Vergleich von Garmin Fenix 3 HR und Fenix 3

„Soll ich mir die Garmin Fenix 3 HR kaufen, oder lieber die Normale?“

Diese Frage wurde mir nun schon ein paar mal gestellt, hier will ich die beiden mal im Detail gegenüberstellen.

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Änderungen 

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die HR nur in einem Punkt von der normalen F3 Saphire, nämlich dem integrierten optischen Herzfrequenzsensor. Die nicht so offensichtlichen Änderungen haben (fast) alle damit zu tun.

  • die HR besitzt ein Armband aus Silkon, das -minimal- elastischer ist als das normale. Damit kann das Band etwas straffer getragen werden. Auch die Optik hat sich etwas verändert (weniger Löcher im oberen Bereich)
  • die HR hat eine etwas geringere Akkulaufzeit, das aber nur, wenn der Sensor auch in Betrieb ist.
  • die HR besitzt zwei zusätzliche Seiten, die den Pulsverlauf der letzten 4h bzw. die Ruheherzfrequenz der letzten Woche anzeigt.
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  • durch den erhöhten Sensor benötigt die HR eine andere Ladestation.
  • das Display  der HR ist etwas dunkler und kontrastärmer
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    Die F3 (rechts) ist bei der selben Einstellung heller als die F3 HR

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Herzfrequenzsensor

Ersetzt der integrierte Sensor den Brustgurt?

Ganz klar, jein….

Es kommt darauf an, was man erwartet und welche Features man benötigt. Allerdings steht ein einem ja immer noch die Möglichkeit offen, einen externen HF- Gurt zu nutzen. So gesehen eröffnet der integrierte Sensor nur weitere Möglichkeiten.

Was ist genauer? Natürlich der Brustgurt. Eigentlich…

Ich habe jetzt schon einige Tests mit mehreren Uhren parallel gemacht und bin mir da immer noch nicht sicher.

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Vergleich Fenix 3 HR vs. Fenix 3 mit Scosche

Erster Vergleich:
F3HR gegen F3 mit dem Scosche Rhytm+ , also optischer Sensor gegen optischen Sensor.
Der Scosche (getragen am Oberarm) ist normal recht genau. Hier zeigt die HR nur minimale Abweichungen, v.a. am Start und gegen Ende (das am Ende wird sich durch alle Tests ziehen!).
Ein kleiner Ausrutscher am Anfang, aber evtl. ist da auch die Uhr etwas verrutscht, ich habe sie eher locker getragen.

Patt. Beide schlagen sich recht gut.

Zweiter Vergleich, Indoortraining:

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Ambit 3 | Fenix 3 HR

Hier war das überlagern der Kurven etwas schwierig, weil beide wohl verschieden lange Zeitvorstellungen haben… Aber die Ambit 3 (mit Suunto-Brustgurt) scheint deutlich weniger Werte aufzuzeichnen, die Kurve der HR hat deutlich mehr „Details“.
Den Versatz in der Mitte kann ich mir auch nicht erklären…
Am Ende wieder: deutlich höhere Werte bei der HR.

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Fenix 3 HR | Ambit 3

Beim Radfahren sieht es wieder anders aus. Weder die tiefe Zacke der HR bei km 6, noch das „Gezappel“ der A3 bei 9,5 – 10,5km erscheint mir nachvollziehbar. Die Zacke der A3 bei km 7 ist aber plausibler (Bergabstück) als die gleichbleibenden Werte der HR.

Das nächste war ein Dreiervergleich. Ambit 3 und Fenix 3 beide am selben Stryd- Sensor (Brustgurt), einmal per BT und einmal per ANT+ angekoppelt. Die Werte sollten hier identisch sein. Sollten.

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Fenix 3 | Ambit 3

Im vorderen Teil (Brustgurt evtl noch nicht feucht genug) hat die A3 viel zu geringe Werte, die F3 fast Maximalpuls angezeigt. Beide hatten extrem viele Aussetzer. Aber auch später zeigen sich hier größere Differenzen.

Dann war da noch die F3HR mit dem eingebauten Sensor:

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Hier waren die Werte der F3HR am Anfang gut und plausibel. Gegen später gab es teilweise größere Abweichungen zur A3. Die Verschiebung kommt dadurch, dass die F3HR heute 2x einen großen Positionsfehler aufgezeichnet hat.

Auffällig: In Ruhepausen fällt der Puls bei der HR nicht so stark ab, wie bei Geräten mit Brustgurt. Manchmal erscheint der optische Sensor auch etwas langsamer auf Schwankungen zu reagieren.
Die „Startanfälligkeit“ von Brustgurten zeigt sich aber natürlich auch nicht.
Das Armband sollte relativ eng sitzen um eine akkurate Messung zu ermöglichen.

Die optische Messung erscheint mir ungenauer zu sein, allerdings sind die Werte durchaus für eine Trainingssteuerung brauchbar. Die Genauigkeit reicht aus um nicht zu „überpacen“. Für ein genaues pulsbasiertes Intervalltraining würde ich aber einen Brustgurt bevorzugen.
Dafür bietet die kontinuierliche HF-Messung über den Tag andere Vorteile:
Die Messung der Ruheherzfrequenz kann auch zur Kontrolle von Übertraining/ Erholungszustand dienen. Die „Aktivitätsminuten“ und (vermutlich) auch der Kalorienverbrauch über den Tag werden auch besser registriert.
Schlußendlich: Man kann den Brustgurt nicht daheim vergessen, was mir schon passiert ist…
Man kann den integrierten Sensor auch als Quelle für andere (ANT+) Geräte nutzen.
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HF- Broadcast auf Etrex 30

Was der integrierte Sensor leider nicht kann, sind alle Messungen die auf HRV basieren,
wie die Bestimmung der Laktatschwelle oder der Belastungswert.
Daneben enthält der HRM-Run Brustgurt ja auch noch Beschleunigungssensoren. Die Messung der „Laufeffizienz “ (Schrittlänge, Bodenkontaktzeit,…) ist so auch nicht möglich.

Fazit:

Die Fenix 3 HR ist zweifellos eine tolle Uhr, ihr größter Konkurrent ist aber die Fenix 3….

Preislich trennen beide Uhren aber keine Welten. Die F3 Saphir ist laut Liste praktisch genauso teuer wie die F3 HR, allerdings kommt hier ein Edelstahlband zusätzlich mit. Daneben gibt es die F3 Saphir inzwischen auch schon teilweise deutlich günstiger im Angebot (bis €150 günstiger).
Ich denke aber, die Differenz wird sich auch wieder angleichen. Rabatte auf neu vorgestellte Produkte sind ja allgemein eher unüblich.

Wer auf das Saphirglas verzichten kann, für den stellt die normale Fenix 3 eine gute Option dar. Mit etwas Glück bekommt man die F3 neu schon ab €350 (ohne Gurt) bzw. für unter €400 als „Performer Bundle“ mit Brustgurt.
Wer keine Brustgurte mag, der kann natürlich auch einen optischen Gurt, z.B. den Rythm+ von Scosche (ca. €80) wählen.

