Trailkaffee

Vorwort

Ich muss mich outen. Ich bin ein Kaffeejunkee!

Morgens locker 4 Espresso als Milchkaffee, mittags noch mal 3 und vielleicht dazwischen ein Kaffee im Büro. 

Überall gibt es den Kaffee Togo (was der mit dem afrikanischen Land zu tun hat, habe ich immer noch nicht verstanden 😉

Also warum nicht auch während des Microadventure auf dem Traillauf?

Ich habe darum mal verschiedenste Möglichkeiten ausprobiert, die gewichtsmäßig passen.
img_2230_kaffee
Div. lösliche Kaffees und Espressi, „Cowboy Kaffee“ und den „Teefilter-Kaffee“. Die French Press habe ich nicht drin, da habe ich noch keine, aber der Teefilter kommt da schon sehr gut hin – und ist leichter und billiger, aber dazu später mehr!
Dazu natürlich auch den jeweiligen Vergleich aus dem Kaffeeautomaten.

Als da wären:

Lösliche Espressi und löslicher Kaffee

img_2216_kaffee
Nescafe Gold (Kaffee) und Nescafe Espresso, dazu der Espresso von Jacobs. Alle in den praktischen aufreissbaren Portionspackungen. Preislich lagen die Packungen alle so um die 2-3€ im Supermarkt.

Cowboy-Kaffee

Hierzu habe ich (frisch) gemahlenen Kaffee genommen.

Evtl. habe ich ihn zu stark gemahlen, dazu später mehr.

Den Kaffee in kochendes Wasser gegeben und nochmals aufgekocht. Dann 5min ziehen gelassen.
img_2218_kaffee

Damit man später keine (das ist eine maßlose Untertreibung, es sollte „weniger“ heißen…) Brösel in der Tasse hat, spritzt man am Ende noch etwas kaltes Wasser auf die Pulverschicht die sich oben bildet. Diese sinkt dann ab und man kann das Gebräu umfüllen oder abschöpfen.

img_2222_kaffee

Der größte Teil des Kaffeesatzes bleibt nach dem vorsichtigen Umfüllen tatsächlich im Topf.

img_2241_kaffee

Der Teefilter-Kaffee

Als Alternative zur „French Press“ kann ich den Teefilter empfehlen.
img_2214_kaffee

Kostet im Supermarkt €1,39 und ist damit deutlich günstiger, kleiner, leichter und universeller einsetzbar als die „French- Press“ für den Campingeinsatz, bzw. die Einsätze für die Systemkocher (Jetboil, MSR, Primus lite+ u.a.).
Das Netz ist aber gröber als ein Kaffeefilter, so bleiben feinste Pulverreste am Kaffeeboden. Ob da die French Press besser (feiner) sind weiß ich nicht, ich kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen.
Also den Kaffee in den Filter und 5min ziehen lassen. Im Prinzip könnte man ihn darin auch aufkochen, das müsste man alles mal probieren.

Der Automatenkaffee /-Espresso

…läuft hier außer Konkurrenz mit!

Geschmacksvergleich…

img_2239_kaffee

wichtig: immer zwischendurch mit Wasser spülen…

Espressi

Zuerst die 3 Espressi:
Jura Espresso: schöne Crema, aromatisch, stark. Passt!

Jacobs Espresso: schöne Crema, typischer „löslicher“ Geschmack, Abgang geht gar nicht…

Nescafe Espresso: keine Crema, typischer „löslicher“ Geschmack, sehr flach und kaum Geschmack. Abgang nicht ganz so schlimm wie beim Jacobs.

Fazit:

Espresso? Auf dem Trail? Naja, vielleicht die schwere italienische Herdmaschine mitnehmen, die Löslichen gehen zumindest garnicht.

Kaffee

Mal schauen, was die Kaffees können…

img_2236_kaffee
vlnr: Nespresso Gold, Teefilterkaffee, Cowboy Kaffee, Jura – Automat
Jura Kaffee: Schöne Crema, kein „Filterkaffee“ aber passt schon… Eher mit Milch als pur zu genießen.

Nespresso Gold: typischer löslicher Kaffeegeschmack, mit viel Milch mag der gehen. Genuß ist was anderes…

Teefilter-Kaffee: etwas dünn geworden, da muss ich mehr als 3 gestrichene Teelöffel für den Becher nehmen. Geschmacklich ganz gut, riecht zumindest nach Kaffee und schmeckt auch so. Am Tassenboden ein staubfeiner Bodensatz. Evtl. etwas grober gemahlenes Kaffeepulver nehmen. Da muss ich noch experimentieren, kann man aber gut trinken.

