Der Frühling ist da…

Der Frühling ist da und meine Bronchitis leider auch immer noch…
Aber heute habe ich es echt nicht mehr ausgehalten und bin bei traumhaften 20°C  die 15min nach Heiligenberg gefahren, auf meinen Lieblingstrail.

Lief nach der langen Pause nicht ganz rund, aber war trotzdem genial.
8km und 215hm in ähmmm… 1h10 …
Ausbaufähig…..

Ich hoffe ich bin bis in 8 Tagen wieder komplett fit, da ist Community Run in Lichtenstein (Landkreis Reutlingen). Es sind auch noch einige Plätze frei: http://out.salomon.com/inscription/42

Ich bin mal auf die Strecke gespannt und natürlich auch auf die neuen Modelle von Salomon, vor allem den Nachfolger meines geliebten Sense Pro, den Sense Pro 2 und auch den Wings Pro 2.

Heute habe ich erst mal den Merrell All Out Trail ausgeführt. Auch ein sehr spannender Schuh!
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Traildog on Board

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Schloß Heiligenberg mit den Alpen im Hintergrund

Ausrüstung für Trailrunner -Teil 2 Pflichtausrüstung und Equipment

Nach der Bekleidung komme ich nun zum Equipment. Für Rennen gibt es ja meistens eine Pflichtausrüstung, für private Läufe muss diese Liste aber noch etwas angepasst werden.

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Hier z.B. ein Ausschnitt aus dem Reglement der Walser Trail Challenge (65km 4200hm).
Quelle: Walser Ultratrail

Hier die Pflichtausrüstung des UTMB

Beide unterscheiden sich teilweise. In manchen Punkten ist eine strenger, in manchen die Andere.
z.B. UTMB: wasserdichte Handschuhe, aber nur 1l Wasser und nur eine elast. Binde
Ulta-Trail: normale Handschuhe sind auch ok, dafür aber erste Hilfe Set und 1,5l Wasser.

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Pflichtausrüstung nach UTMB

Hier habe ich mal ein „Pflichtpack“ nach UTMB aufgedröselt.

Laufweste/ Rucksack
Obwohl nirgends vorgeschrieben, muss die Ausrüstung ja irgendwie verstaut werden. Ich habe hier meinen Salomon SLab ADV Scin Lab Hydro 12 Set. Da passt die kompette Pflichtausrüstung gut rein.
Alternativen gibt es viele, u.a. auch sehr günstige von Decathlon (z.B. Extend 10, aber es kommen 2016 wohl neue Modelle).

Trailschuhe
Hier ist die Wahl stark von Strecke, Laufstil und persönlicher Präferenz abhängig.
Siehe auch hier.
Ich habe mal beispielhaft meine Salomon Speedcross 3 GTX abgebildet (inkl. Gaitor, diese sind aber nicht vorgeschrieben).

Mobiltelefon
Ein Mobiltelefon mit eingespeicherten Notfallnummern ist Pflicht. Die Notfallnummer / Rennleitungsnummer wird bei Rennen angegeben. Bei normalen Läufen kann sollte da auch die Bergrettung und die Nummer der Hütte etc. hinterlegt sein.
Es kann sinnvoll sein, alle unnötigen Dienste (GPS, WLAN, Daten,…) auszuschalten um den Akku zu schonen. Wobei ohne GPS auch keine Ortung von außen funktioniert. Manche Apps haben auch eine „Notfallfunktion“, die den aktuellen Standort gleich an die Notrufnummer mitteilt. z.B. die (Gratis-) App „Bergtouren“ von Ortovox (iOS + Android).
Wer hier auf Gewicht bei langer Akkuleistung geht, dem kann ich ein einfaches „Riegelhandy“ empfehlen. Hier z.B. das Nokia 215 Dual Sim (neu und vertragsfrei unter €40! wiegt auch nur 80g) empfehlen.
Ein Smartphone hat dagegen den Vorteil ein (zusätzliches) GPS mit Offlinekarten dabei zu haben.
Meine Empfehlungen: Maps 3D Pro oder Map Out (iOS)
Locus Map (meine Wahl) oder Oruxmap (wer mit der Bedienung klarkommt….) (Android)
Wer sich leiten lassen will, es gibt Komoot für beide Plattformen.

Tipp: Mit dem Smartphone/ Phone/ Kamera die Wanderkarte abphotographieren oder auch die Holztafel mit den Wandertouren. Das kann man bei den heutigen Kameras weit heranzommen und es geht auch offline!

 

Trinkbecher
Ein Trinkbecher mit mindestens 150ml ist Pflicht beim UTMB.
Für einen normalen Lauf ziemlich unsinnig. Und manchmal vorgeschrieben, obwohl an den Verpflegungsposten immer noch Einwegbecher verteilt werden…
Im Prinzip eine gute Idee, aber dann bitte auch dementsprechend umsetzen.

Tipp: Praktischer und leichter als die Becher von Hydraflask ist der Eigenbau aus einer abgeschnittenen und am Rand umgefalteten „Caprisonne“.
Kostet nix, wiegt fast nix und steht auch von selbst – anderes als der Salomonbecher von Hydraflask.

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Wasserversorgung
Beim UTMB ist mindestens 1l Wasser, beim Ultra Trail 1,5l Wasser vorgeschrieben.
Ich persönlich bevorzuge Softflaschen in den Vordertaschen der Laufweste (2x 500 ml), dazu vielleicht noch eine hinten in die Weste (zumindest da würde ich eine mit verriegelbarem Verschluss nehmen, wie die eigenen von Hydraflask oder die baugleichen von Marmot). Wenn der Beißverschluss der Salomon gedrückt wird, läuft sonst alles aus).