Wirkliche Nachteile holt man sich mit der HR aber nicht ins Haus. Die kürzere Akkulaufzeit gilt nur bei eingeschaltetem Sensor. Das dunklere Display ist auch noch akzeptabel. Noch gibt es für die HR in der aktuellsten Firmware nicht alle Features der normalen F3. In der Beta (aktuell -stand 3.5.16: FW3.0) allerdings schon.

Zur Transparenz: Die hier vorgestellte Uhr wurde mir von Garmin auf Anfrage für diesen Test leihweise zur Verfügung gestellt.

Tipp:
Vielleicht für den einen oder anderen interessant: Die Einstellungen für die Sport-Apps kann man kopieren, ich habe z.B. die Sport-Apps von der F3 auf die F3HR kopiert. Hierzu müssen nur alle verwendeten iQ-Datenfelder auf beiden Uhren installiert sein (ansonsten werden sie durch „Timer“ ersetzt). Man kann die .fit Dateien aus dem „Sports“ Order der Garmin kopieren und bei der anderen Uhr einfach in „Newfiles“ einfügen. 


[Update 12.5.16]
Inzwischen ist die FW 3.0 veröffentlicht. Jetzt ist das Höhenprofil usw. auch offiziell Verfügbar. Ich persönlich mag auch die Möglichkeit das Wifi auf einen Hotkey zu legen (ich drücke dann nur lange „Back“ und die Uhr Synct mit GC.

Leider nicht nur Sonnenschein mit der Uhr. Bei meinen Lauf in Lichtenstein (Trail Camp) hatte ich die F3HR sowie meine Suunto Ambit 2 Saphire (+ Scosche Rhytm+ Gurt)
mit dabei. Zum Glück…
Ich hatte den Track des Halbmarthons im Vorfeld auf die F3HR gespielt (FW 3.0), was eigentlich auch sehr gut funktioniert hat. Ich wusste immer, wo ich auf der Strecke bin und ob gleich ein Anstieg kommt oder es eher auf der Ebene bleibt.
Sogar bei Abweichungen vom Kurs (Streckenänderung) war klar, wo ich bin und welches Höhenprofil noch vor mir liegt.
Leider hat sich dann bei km 15 die F3HR einfach aufgehängt. Sie ist auf einer HF-Warnung „eingefroren“ und so minutenlang verblieben. Ich musste einen Softreset durchführen, um die Uhr wiederzubeleben (lange auf „Light“ drücken). Die Aufzeichnung war zum Glück nur unterbrochen, allerdings haben 2 km und ein paar Minuten gefehlt. Dazu waren alle iQ-Datenfelder durch den „Timer“ ersetzt.  Das Höhenprofil war auch nicht mehr da, wohl aber der Track auf der Karte….

Falls bei euch dieser Fehler auch auftritt – ich dachte eigentlich er wäre überwunden, meine alte, defekte F3 hatte das sehr oft- dann ein Tipp:
Die iQ-Felder sind zwar durch den Timer ersetzt, aber wenn ich den Timer wieder durch das Feld ersetzten will dann meldet die Uhr dass bereits 2/2 iQ-Felder im Einsatz sind…

Entweder ihr deinstalliert dann die Apps und installiert sie dann wieder (evtl. dazwischen noch aus der App entfernen). Oder- viel einfacher- ihr werft das .fit File der jeweiligen App, das ihr hoffentlich vorher gesichert hattet, in „Newfiles“. (im Ordner „Sports“ sind die Apps, z.B. „0RTrail.fit“). Dann ist alles wieder da.

 


[Update vom 19.5]

Hier noch mal ein Vergleich der Pulswerte zwischen dem integrierten Sensor und der Polar V800 mit dem Polar H7 (Brust-)Sensor.
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Wie man sieht, liefern die Sensoren am Anfang sehr ähnliche Werte. Ab ca. km 4 geht es aber weit auseinander. Die Werte ab km 4 würde ich -für die HR- als völlig unbrauchbar bezeichnen. Weshalb die Werte da so seltsam waren? Keine Ahnung, ich habe die Uhr nicht vom Arm abgenommen.
Schade. So ist die HR-Anzeige nur dazu geeignet das Körpergefühl zu schulen: „Puls von 170? Kann nicht sein, eher 150!“ .

[Update 2.6.2016]
Inzwischen ist die Beta 3.11 draußen. Ich weiß nicht, ob es an der liegt, aber die Genauigkeit des integrierten Sensors scheint sich deutlich verbessert zu haben. Bei meinen letzten Läufen lag eher der HF-Brustgurt meiner V800 falsch (auf den ersten paar Km der Aktivität), während die F3HR plausible Werte geliefert hat. Gegen später hat die V800 dann ziemlich genau die selben Werte wie die F3HR angezeigt.
Also Entwarnung? Ich beobachte weiter…

Daneben habe ich meine F3HR etwas „bunter“ gestaltet.
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Auch das ein Vorteil der F3, das geht weder bei Ambit noch V800 so einfach und optisch überzeugend!

Hier noch meine Videoreview der Uhr:

 

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Review der Polar M400

Hier eine kurze Review einer weiteren GPS-/ Pulsuhr, der Polar M400.
Sie ist im Verhältnis zur Fenix 3 deutlich kleiner und auch für schlankere Arme gut tragbar.
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Sie ist eher eine Uhr für Läufer und Radfahrer, als für Trailrunner, da ihr die barometrische Höhenmessung und die Navigationsfunktionen (größtenteils) fehlen. Trotzdem wollte ich sie einfach mal testen,  da Polar den Ruf hat sehr genaue GPS-Daten zu liefern.
Die M400 lässt sich über den PC einrichten, hier lassen sich auch verschiedene Aktivitätsansichten konfigurieren.

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Pace, Distanz, HF und Timer

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typisch Polar: HF + Zone

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aktuelle Höhe, An- und Abstieg (über GPS)

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Time in Zone

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Back-to-start: Die einzige Navigationsfunktion

Daneben hat die M400 noch einen Aktivitätstracker, eine Timerfunktion (Intervalltimer und Zielzeitschätzung) sowie einen Fitness-Test, der im Ruhezustand (liegend) den Fitnesszustand und die VO2-max schätzt äääähhhhmmm…. ermittelt…

Naja, der VO2 max liegt doch ein gutes Stück von dem entfernt, was Garmin Fenix 3 und Suunto Ambit 3 so sagen. Vo2 max von 55 trotz grippalem Infekt ist wohl zu hoch (auf den anderen beiden sonst 46 -49).

Die Uhr wird über 5 Knöpfe bedient:
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Die Übertragung läuft über einen eingebauten Micro-USB- Anschluss auf der Unterseite. Bei den älteren Modellen ist der Anschluß von einer Gummikappe geschützt, bei den neueren Modellen fehlt diese.
Eigentlich empfinde ich Micro-USB-Anschlüsse als Vorteil, da man so auf Reisen nie groß nach einem Ladekabel suchen muss. Hier ist der Anschluss aber das größte Problem der Uhr – wie auch auf den meisten Rezensionen bei Amazon zu lesen ist.

