als mp4. Ich lade es mir gerne auf andere Wiedergabegeräte, aber nicht alle kommen gut damit zurecht; so dass ich auch schon mal einen Podcast von dir mit einem Tool in ein MP3-Format konvertiert habe. 🙂

    Aktuell habe ich eine Polar M400, die kein Stryd unterstützt. Demzufolge habe ich auch keine Erfahrung mit „Power“. Wohl aber habe ich verschiedene oHR-Sensoren probiert (Mio Link, Scosche Rythm+, Polar A360). Meine bisherigen Erfahrungswerte am Handgelenk (Link und A360) sind regelmäßig mit fallweisen Fehlmessungen in manchen Trainingsläufen behaftet. Am Handgelenk funktioniert oHR m.E. nicht wirklich verlässlich. Der Rythm+ am Unterarm ist da wesentlich stabiler und hat „nur“ die typische Verzögerung in der Messung gegenüber einer konventionellen, elektrischen HF-Messung.

    Spannend ist ggf. die Polar M430 und die Suunto Spartan Sport Wrist HR – beide haben eine gegenüber den sonst gängigen verbauten oHR etwas andere Hardware. Hier wäre die Frage, ob die tatsächlich auch am Handgelenk besser funktionieren als die zig anderen Uhren (Garmin, Fitbit etc.)? Kannst du hier einen Erfahrungswert liefern im Vergleich z. B. mit der Fenix 3HR / 5?
    Klobige Uhren (schmales Handgelenk) gefallen mir nicht. Die Suunto S. Sport macht optisch einen klobigen Eindruck, obwohl sie bei „nur“ 70g liegt. Die Garmin 935 ist technisch sicher „state of the art“, aber der Preis ist m.E.. übertrieben; zudem habe ich Zweifel an der Brauchbarkeit vom oHR.
    Frage: Kannst du mir was zu dem Tragekomfort der Spartan Sport Wrist HR im Vergleich zu einer FR235, 935 oder Polar M400, V800 sagen?

    Suunto hat ja ein „natives Power“-Datenfeld. Frage: Wird die Wattanzeige über ein paar Sekunden geglättet oder „zappelt“ die Anzeige im (Sekunden-)takt?

    HF ist am Berg ein limitierender Faktor und somit (bei längeren Anstiegen) eine brauchbare Hilfe ;-). Für kurze Intervalle am Berg kann „Power“ hier ggf. einen Mehrwert bieten. Kannst du diese Aussage stützen oder gibt es praktische Gründe, weshalb dies ggf. doch nicht der Fall ist??
    Ich denke, du kannst dieses Thema vll. mal im „Running-Podcast“ mit dem Sidekick von Thomas, dem Peter, erörtern und euch darüber austauschen. Thomas hat in seiner letzten Folge den Michael Arend zum Thema Stryd interviewt. Mich würde dennoch mal die Erfahrung von „Newbies“ 😉 dazu interessieren – vorneweg mit dem „Exclaimer“, dass es eher was für „Nerds“ ist (vgl. RP069).
    Ich denke, deine Meinung ist gefragt!
    Sportliche Grüße,
    Phil (aka „runnershigh“)

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