Cowboy-Kaffee: Schmeckt sehr ähnlich wie der aus dem Teefilter, etwas aromatischer, was evtl. am Aufkochen, vermutlich aber eher an der geringeren Wassermenge (bei der gleichen Menge Pulver) liegt. Man kann aber nur ca. 80-90% aus der Tasse mit Genuss trinken, dann kommt viel Kaffeesatz.

 

Fazit:

Beim Kaffee ist sowohl der Cowboykaffee wie auch der Teefilter-Kaffee gut trinkbar. Hier muss man aber etwas herumexperimentieren, bis man die richtige Kaffeemenge, Mahlgrad und Ziehdauer gefunden hat. Aber diese Option hat man beim Löslichen ja gar nicht erst…
Der Cowboy-Kaffee hat den Charme des ursprünglichen, aber er ist in diesem Feld der Aufwendigste. Dazu hat man nachher einen verdreckten Topf und eine verdreckte Tasse.
Dazu immer einen untrinkbaren Rest.

Der Teefilter-Kaffee schmeckt eigentlich genauso gut, die Zubereitung ist etwas einfacher. Nachher hat man nur die Tasse zu spülen und den Filter auszuklopfen. Ok, den sollte man auch spülen und vor allem trocknen. Trotzdem hier mein Favorit!

P.S. Bevor Fragen kommen: Ja mir ist fast schlecht geworden, obwohl ich bei einigen der Kaffees mindestens die Hälfte weggeschüttet habe….

15 Comments

    1. Hallo!
      Die Aeropress stand bisher bei mir nicht auf dem Plan, hört sich aber ganz gut an und kommt in den Reviews gut weg. Ist vielleicht mal ein Versuch. Allerdings sind die Maße die ich bei Amazon gefunden habe (12,7cm Durchmesser und 29cm lang, bei 400g etwas abschreckend). Könntest du mal die Maße von deine im kleinstmöglichen Zustand (und evtl. das Gewicht) bestimmen?
      Ich denke ja den Filter bekommt man klein zusammen und man nutzt im Camp eher einen normalen Löffel und keinen Einfülltrichter etc.
      Cold Brew war mir bisher noch nie untergekommen, aber ich glaube da braucht man viel Zeit für…

      Gefällt mir

      1. Hi,

        zunächst auch von mir die Lobhudelei 🙂 Vielen Dank für die vielen Blog-Artikel und auch für den Klasse Podcast! Ich freue mich immer riesig wenn es was Neues von dir gibt!

        Zum Kaffee: Mir ist auch gleich die Aeropress in den Sinn gekommen. Diese benutze ich auch sehr viel. Zu Hause trotz einem guten Vollautomaten, bei der Arbeit und Unterwegs. Ich habe die Presse gerade mal auf meine Waage gestellt. Diese wiegt lediglich 175g, zwar immer noch recht viel aber doch weit weg von den 400g.

        Und noch eine Anregung. Wenn es wirklich leicht sein soll kann man den Kaffee auch Portionsweise in Teefilter aus Papier abfüllen. Diese kosten bei Feinkost Albrecht um die 2€ und können nachher auch einfach im Biomüll entsorgt werden. Dadurch entfällt das lästige auswaschen des Stofffilters.

        LG Markus

        Gefällt 1 Person

  1. Hi,

    zuerst die Lobhudelei 🙂 Vielen Dank für den Blog und auch für den klasse Podcast! Freue mich immer schon bis es wieder etwas neues von dir gibt.

    Zum Kaffee: Mir ist auch gleich meine geliebte Aeropress in den Sinn gekommen. Ich benutze diese häufig zu Hause (trotz einem guten Vollautomaten), bei der Arbeit und auch unterwegs. Ganz leicht ist die Aeropress nicht aber es sind auch keine 400g. Ich habe sie gerade mal auf die Waage gestellt: 175g.

    Als Alternative zu deinem Teefilter aus Stoff wollte ich noch Teefilter aus Papier ins Spiel bringen. Die gibt es z.B. bei Feinkost Albrecht für um die 2€. Die haben den Vorteil, dass man schon zu Hause den Kaffee portionsweise verpacken kann und den Filter hinterher einfach im Biomüll entsorgen kann. Dann spart man sich das (nervige) auswaschen. Geschmacklich ist das OK (gerade ausprobiert) aber lange nicht so gut wie mit der Aeropress

    LG Markus

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, das mit den Filtern aus Papier hatte ich mir auch schon überlegt, die dürften auch feinporiger sein, als der Stofffilter. Aber da müsste man die großen Filter nehmen, damit der Kaffee platz hat.