Der Anschluss ist wohl extrem korrosionsanfällig (darum haben sie den Gummistöpsel nun weggelassen, damit der Anschluß besser trocknen kann), allerdings dringt so natürlich Schweiß ein.  Ich habe zwar (augenscheinlich) keine Korrosion, allerdings trotzdem jede Menge Wackelkontakte beim anschließen eines Kabels.

Außerdem sitzt die Micro-USB- Buchse eher locker im Gehäuse.
IMG_7069IMG_7070Die Uhr ist trotzdem noch bis 3atm („30m“) wasserfest (was im Uhrenjargon allerdings „am Besten maximal zum Duschen anbehalten“ bedeutet…, Schwimmen wird erst ab 5 atm („50m“) empfohlen, untertauchen ab 10atm (100m) und Sporttauchen dann ab 20atm (200m).
Sie besitzt auch keinen Schwimmmodus (aber Laufen, Radfahren und „sonstiger Outdoor-“ bzw. „sonstiger Indoorsport“), damit steht sie auch eher in Konkurrenz zur Suunto Ambit 3 Run, bzw. den Garmin Forerunner 2XX-Modellen.

Genauigkeit:
Die Uhr hat ein recht genaues GPS, größere Abweichungen konnte ich nicht beobachten. Sie liegt durchaus auf dem Niveau von Suunto und  Garmin, aber ich fand die Tracks jetzt auch nicht besser. Sie scheinen etwas geglätteter zu sein, vermutlich findet hier kein 1s-Tracking statt.
Die Pace erschien mir als genauer als die der Fenix 3, vor allem wenn man in ein Waldstück einläuft. Hier sackt die Pace der Fenix 3 stark ab, die M400 nur leicht. Allerdings kann das auch daran liegen, dass die Pace überhaupt sehr träge reagiert. Läuft man schnell los, so schraubt sich die Pace hier nur langsam auf den echten Wert…
Bei der Fenix 3 habe ich das „Problem“ jetzt mit einem Footpod gelöst, den ich bei Intervall- und Bahnläufen nutze (immer wenn die genaue Pace eben wichtig ist). Das funktioniert recht gut und unter problematischen Bedingungen genauer als Pace über GPS.

Die Streckenlänge ist ebenfalls ok. Was leider extrem abweicht ist die Höhendifferenz. Die ist wirklich nur ein grober Anhaltspunkt und vielleicht bei einem recht konstanten Bergauf- oder Bergablauf zu gebrauchen. Auf welligem Terrain sind die Werte viel zu gering. Die Ambit 3/ Fenix 3 zeigt teilweise 100 -200% (!) mehr an.

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M400 (gelb) im Rahmen der Ungenauigkeit der anderen Uhren

Man kann die Uhr auch mit dem Smartphone pairen und Notifcations darüber empfangen, was ganz gut funktioniert.
Die Bedienung der M400 ist recht simpel, es gibt ja auch nicht allzu viele Funktionen.

Navigation
Außer der Back -to-start -Funktion gibt es keine Navigationsfunktionen, man kann weder einen WP setzen noch eine festgelegte Route ablaufen (man kann aber natürlich eine gelaufene Route auf dem Rechner als GPX speichern).
Eine Kartendarstellung gibt es nicht.
Die Back-to-start – Funktion bringt einen leider nur per Luftlinie zum Start zurück, was im Gebirge nicht ganz die ideale Lösung ist….

Was die M400 sehr attraktiv macht, ist ihr günstiger Preis. Sie ist mit passendem Brustgurt (BT) bereits unter €150 zu bekommen, ohne Brustgurt sogar schon ab €119
(Amazon 25.4.16). Als Kundenrückläufer in den „Warehouse Deals“ sogar bereits für deutlich unter €90.

Hauptproblem der Uhr ist aber der Anschluß über Micro-USB. Hier wird klar, weshalb Polar für die V800 einen Anschluss mit speziellen Kontakten am Gehäuse gewählt hat.

Fazit
Günstige Uhr für reine Läufer oder sparsame Trailrunner die auf Höhen- und Navigationsfunktionen verzichten können.
Ohne das Problem mit dem Stecker hätte die Polar M400 den „für Sparfüchse“- Award von mir bekommen.

Fashion goes Trail, der neue Merrell Allout Crush Light

Erster Eindruck nach dem Auspacken: Geile Optik!

Zweiter Eindruck: Mann ist der leicht!

Dritter Eindruck (schon am Fuß): Saubequem!


Der Merrell Allout Crush ist ein mit gerade mal 218 g sehr leichter und trotzdem gut gedämpfter Trailschuh für Sport und Alltag. So preist Merrell ihn an und ich kann das auch voll unterschreiben.

Der Schuh ist durch das Obermaterial sehr luftig, vielleicht nicht ideal für nasse Wiesen oder feuchte Trails, aber für heiße Sommer umso mehr. Die Sohle bietet ein gutes Profil, der Gummi erscheint mir aber sehr weich zu sein, da bin ich gespannt, wie schnell sie sich abnutzt.


Der erste Einsatz ging nicht auf den Trail, sondern erst mal als Casual Wear zur Arbeit.


Hier zeigt sich der All out Crush Light als voll alltagstauglicher Sneaker, der in der hier gezeigten Farbkombination mit seiner dunkelblauen Zehenkappe und den dunkelblauen Schnürbändeln gerade zu Jeans gut passen. Mein Sommer wird bunt!

Wie schlägt er sich beim Laufen?
Das kommt stark auf den Untergrund an…

Wiesen- , Feld- und Waldwege sind kein Problem. Das Profil ist gut, die Schuhe sind gut gedämpft, auch durch die UniFly™ Mittelsohle. Auch „Door-to-Trail“-Einsätze sind gut möglich, hier muss sich die Haltbarkeit des Sohlenmaterials aber noch zeigen.

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Einer unserer Wirtschaftswege war allerdings neu geschottert (ziemlich grob), hier zeigen sich die Grenzen des Schuhs. Die großen Steine drücken sich recht stark durch die Sohle. Hier fehlt eine schützende stabile Mittelsohle. Schade, denn die Zehenkappe ist recht solide. Positiv gesehen „fühlt“ man dadurch auch den Untergrund, das ist auf  Waldpfaden ja manchmal durchaus erwünscht.
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Die Zehenbox selbst ist recht breit, der gesamte Schuh trägt sich sehr bequem.

