Türchen 2: Leki Stativadapter

Viele setzten auf Trailrunning- (oder Wander- oder Skitouren-) Stöcke der schwäbischen Traditionsmarke Leki (von „LEnhart aus KIrchheim“).
Ich nutze sehr gerne die Leki Micro Stick Carbon.

Jetzt nimmt man ja doch gerne mal eine Kamera oder eine Actioncam mit auf den Trail und wünscht sich hier ein Stativ oder ein „Deppenzepter“, sprich einen Selfiestick.
Wenn dein Leki-Stock einen „Aergon“ Griff hat, dann gibt es hier Abhilfe, den Leki Stativadapter. Dieses ist eine Kappe für besagtes Griffsystem und wird einfach ausgetauscht. Nun hat man eine Einschraubmutter in die man einen speziellen Bolzen mit ¼“ Stativgewinde schrauben kann.

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neuer Deckel + Zapfen + Adapter

Im Lieferumfang ist auch ein Montagewerkzeug zum herausdrücken des alten Zapfens dabei (in Form eines Flugzeuges???):
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Die Montage dauert wirklich keine 3 Minuten. Das Ganze ist auch wieder rückrüstbar.

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Deckel demontiert
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Der neue Deckel bietet ein (verschließbares) Gewinde

Wiegt kaum etwas.

Im Einsatz merkt man vom neuen Deckel nichts, der Adapter sollte allerdings nach der Benutzung entfernt werden.

Für eine Kompaktkamera vollkommen ausreichend (hier Olympus TG1), auch bei einer leichten Systemkamera hätte ich hier keine Bedenken (Sony A6000, Olympus Pen).

Für eine GoPro wird hier noch ein Adapter benötigt (GoPro auf ¼“ Stativ), den hat man aber meist sowieso schon.

Deppenzepter – Trailrunningstyle!

Der Adapter ist leider mit €25 nicht ganz billig. Ich habe meinen für relativ günstige €20 im Netz ergattern können.

Schwächen

Ja, der Adapter hat auch Schwächen. Es ergibt natürlich nur ein Einbeinstativ das nicht wirklich von selbst steht. Bei einer Actioncam und passendem (mittelhartem) Boden klappt das noch, aber bei einer schwereren Kamera muss der Stock festgehalten werden.
Nutzt man es als Selfiestick, dann hält man beim Laufen die Stockspitze auf einen gerichtet – ein Sicherheitsrisiko!

Die Kappe ist ok und solide, das Adapterstück aber nur aus Kunststoff und nicht wahnsinnig stabil, das könnte unter Belastung brechen (darum unbedingt nach Nutzung und vor dem Laufen abmontieren!). Dazu ist es keine normale Gewindegröße.
Ich hätte mir hier eine Standardgröße gewünscht (¼“ oder ⅜“), dann hätte man hier einfach Ersatz bekommen können.

Spartipp

Was ich noch ausprobieren werde: Es gibt ¼“ Stativmuttern auch so zu kaufen (als Adaptereinlagen für ⅜“ Gewinde), diese sollte man eigentlich in ein passend gebohrtes Loch verschrauben oder zumindest verkleben können.
Adapter ¼“ männlich auf ¼“ männlich (in Metall!) sind ebenfalls verfügbar. Das Drehrad des Sets braucht es hier meiner Ansicht nach nicht. Da dreht man eben die Kamera, ist ja egal in welche Richtung der Griff zeigt.

Fazit

Wer ein praktisches Einbeinstativ sucht und sowieso einen Lekistock nutzt, der hat hier für ein paar Gramm Mehrgewicht einen leichten Kompromiss – besser als kein Stativ!

Evtl. lohnt sich hier auch ein kleiner Bastelaufwand – siehe Spartipp!

 

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