      Was ich an den Aeropress nicht so ganz verstehe: Was ist da im Prinzip anders als bei normalen „French Press“ Maschinen (oder Einsätzen, wie für Jetboil & Co).? Ich drücke hier den Kaffee durch einen Filter langsam ab, nachdem ich ihn habe ziehen lassen. Die einzigen Unterschiede wären in meinen Augen: Das Filter ist evtl. engporiger und Der Kaffee liegt nicht gepresst unten drin (wobei ich aus der French Press ja normalerweise auch nicht direkt trinke). Sonst sollte das doch vom Prinzip gleich sein??

      Viele Grüße
      Ralph

      Gefällt mir

      1. Sorry wegen dem Doppelpost. Ich wusste nicht, dass du die Kommentare moderierst….

        Das Prinzip zwischen der French Press und der Aeropress ist in der Tat nicht so unterschiedlich. Jedoch hat (finde ich) die Aeropress ein paar Vorteile:

        – Der Kaffee wird durch ein Papier gepresst. Damit hat es in der Tasse kein Pulver und es werden Substanzen im Papier gebunden, die sich negativ auf den Cholesterinwert auswirken sollen.
        – Die Reinigung ist wesentlich einfacher: Nach dem Pressen einfach die Kappe abschrauben und den Kaffeepuck auswerfen. Danach kurz unters Wasser halten, fertig. Bei einer French Press habe ich immer das Problem wie ich das Pulver wieder raus bekomme ohne das meiste den Abfluss runter zu spülen.

        Noch zu den Abmessungen: Der Kolben ist zusammengeschoben außen 14cm lang und hat einen Durchmesser von 6cm bzw. 10cm an den beiden „Ringen“. Im Kolben ist ein Hohlraum von 12 x 5cm den man prima zum Transportieren des Kaffees nutzen kann. Als Kaffee-Fetischist kann man da auch eine Handmühle von Porlex reinstecken 😉

        LG Markus

        Gefällt mir

  2. Hallo Markus!
    Ok, überzeugt. Mit €26 ist die ja auch nicht wirklich teuer. Ich habe sie mir gerade mal bestellt.
    Wenn nicht zum Trailrun- Microadventure, dann zum normalen Campen. Da schmeckt meiner Frau der Kaffee so schlecht, dass sie schon anfängt Tee zu trinken…

    Gefällt mir

    1. Ich bin tatsächlich auch auf schwarzen Tee umgestiegen bei Läufen mit Übernachtung.
      Ich probiere gerade Einzelportionen Kaffee in Strohhalme abzufüllen für Cowboykaffee.
      Ich habe zu Hause von einer Rancilio + Mühle, French Press, Aeropress, Coldbrewkanne und noch 2 Handmühlen auch diverses Zeug zum ausprobieren.

      Aeropress ist mir zu schwer, Coldbrew auch. Teebeutel probiere ich vll. auch mal.

      Gefällt 1 Person

      1. In Strohhalmen? Kreativ!
        Meine Aeropress ist heute auch angekommen. Mal ausprobieren. Die ist schon recht groß zum mitnehmen.
        Was nutzt du denn für einen Kocher? Ich experimentiere gerade mit Systemkochern rum (Jetboil), da gibt es ja auch die passende French Press dafür, die passt mit in den Topf und wiegt so um die 40g.
        Viele Grüße
        Ralph

        Gefällt mir

      1. Habe am Wochenende eine neue Methode mit ganz gutem Ergebniss ausprobiert: eigenes Kaffeekonzentrat.
        Habe sehr starken Coldbrew zubereitet. Da dieser für mich zu „weich“ für Kaffee schmeckt habe ich den eingefroren und darauf zwei extrem starke Esspressi gebrüht. Wenn der sehr schnell abkühlt wird der nicht bitter. Das ganze in ein ~ 100ml Fläschen (Trinkjoghurt, Fruchtquatsch…Spoutbag) abfüllen.
        Unterwegs einfach mit heißem Wasser verdünnen. Wasser muss nicht kochen.
        Menge reicht für etwa 3 Kaffee.
        Unkomplizierter ist nur einkehren.

        Gefällt 1 Person

  3. Das mit dem afrikanischen Land verstehe ich auch nicht 🤔 aber….pssssst…..unter uns: diesen Kaffee gibt es auch to go 🤓

    Die Aeropress wäre auch mein Vorschlag gewesen für das sie gut transportabel ist 😊

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s