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Persönliches Fazit:
Die Merrell Allout Crush Light wird bei mir einen festen Platz finden, allerdings eher als – wie Merrell es auch selbst vorschlägt-  Casual Sneaker. Wie sagt Merrell: „Ob Büro oder Freizeit – Athleisure ist Trend“.
Hier macht der Schuh eine deutlich bessere Figur als der allgegenwärtige Salomon Speedcross. Unzweifelhaft ist der SC3 ein toller Schuh, aber ich habe nie verstanden, weshalb er so oft im Alltag getragen wird…

Der Allout Crush Light ist ein sehr luftiger und bequemer Sommerschuh, der auch auf -nicht gerade sehr steinigen oder gar alpinen- Trails eine sehr gute Figur macht.
Wenn ich ehrlich bin, will ich ihn aber gar nicht dreckig machen….

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Neben der hier vorgestellten Farbe gibt es den Schuh auch in weniger schmutzempfindlichen Farben (Damen/ Herren). Der Schuh ist für knapp unter €100 im Handel erhältlich.
Ich habe den Schuh für diesen Test von der betreuenden PR-Agentur „Krauts“ aus München zur Verfügung gestellt bekommen.

 

Wie genau ist GPS wirklich? Eine Bestandsaufnahme.

Nachdem ich in meinem Blogbeitrag das Thema „GPS ist ungenau. Punkt.“ bereits angerissen habe und 5 praktisch zeitgleich aufgenommene Tracks von diversen GPS-Uhren vergleich habe, nun ein etwas anderer Ansatz.
Diesmal habe ich einen Track in teilweise bewaldetem Gebiet mit 6 verschiedenen GPS-Uhren aufgezeichnet. Dazu noch das Smartphone.

Einen Tag später bin ich den selben Weg nochmals identisch abgegangen, nachdem es ja heißt, dass GPS sehr zeitabhängig ist, sprich einen Tag später völlig andere Ergebnisse rauskommen können. Dazu hatte ich da ein Handheld-GPS- dabei, von dem ich mal annahm, dass es genauere Werte liefern kann als die GPS-Uhren – alleine schon aufgrund der besseren GPS-Antenne.

Sprich: Einmal der Vergleich der Geräte zur gleichen Zeit, zum anderen der Vergleich des selben Gerätes an 2 verschiedenen Tagen. Wie konsistent sind die Ergebnisse?

Also hier der Aufbau des ersten Tages:
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Alle Uhren -bis auf die Suunto Ambit – waren auf eine Rolle montiert. Diese habe ich ständig waagrecht vor mir gehalten. Die Ambit (1) war am Arm. Die Smartphones in 2 Jackentaschen.

Die Kandidaten auf der Rolle:
von links:
Polar M400 , Garmin Fenix 3, TomTom Runner Multisport, Suunto Ambit 2 Saphire, Suunto Ambit 3 Saphire.

Am Arm: Suunto Ambit

Smartphones:  iPhone6 mit „Maps 3D pro“, Motorola Moto G 3 mit „Locus Map Pro“.

Die Vergleichstracks wurden alle als GPX exportiert und dann in Locus Map Pro importiert.

Das Ergebnis des ersten Vergleichs (GPS ist ungenau. Punkt.) hat sich hier eigentlich wiederholt. Kurz: Im offenen Gelände zeigen alle Uhren die Position sehr genau an,
im bewaldeten Gelände sind alle Uhren auf maximal 10-20m genau und eher zufällig mal auf der genau richtigen Stelle….

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offenes Feld – dicht an dicht

 

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Bewaldet (nicht mal besonders dicht), ein breiter Fortstweg umgeben von Wald in einer Senke. Alle mit riesigen Schwankungen.

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im dichten Wald….

Die Farben: stehen für…
Moto G – dunkelblau
Suunto Ambit – rot
Suunto Ambit 2- pink
Suunto Ambit 3- Orange
Garmin Fenix 3- grün
Polar M400- gelb
TomTom Runner – lila

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Der sehr gleichmäßige Track der TomTom (lila) steht vermutlich eher für eine seltenere Abtastung als für mehr Genauigkeit. Die Ambit 1 (rot) die im ersten Test gut abgeschnitten hat, zeigt hier deutlich die schlechtesten Werte.

Test 2:

Sind die Werte der selben Uhren wenigstens immer gleich?
Ist ein Handheld GPS genauer?

Der zweite Test wurde nur mit der Ambit 3, der Fenix 3 und der Polar M400 durchgeführt.
Als Handheld kam das Garmin Etrex 30 zum Einsatz – schön waagrecht vor mich gehalten.
Dazu Moto G und iPhone 6.

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lila: etrex 30, grün Fenix 3 (an 2 Tagen)

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lila: etrex 30, orange Ambit 3 (an 2 Tagen)

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lila: etrex 30, gelb Polar M400 (an 2 Tagen)

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etrex, Fenix und Ambit

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Der riesige Sprung von Fenix und Etrex (bei der Flagge) hat folgende Bewandtnis: An dieser Stelle bin ich 5 min stehen geblieben (reglos! an einer Stelle) und habe die Position vom etrex mitteln lassen um zu sehen ob die Karte hier stimmt, ich stand genau mittig auf einer kleinen Brücke. Zumindest auf ca. 3m genau wurde die Flagge als richtig positioniert.
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Aber alleine dieser Sprung zeigt schon, auch ein Handheld Gerät ist nicht unbedingt genauer…

Hier noch da iPhone:

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blau: Tag 1, rot: Tag2

Auch hier das selbe Bild.

Darum nochmal das selbe Fazit:
GPS ist im freien Gelände wirklich auf wenige Meter genau. In Gebieten mit schlechterem Empfang (bewaldet, enge Täler, …) aber nur auf vielleicht 10-20m. Wer damit nicht leben kann, der hmmhhh…. was kann der eigentlich machen?

Leider sehe ich da keine Alternative. Wer will darf gerne mit Karte, Höhenmesser  und Kreuzpeilung arbeiten, aber ich bezweifle stark, dass da im Wald bessere Ergebnisse zur erzielen sind.

Natürlich wäre eine höhere Genauigkeit wünschenswert, aber andererseits hatte ich auch noch nie Probleme wegen der geringeren Präzision. Wer sich von der Klippe stürzt, weil „der Track aber so eingezeichnet war“, statt dem erkennbaren Weg 5m links davon zu folgen, der sollte vielleicht besser vom Trail auf die Straße wechseln….

Ach ja, die Zusammenfassungen der Tracks durch die jeweiligen Hersteller:
Polar M400: 1,68 km – 55m Abstieg – 50m Aufstieg

Ambit 3: 1,85km – 71m Ab – 66m Auf

Fenix 3: 1,86km – 67m Ab – 70m Auf

Etrex 30: 1,85km – 62m Aufstieg

Moto G: 1,97 km 86m Ab – 57m Auf

iPhone6: 1,89 km 40m Ab – 41m Auf
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Also: Bis auf die M400 und das G3 liegen die Geräte ziemlich gleich auf.
Am Vortag:

Ambit 1: 1,85km 67hm Ab- 62hm Auf

Ambit 2: 1,85km 75hm Ab -68hm Auf

Ambit 3: 1,88 – 72hm Ab – 70hm Auf

Fenix 3: 1,86km 69hm Ab – 70hm Auf

M400: 1,79km 45hm Ab – 40hm Auf

TomTom: 1,82km 35 hm Auf

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Auch hier das Fazit das die bisherigen Erfahrungen stützt:
Die Gesamtkilometer sind eigentlich recht genau, bei Modellen mit barometrischer Höhenmessung auch die Höhenmeter.
Zumindest sind die Werte konsistent, so dass man damit gut arbeiten kann.
Die Höhenmessung per GPS ist während des Laufes eher untauglich und auch sonst eher eine grobe Schätzung.

