Kurztest Salomon Sense Pro 2

Gestern hatte ich auf dem Salomon O.U.T. Community Run in Lichtenstein die Möglichkeit die Sense Pro 2 auszuprobieren. Ich laufe sehr gerne den Vorgänger, den ursprünglichen Sense Pro und habe davon auch 2 Paar im Keller. Mein bevorzugter Schuh für trockene Trails.
Insofern war ich auf den Nachfolger gespannt.
Erster Eindruck nach dem reinschlüpfen: Bequem, leicht, schnell – passt! Vielleicht etwas breiter als vom Sense Pro 1 gewohnt.
IMG_6664IMG_6663IMG_6662IMG_6660

IMG_6676

Die Unterschiede zwischen dem Sense Pro 2 und dem Sense Pro sind nicht riesig.

IMG_6682

Sense Pro 1

IMG_6683

kleinere Profilblöcke

IMG_6684

IMG_6685

etwas schmaler geschnitten

Der Sense Pro 1 besitzt deutlich mehr und dafür kleinere Profilblöcke. Dazu ist der Schuh im Vorfuß schmaler geschnitten. Laut Salomon Homepage ist der neue auch ein paar Gramm leichter geworden (jetzt 265g, der Pro 1 (selbst gewogen in 9,5) 271g).

IMG_6684

Profil alt

IMG_6676

 

Nach 15km und 720hm, die ziemlich technisch waren (steinig, wurzelig, schmale Trails, einige schnelle, steile und verblockte Downhills) muss ich sagen: Alles richtig gemacht, Salomon! Der neue Sense Pro 2 hat mich überzeugt. Es war immer genug Grip da, selbst auf den wenigen nassen Passagen.

Meiner Meinung nach hat das neue Profil auf feuchtem, matschigem Untergrund noch etwas mehr Traktion, auch wenn das typische Terrain für den Schuh eher trockene Pfade sein werden. Auch der alte Schuh war vom Grip her prima, aber gerade im Frühjahr, bei rutschigem, nassem Laub vom letzten Herbst und etwas matschigeren Pfaden kam er schneller an seine Grenzen.
Durch die größeren und tieferen Profilblöcke erwarte ich auch eine verbesserte Haltbarkeit des Profils.
Die Passform war sehr gut, der etwas breitere Mittelfußbereich kam mir entgegen. Der Fersenhalt war ebenfalls sehr gut. Selbst bei schnellen Downhills kein Vorrutschen im Schuh. Die Protektion ist ebenfalls ok.

Fazit:
Für mich einer der Favoriten für trockene, schnelle Trails und dank einer passablen Dämpfung auch für längere Strecken. Der Unterschied zum Sense Pro 1 ist aber nicht wahnsinnig gravierend. Ich werde meine beiden Pro 1 erst runterlaufen, bevor ich zum  Pro 2 greife.

Wings Pro 2

Eigentlich wollte ich den Wings Pro 2 testen, da ich noch ein Schuh für alpine Pfade wollte.
Nach dem Reinschlüpfen und den ersten paar Testmetern habe ich mich dann aber doch für den Sense Pro 2 und gegen den Wings entschieden. Der Wings ist schon „sehr viel Schuh“. Auf den ersten Metern hat er sich eher steif und schwer angefühlt, dazu war die Passform für meinen Fuß nicht ganz optimal. Das Risiko wollte ich  auf einem 2h Lauf nicht eingehen. Viele der anderen Läufer haben aber den Wings Pro 2 getragen und waren am Ende recht angetan.
Ich werde ihm auf jeden Fall noch mal eine  Chance geben, es ist auf jeden Fall ein sehr solider Schuh mit viel Protektion.

IMG_6665

Viele Wings Pro 2 waren auf der Strecke…

IMG_6678

links Sense Pro 2 –  rechts Wings Pro 2

Das Profil des Wings Pro 2 ist nochmals etwas grober, die Profilblöcke noch größer und tiefer.
Was auf dem Bild ebenfalls sichtbar wird: Der Wings bietet auch eine moderate Pronationsstütze für (moderate) Überpronierer.

Der Drop beträgt hier 10mm, das Gewicht liegt bei verhältnismäßig hohen 340g.

Auf den Trails habe ich über den Wings auch keine Klagen gehört und dem Tempo der anderen Läufer nach zu urteilen, hat auch der Grip gepasst….

 

4 Gedanken zu “Kurztest Salomon Sense Pro 2

  1. Vielen Dank für den aufschlussreichen Test!
    Ich bin derzeit auf der Suche nach einem leichten, schnellen Trail-Schuh, der jedoch nicht zu minimalistisch ist. Normalerweise brauche ich bei längeren Läufen eine leichte Stütze, aber da ich ihn nur bis 10km benötige, könnte der Sense Pro 2 ok sein, oder?

    Gefällt mir

    • Wenn dir die Passform zusagt dann sicher. Ich bin den Schuh auch beim Trailmarathon (HM) in Lichtenstein gelaufen. Völlig ohne Probleme. Es sollte nur nicht zu matschig sein. Die Dämpfung ist völlig ausreichend, vermutlich auch für die Marathondistanz. Der Schuh ist in Trailläuferkreisen ja nicht umsonst sehr verbreitet (neben dem Speedcross).

      Alternativen wären z.B. der Inov8 Terraclaw 250 (etwas gröberes Profil).

      Der Sense Pro 2 (ich habe nur den Sense Pro, den dafür aber in 3 Sätzen…) hat ein nochmals etwas universelleres Profil.
      Mich hat er auf dem Testlauf überzeugt. Out of the box, 17km und keinerlei Probleme.

      Morgen sollte auch meine nächste Podcastfolge -über Schuhe- rauskommen, vielleicht interessiert die dich auch!

      Viele Grüße
      Ralph

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s