 

Vergleich der Leuchtdauer

Da die Angaben der Hersteller über die Leuchtdauer ihrer Lampen für mich ungefähr so glaubwürdig ist, wie die Angaben zu den Normverbräuchen der aktuellen PKW, habe ich das ganze gestern mal getestet.

Nachdem die Lampen natürlich verschiedenste Leuchtstärken besitzen,  habe ich mich für eine „trailtaugliche“ Einstellung entschieden. Die sehe ich bei ca. 400 – 500 Lumen.
Damit kann man auf dem Trail schon sehr viel anfangen. Mehr muss es normalerweise auch nicht sein.
Die Led Lenser SEO 7R hat zwar insgesamt nur max. 220 Lumen, aber durch die gute Optik finde ich, dass sie auch auf dem -nicht so technischen- Trail eine ganz gute Figur macht. Wenn es schneller wird, kann man ja noch -auf Kosten der Ausleuchtung- die Lampe stärker fokussieren. Dann kommt sie locker auf die Werte von 400lm- Konkurrenten.

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Fenix HP-12 400lm

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Led Lenser SEO 7R 220lm mittlerer Fokus

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Led Lenser SEO 7R 220lm Spot

Dadurch wird das Sichtfeld aber natürlich beschnitten. Trotzdem: Ich finde die SEO 7R passt in das Testfeld. Die XEO19R habe ich hier nicht eingebaut, dafür ist sie einfach nicht passend. Bei 200lm kommt sie laut Hersteller auf wahnwitzige 20h, die aber durch Größe und Gewicht erkauft werden.
Hier zuerst mal das Video:

von links nach rechts:
Seo 7R – 220lm (maximale Leistung, hier auf Fokus „Wide“)

Petzl NAO 2- 493lm (max. Leistung im Constant-Modus)

Fenix HP-12 – 400lm (max. „normale“ Leistung, es gibt noch 900lm im Boost-Modus)

Piko RX4 – 550 lm (550lm bzw. 5W, es gibt hier auch noch 750lm und 1500lm)

Armytek Wizard -420lm (es gibt noch 1050lm aber auch das ist eher Boost, hier „warm white,“ daher eher 400lm)

Außentemperatur ca. 8°C

20:14 Start

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Es geht los!


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20:14 – Teststart

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20:43  – Nach 30min

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21:10 Wizard regelt runter –  nach 56min

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21:13 Wizard im Glühwürmchenmodus- nach 59min

21:25 Tausch Akku Wizard (Ultrafire 3000mAh gegen Cladwell)
NEO blinkt

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21:43 Neo dimmt ab –  nach 1h29

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22:08 Piko schaltet sich unvermittelt ab (bei 40% Restakku) – nach 1h54min

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22:13 – nach 2h

22:15 Fenix regelt runter nach 2h01min

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22:19 – Piko & Neo wieder angeschaltet – nach 2h05min – Neo regelt sofort wieder ab

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22:44 – nah 2h30min

 

22:45 Fenix regelt auf sparen

23:05 Fenix wieder hochgeregelt, Nao wieder an, beide regeln nach 2min wieder runter

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23:14 – nach 3h

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23:44 – nach 3h30min

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00:03 Piko schaltet sich aus (leer) – nach 3h49min (abzüglich „Auszeit“: 3h38min)

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00:04 Armytek geht auf „Glühwürmchenmodus“ – (2h39min nach Akkutausch)

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00:25 Ende der Aufnahmen – nach 4h11min

….

Um 1:40 noch mal aufgestanden. Die Aufzeichnung der GoPro Hero 4 Session war leider aus.
Daher nur beschrieben:
01:40 Neo leuchtet schwach, die Piko ist aus, Wizard im Glühwürmchenmodus, die Fenix aus und die SEO leuchtet noch blinkt aber zusätzlich rot (Akkuwarnung).
Kurz danach ist die SEO aus.

Stand 02:20 : Neo auf Sparmodus, Wizard auf Glühwürmchen
….

Stand 09:00 Wizard auf Glühwürmchen, alle anderen aus

Ergebnis:

Wizard:
Armytek Wizard mit Ultrafire-Akku (3000mAh): regelt nach 56min stark ab und nach 59min auf Glühwürmchen – wohl kein empfehlenswerter Akku!

Armytek Wizard mit Canwelum-Akku: 2h39min bis Glühwürmchen (bleibt extrem lange, mind. weitere 9h), der Akku hat keine Kapazitätsangabe, aber recht gute Rezensionen bei Amazon. (Firmenangabe Wizard: 3h30)
Die 2h39  finde ich für einen 18650 Akku recht ordentlich.
[Update 16.4.]
Nachtrag: Inzwischen ist mir klar, weshalb die Lampe nach 56min bereits runtergeregelt hat….
Ich habe meine 18650 – Akkus alle mal voll (bis Glühwürmchen) entleert und kontrolliert neu geladen. IMG_6871.JPG

Die Unterschiede sind extrem…
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Punktlandung!

UltraFire „3000mAh“ – 0768mAh (!)
UltraFire „4200mAh“ – 1270mAh
Canwelum (keine Angabe, laut Amazon reale 2250mAh) – 2052mAh
Panasonic 3400mAh – 3399mAh (!!!)

Damit ist klar, weshalb die Wizard nur eine knappe Stunde (mit 768 mAh)durchgehalten hat…
Ich habe gerade auch noch mal die Wizard mit dem Panasonic-Akku nachgetestet.
Das Ergebnis: nach 4h20 (!!!) fängt die Lampe an zu blinken, etwas später regelt sie auf einen schwächerern Modus runter (ca. 100 lm) und erst bei 4h39min geht sie auf Glühwürmchen- Modus.

Damit liegt die Wizard mehr als eine Stunde über den Herstellerangaben von 3h30min bei 420lm. Damit schlägt sie die Piko bei einer ähnlichen (nur etwas schwächeren) Leuchtleistung.
Vor allem von UltraFire sind die Angaben -nett gesagt- sehr phantasievoll….
Die Canwelum, die auch in den Amazon-Rezensionen recht gut abschneiden sind nicht schlecht, (€13,99 für 2 Stück, €23,99 für 4 Stück), nochmals deutlich besser sind die Panasonic 3400mAh die mit aktuell €13,50 für 2 Stück sogar noch günstiger sind. Letztere haben aber keinen hervorstehenden Pluspol, weshalb sie evtl. nicht für alle Lampen geeignet sind.
Die Fenix HP-12 und die Armytek Wizard haben damit kein Problem.

Neo:
Die Petzl Neo 2 blinkt nach 1h11, dimmt ab 1h30 ab, bleibt aber sehr lange so (mind. weitere 5h) (Firmenangaben: 1h10),
damit liegt die Lampe zwar über den Firmenangaben, aber 1h11 bei voller Leistung ist schon schwach. Im „Reactive Lighting“-Modus gibt Petzl 7-8h als Laufzeit bei dieser Leistung an. Das ist schon sehr dreist, dafür muss die Lampe so extrem runterregeln, dass hier sicher keine paar Minuten bei 500 lm mitgerechnet sind (zumal bei dem verbauten 2600mAh-Akku!). Dafür hält der abgedimmte Modus sehr lange, ist aber zu schwach um einen Weg noch zu beleuchten.

Fenix
Die Fenix HP12 (mit Canwelum-Akku) regelt nach 2h runter, nach 2h30 auf Sparmodus, bleibt mind. weitere 2h15 so.
Die Wizard liefert 2h39 mit dem selben Akkutyp. Allerdings ist der „gedimmte“ Modus der Fenix deutlich heller als der „Glühwürmchenmodus“ der Wizard. Ich würde mal schätzen, es ist eher die 50lm Stufe als die 10lm Stufe. Damit kommt man zumindest noch sicher (wenn auch langsam) heim.
Damit kommt sie zwar lange nicht an die Firmenangaben von 3h45min ran (hier müsste man, wie bei der Armytek auch mal verschiedene Akkus durchtesten, vielleicht ist da noch mehr drin).
Generell sind die 2h30 für einen 18650-Akku gut.

[Update 18.4.16]
Ok, nachdem ich die Armytek mit dem Panasonic 3400mAh Akku nachgetestet habe, das Selbe auch mit der Fenix. Wie zu erwarten sind die Akkulaufzeiten hier nochmals deutlich besser, daneben habe ich auch etwas mehr Informationen zum Verlauf:
Mit dem Panasonic 3400mAh hält die HP-12 3h30min auf 400lm durch, dann regelt sie ab, aber auf (noch trailtaugliche) 150lm. Die hält sie nochmal 45min, dann schaltet sie auf 50lm zurück (was immer noch reicht um gut heim zu kommen).
Die hält sie wiederum für 30min, dann sind es nur noch 10lm…

Damit würde ich die von Fenix angegebene 3h45min als „erfüllt“ ansehen, waren zwar nur 3:30, aber danach war die Lampe nicht leer sondern eben nur eine Stufe niedriger.
Man kann auch manuell wieder hochschalten, allerdings regelt die Lampe dann bald wieder runter.

Piko
Die Piko schaltet nach 1h54 aus trotz 40% Restkapazität? Nach wieder anschalten dauert es weitere 1h44 bis zum Abschalten. Insgesamt: 3h38 (Firmenangaben 5h)
Weshalb sie trotz gutem Restakku abgeschaltet hat? Keine Ahnung, beim Vortest hat sie das (bei ähnlichem Akkustand) ebenfalls schon gemacht. Ich kontaktiere hierzu mal Lupine… Beim nächtlichen Trip auf dem MTB könnte so ein Verhalten lebensgefährlich sein.
So richtig begeistert bin ich von den 3h38 auch nicht, andererseits war die Lampe mit 550lm auch die mit Abstand hellste. Ich müsste noch mal den 300lm -Modus ausprobieren. Angaben Lupine: 10h bei 2,5W bzw. 300lm. Die sind auf technisch nicht ganz so schweren Trails auch ausreichend.

SEO 7R
Die SEO 7R hat mich vom Verhalten er am stärksten überrascht. Sie hat bis Testende praktisch konstant ihre Leistung gehalten und 5h30 durchgehalten. Damit liegt sie deutlich über den Firmenangaben von „mind. 2h“ bzw. 5h (nach ANSI-Norm).
Im Vortest habe ich ähnliche Werte für den 3,2Wh starken Akku (4h45 bzw. 5h05, allerdings jeweils mit anderen Akkupacks (ich hatte 3 verschiedene)).

Am meisten hat mich beeindruckt, was man auf dem letzten Bild auch deutlich sieht: Die SEO war die einzige Lampe, die nach 4h noch gutes Licht geliefert hat…
(siehe Nachtrag zum Akku für die Wizard!)

Ok, wären die anderen Lampen in einer anderen Stufe getestet worden, dann wären sie bei 4h vermutlich auch noch „fit“ gewesen. Allerdings sind diese Stufen dann meist zu schwach für den Trail.
Piko: 300 lm gehen noch, Wizard mit 200 lm ist grenzwertig. Die Fenix HP12 mit 150lm ist durch den deutlichen Spot auch noch ganz ok, siehe folgende Diashow:

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Was lernen wir daraus:
a) Traue nie den reinen Herstellerangaben…
b) 200lm sind nicht gleich 200lm
c) auch günstige Lampen können sehr viel leisten
d) Augen auf beim Akkukauf!

zum Leuchtweitenvergleich                                    Zur Vergleichsübersicht

Review der Led Lenser SEO 7R Stirnlampe

Nachdem die Led Lenser Neo, die ich bereits getestet habe, mit Sicherheit nicht das Modell ist, das Led Lenser selbst für Trailruns als geeignet sieht, habe ich von der Led Lenser betreuenden PR-Agentur „Krauts“ zwei weitere -für Trailrunner besser geeignete- Lampen für diesen Test leihweise zur Verfügung gestellt bekommen. Die beiden Lampen werden nach Abschluß der Tests wieder zurückgeschickt.

Dies sind einmal das Spitzenmodell, die  Led Lenser Xeo 19R (aktueller VK-Preis €299) sowie ein mittelpreisiges Modell, die Seo 7R (aktueller Preis bei Amazon €66).
Hier soll es um die SEO 7R gehen.

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Die SEO 7R stellt das Topmodell der LED LENSER® SEO-Serie dar,trotzdem ist sie eine recht kleine Stirnlampe, die ohne Akkuteil am Hinterkopf auskommt.
Das Batteriefach befindet sich im Lampenkopf.
Die Lampe liefert max. 220 lm und ist  (inkl. Akku) bei Amazon zwischen 50 und 80€ zu bekommen.

Lieferumfang: Akku, (USB-)Ladegerät, waschbares Kopfband, Karabinerhaken (im Band integriert), Gebrauchsanweisung
LED-Technologie:
1 x High End Power LED, 1 x High End LED
Lichtstrom:
MIN 20 lm bis MAX 220 lm
Leuchtweite:
MIN 40 m bis MAX 130 m
Leuchtdauer:
MIN 2 h bis MAX 20 h
Gewicht:
93g (inkl. 3x AAA Batterien)
Preis:
89,90 Euro (UVP)

 

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Batteriefach – 3x AAA oder Akku

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Li-Ion Akku mit Micro-USB Ladeanschluß

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Bedienung über einen Schalter + Fokussierring

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links der „Karabiner“ aus Kunststoff, Stirnband mit Reflexpunkten

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gummiertes Stirnband, unten die etwas haklige Verriegelung des Batteriefachs

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Die SEO 7R besteht komplett aus Kunststoff, die Lampeneinheit selbst ist schwenkbar und über ein Flachbandkabel mit dem Batteriecase verbunden. Ob das auf Dauer die haltbarste Lösung ist…

IMG_6724IMG_6723Die Bedienung erfolgt über einen Druckknopf (am „fixen“ Teil des Lampenkopfes), sowie durch einen griffigen Fokusring an der LED.

Die Bedienung ist relativ simpel,
1x drücken: 220lm
2x drücken: 20lm
2x drücken und halten: Variabel einstellbare Leuchtstärke
3x drücken: „Automatic Dim“ (automatisches Abblenden via Sensor)
4x drücken: Blinkfunktion

Ein sehr langes Drücken (2s) schaltet die Rotlichtfunktion ein, drückt man dann nochmal kommt ein rotes Blinken.
Ein noch längeres Drücken (5s) schaltet die Transportsicherung ein.

Ist die Lampe an, wird sie durch einen Druck auf den Schalter immer ausgeschaltet. Das ist eine Charakteristik die ich persönlich nicht mag. Wenn man während eines Laufes die Leuchtstärke ändern will, dann steht man immer (kurz) im Dunkeln.
Ich bevorzuge die Version, die Lampe durch einen langen Tastendruck abzuschalten und ansonsten durch die Modi zu cyclen.

Die Lampe lässt sich wahlweise mit dem mitgelieferten 3,2 Wh Akkupack oder mit 3x AAA Batterien oder Akkus betrieben werden. Das Prinzip des Akkus hat mich von Anfang an begeistert. Der mit 22g sehr leichte Akku (leichter als 3xAAA) besitzt einen Micro-USB- Anschluß zum Aufladen  – leider habe ich es nicht geschafft den Akku „anzuzapfen“ und so als Powerpack zu nutzen, selbst mit OTG-Kabel nicht.
Auf ein extra Ladegerät kann so verzichtet werden, dazu noch ist es problemlos möglich einen zweiten Akku außerhalb des Gehäuses aufzuladen.
Ersatzakkus gibt es bei Amazon für unter €20, also recht erschwinglich. Alternativ gehen natürlich auch AAA Batterien oder Akkus.

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Akkudeckel

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Verriegelung + umlaufende Gummidichtung

Im obigen Bild sieht man die Verriegelung des Akkufachdeckels, diese benötigt leider häufig Fingernageleinsatz und etwas Kraft. Bleibt zu hoffen, dass der Kunststoff da nicht spröde wird und die Lasche abbricht.  Allerdings ist Led Lenser von ihren Produkten so überzeugt, dass sie 5 Jahre Garantie geben. Bei Onlineregistrierung verlängert sich das sogar auf 7 Jahre. Prima!

Man sieht auch die umlaufende Gummidichtung, die die Lampe zumindest vor Spritzwasser schützt (IPX4) .

Auf den obigen Bildern sieht man zwei Modelle der SEO 7R, die schwarze ist (zumindest der Seriennummer nach) das neuere Modell mit einem gummierten Stirnband und reflektierendem Aufdruck. Achtet darauf, dass neue Modell zu bekommen!

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weiß: alt, schwarz: neu

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Das weiße Modell habe ich mir übrigens nach Testbeginn selbst gekauft.

Wie trägt sich die SEO?
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Sowohl mit, wie auch ohne Buff trägt sich die SEO 7R sehr angenehm.
Das wackelt oder drückt nichts.
Die Lampe passt auch unter einen Radhelm, was sie noch universeller einsetzbar macht.
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Jetzt sind 220lm nicht wahnsinnig viel, allerdings hat die SEO eine recht gute Optik und durch die Fokusfunktion auch eine variable Ausleuchtung.

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Led Lenser SEO 7R 220 lm

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Led Lenser SEO 7R 220 lm

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Led Lenser SEO 7R 220 lm

Hier ist zwischen einer sehr breiten Ausleuchtung bis zu einem extrem starken Spot alles möglich. Die schwache Leuchtstufe mit 20lm ist eher was für die Kartenlektüre oder Notfälle.

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Wide

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Medium

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Spot

 

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Led Lenser SEO 7R 220lm – Wide

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Led Lenser SEO 7R 220lm – Medium

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SEO 7R Spot

Die 220 lm reichen für nicht ganz so technische Trails durchaus aus. Benötigt man mal mehr Reichweite, so ist der Fokus schnell erreichbar.

Im höchsten Modus (220lm) sind laut Led Lenser „mindestens 2h“ mit einem Akku möglich. Nach ANSI-Standard gemessen sind es übrigens 5h. Meine eigenen Messungen haben folgende Laufzeiten ergeben:
4:45h , 5:05h bzw. sogar 5:30h  jeweils bei 220lm! Die 2h sind also extrem untertrieben.
Durch die „automatische Anpassung“ (Stufe 3) sollte da sogar noch etwas mehr Laufzeit drin sein.

Es gibt durchaus Trailläufer die diese Lampe auf Ultras nutzen (Ich weiß von einer Läuferin die sie problemlos beim Transvulcania genutzt hat).

Dabei besonders bedenkenswert: Die SEO hält die Lichtstärke und regelt im Vergleich zu den meisten anderen Lampen nicht runter.

Was der Lampe systembedingt fehlt ist ein integriertes Rücklicht. Aber für €10 -15 gibt es da genug anklippbare Optionen (z.B. Silva Tyto). Was ebenfalls fehlt ist eine Zustandsanzeige des Akkus. Die SEO schaltet sehr abrupt ab. Da kann man auf einem Lauf mal böse überrascht werden. Allerdings sind 3x AAA oder ein Ersatzakku für die Lampe wirklich extrem klein.

Fazit:

Eine sehr kleine, leichte und verhältnismäßig günstige Stirnlampe die für Straßenläufer, aber auch für Trailrunner in technisch nicht zu anspruchsvollem Gelände gut brauchbar ist.
Der per Micro-USB aufladbare Akku hält mit ca. 5h bei 220lm lange durch und ist auch günstig nachzukaufen, dazu passen ja auch 3xAAA.
Der Akku kann auch in der Lampe geladen werden, es gibt so kein herumhantieren mit Akkuladegerät & Co.

Der Ausleuchtwinkel ist gut, durch die Fokusfunktion kann man aber auch mal schnell weitere Punkte fixieren. Die eingebaute Rotlichfunktion ist fürs Camp sicher praktisch.

Die SEO 7R trägt sich angenehm, vor allem mit dem neuen, gummierten Stirnband.
Die Abblendfunktion ist zwar lange nicht so responsiv wie die der Petzl Nao, aber „nice to have“.

Was mich an der Lampe stört ist vor allem die Schaltlogik, bei der man doch mal im Dunkeln steht und das sehr abrupte Ausschalten wenn der Akku leer ist.

Auch der Verschluss des Akkufachdeckels erscheint mir etwas hakelig und ist eben nur ein recht dünnes Kunstoffteil (zumal man den Deckel für jeden Ladevorgang öffnen muss). Allerdings bietet Led Lenser volle 5 Jahre -und bei Onlineregistrierung sogar 7 Jahre – Garantie an, da ist man also auf der sicheren Seite.

Vergleichbar ist die Lampe mit der Petzl Myo, oder der Petzl Tikka RXP.
Zumindest die Myo schlägt sie um Längen was die Praxistauglichkeit angeht.
Zur Tikka RXP kann ich leider nichts weiter sagen.

„Klein und problemlos für Straße und Trail“

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Review der Fenix HP-12 Stirnlampe

Wenn man sich die Fenix HP-12 so ansieht, so könnte man meinen es ist die Stirnbandversion der Armytek Wizard. Beide Lampen sind auch durchaus zu vergleichen.

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Die Fenix hat max 900 lm im Boost-Modus, die Armytek bietet hier 1050lm.
Im „normalen“ Power Modus bietet die Fenix 400lm, die Wizard 420lm. Beide geben hierbei eine Laufzeit von um die 4h an.
Ebenfalls gemeinsam:  Beide nutzen einen (Standard-) 18650 Li-Ionen- Akku der sich jeweils in einem mit Schraubdeckel verschlossenen Alurohr befindet.
Beide sind wasserdicht, d.h. sie vertragen auch längeres untertauchen, wenn es auch keine Tauchlampen sind (Fenix IP68 8, d.h. bis 2m, Arymtek gibt sogar bis 10m an).
Preislich liegt die HP-12 mit €64,90 (Amazon Prime, Stand 13.4.16) deutlich unter den €84,90 (Amazon Prime, Stand 13.4.16) für die Wizard. Beide Lampen ohne Akku, hier kommen für Akku + Ladegerät noch ca. €25-30 dazu (bzw. für die Wizard gibt es ein Setangebot für €99,90).

Im Unterschied zur Wizard hat die Fenix eine zweiteilige Konstruktion, mit einem Lampenkopf und einem Akkufach am Hinterkopf. Auch die Fenix kann mit CR123A Li-Ionen Batterien betrieben werden.

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Akkufach

Dreht man den Deckel des Akkufaches eine Achtelumdrehung raus, so lässt sich die Lampe nicht einschalten. Eine perfekte „Lock“-Funktion! Das gleiche gilt übrigens auch für die Armytek Wizard.

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Lampenkopf

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…mit solider Rasterung

Die Neigungsverstellung ist über solide „Zähne“ am Gehäuse geregelt, das habe ich bei keiner anderen Lampe so gut und solide gelöst gesehen. Nein, auch nicht bei Lupine (da geht es auf Reibung an einem Gummi-O-Ring…

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Schalter (rechte Seite)

Nur ein einziger Schalter, mir als Rechtshänder wäre er links allerdings lieber.

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massives Verbindungskabel

Das Verbindungskabel + Zugentlastung sehen aus wie für die Ewigkeit gebaut.

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184g inkl. Akku

Mit 184 g liegt sie gute 50g über den 132g der Armytek.

IMG_6612Die Lampe hat eine recht ausgewogene Gewichtsverteilung am Kopf, sie trägt sich prima.
Trotz des Akkufaches am Hinterkopf passt sie trotzdem unter viele (Rad-)Helme  (z.B. meinen Uvex). Je nach Helm also durchaus auch zum Mountainbiken geeignet.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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Auch mit Buff gut tragbar

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Von der Bedinung ist die Fenix HP-12 sehr simpel. Durch drücken schaltet man durch die Leuchtmodi (10lm, 50lm, 150lm, 400lm) und drückt man länger (0,5s) so schaltet sich die Lampe aus. Drück man sehr lange (2s) so kommt man zum Boost Modus (900lm).

Ich mag diese Bedienung sehr, so steht man nie ganz im Dunkeln, wenn man die Leuchtstärke ändern will.

Ausleuchtung

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Fenix liefert zwar einen recht starken Spot in der Mitte, aber an den Rändern noch ausreichend Helligkeit (zumindest bis 150lm). Der Übergang könnte zwar etwas fließender sein, aber es gibt keinen „Tunneleffekt“.

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Fenix HP-12 10lm

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Fenix HP-12 50lm

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Fenix HP-12 150lm

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Fenix HP-12 400lm

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Fenix HP-12 900lm -Boost

Die 10lm Stellung ist eher was für die Kartenarbeit oder das Lesen im Zelt. Die 50lm sind zum Joggen im beleuchteten Park durchaus schon brauchbar. Die 150lm passen auf die Straße und sind fast schon trailtauglich. Die 400lm reichen auch für technische Trails bereits gut aus. Die Boost-Funktion schaltet bald auf die normalen 400lm zurück, aber für einen kurzzeitigen „weiten Blick“ top.

Die Akkulaufzeiten nach ANSI sind mit 3h45 (400lm), 10h10 (150lm), 36h (50lm) und 145h (10lm) angegeben. Die Zeiten liegen im Bereich der Wizard, für gerade mal einen 18650 Akku bemerkenswert!

Die HP-12 besitzt keinen Blinkmodus und auch keine „Glühwürmchenfunktion“. Darauf kann ich aber auch sehr gut verzichten. Gerade der Blinkmodus nervt mich sonst immer beim durchschalten…

Leider -und das ist für mich der einzige Schwachpunkt an der Lampe- verzichtet die HP-12 auf eine Anzeige des Akkustandes. Die Lampe regelt allerdings bei sinkender Akkuleistung automatisch auf eine der niedrigeren Stufen zurück. Man steht also nicht plötzlich im Dunkeln…
Bei Armytek gibt es zumindest die Option die Wizard Pro zu wählen, diese zeigt über die farbige LED im Schalter den Akkuzustand grob an).
Es gibt bei der HP-12 keine „Warme“ Lampenfarbe.

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Wasserdicht! Und: ca. 160ccm Volumen

Fazit:

Die Fenix HP-12 ist eine Lampe die mich sehr positiv überrascht hat.

Für einen Preis unter €70 bietet die Lampe eine tolle Verarbeitung, dazu eine sehr gelungene Bedienung. Die Helligkeit ist auch für Trailrunner vollkommen ausreichend. Dazu ist die Lampe wasserdicht, robust und vermutlich auch sehr langlebig.
Die Nutzung von 18650 Akkus ermöglicht es günstig und gewichtsarm Ersatzakkus auf einem Lauf dabei zu haben.
Die Lampe sitzt prima am Kopf und stört beim Laufen absolut nicht.
Im Vergleich zur Armytek Wizard ist sie nicht ganz so variabel einsetzbar (eben nur Stirnlampe), dafür ist die Bedienung einfacher und die Lampe sitzt etwas besser am Kopf.

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