Alternativ kann man auch eine Trinkblase nehmen.

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Entweder Blase oder Flaschen

Vorteile der Flaschen:
einfacher zu füllen, Gegengewicht zum Gewicht auf dem Rücken, verschiedene Getränke möglich (Wasser, Iso), besser abschätzbare Restmenge
der Beutel liegt etwas enger am Körper an und es geht mehr rein

Stirnlampe
Je nach Länge des Rennens sind teilweise sogar zwei Lampen vorgeschrieben, jeweils zuzüglich Ersatzakkus/ Batterien.
Teilweise können Ersatzlampe bzw. Ersatzakku auch im Dropbag hinterlegt werden.
Für die Auswahl der Hauptlampe siehe hier.
Meine Wahl ist die Lupine Piko RX 4 mit passendem Ersatzakku (hier 1800mAh Wickelakku). Eine günstigere Alternative wäre die Armytek Wizard oder die Petzl Nao..

Als Notlampe kommt die Petzl e+ Lite zum Einsatz, die beiden Ersatz – CR2032 wiegen auch nicht die Welt.

Rettungsdecke
Die ist immer vorgeschrieben und hat bei den Salomon Laufwesten bereits ein reserviertes Extrafach (teilweise auch im Lieferumfang dabei).

Pfeife
Eine Trillerpfeife für Notfälle ist auch immer Pflicht. Bei den meisten Trinkrucksäcken ist diese integriert.

Erste Hilfe Set/ adhäsive elastische Binde
Hier gibt es diverse kleine bereits praktisch vorgepackte Erste Hilfe Packs, oder man packt sich selber etwas zusammen. (Apotheke oder z.B. ein Auto-Erste Hilfe Pack ausschlachten (neu unter €10 zu bekommen).
Eine genaue Ausstattung ist hier nicht vorgeschrieben. Zusätzlich zum Standard habe ich noch Blasenpflaster, Desinfektionsmittel (gibt es auch als Tücher)  und Schmerztabletten mit eingepackt. Ja nach Region kann auch eine Zeckenzange nützlich sein.

Verpflegung
Nur teilweise vorgeschrieben, aber sicher trotzdem ein „Essential“. Für ein Rennen gilt: nur bewährte Lebensmittel und vielleicht auch was herzhaftes.
Teilweise ist hier auch eine bestimmte Kalorienanzahl vorgeschrieben.
Meine Wahl: Powergel Shots, Riegel (Chimpanzee, Clif) und getrocknete Datteln

Regenbekleidung
Zumindest eine wasserdichte Regenjacke mit Kapuze ist immer vorgeschrieben.
Daneben ist teilweise auch ein wasserdichte Überhose vorgeschrieben.
Siehe hier.
Meine Wahl: Montane Minimus Smock und Lafuma Speedtrail Pants.

Warme Kleidung
Vorgeschrieben ist ein langärmliges Shirt und eine lange Hose, zulässig sind auch Beinlinge oder eine 3/4 Hose mit langen Kompressionssocken oder Stulpen.
Beim UTMB gibt es Mindestgewichte für die langärmeligen Shirts:
180g (in M) bzw. 110g (in M) + eine Windjacke.
Die Option mit Windjacke ist vermutlich die universellere. Die Windjacke kann nicht durch die Regenjacke ersetzt werden.

Das Falke Mika-Shirt passt da mit 220g gut ins Schema. Das Craft Active Crew ist mit 107g eigentlich etwas zu leicht für die zweite Variante….
Zusammen mit dem Salomon Fast Wings Hoodie wiegt die Kombi praktsich genauso viel wie das Mika-Shirt.
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Schirmmütze oder Buff
Bei Sonne oder leichtem Regen würde ich beides empfehlen…

Mütze
eine Mütze ist eigentlich immer vorgeschrieben. z.B. die Merino-Cap aus dem DAV-Shop.

Handschuhe
Handschuhe sind ebenfalls vorgeschrieben. Beim UTMB müssen diese warm und wasserdicht sein.
Hier würde ich ein Modell von SealSkinz wählen, ansonsten kommt auch das hier vorgestellte Decathlon -Modell in Frage (zumindest wasserdichter Überfäustling).
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Das ganze lässt sich gut im 12l Laufrucksack verpacken.
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2,2 kg (ohne Wasser), sprich 3,2kg mit 1l Wasser sind ein ganz guter Wert.
Die warmen Klamotten und Regenklamotten sind dabei auch im Rucksack.

Sonstiges
Nicht vorgeschrieben,  aber empfehlenswert…

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Empfehlenswerte Zusatzausrüstung

Hier habe ich einen Zip-Loc – Beutel (1 Liter) mit diversen Accessoires.
KLOPAPIER, elastische Binde, Tape, Kabelbinder (für Notreperaturen an Rucksack, Stöcken,etc.),  Sicherheitsnadeln, Taschenmesser, Feuerzeug, Notfalllampe/ Blinklicht, Ersatzbatterien (CR2032),…

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Es ist gernerell eine gute Idee, Dinge die trocken bleiben müssen oder sollen wasserdicht zu verpacken.
Hierzu kann eine einfache Plastiktüte dienen, für kleine Dinge nehme ich die Zip-Loc- Beutel. Für Kleidung (Shirt usw.) kann man aber auch einen leichten wasserdichten Packbeutel wählen.

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51g Packbeutel ca. 4l (Obi!)

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Sea to Summit „Ultra Sil“ 2 Liter

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…gerade mal knapp 22g

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Mit Falke Mika und langen Hosen gut gefüllt, aber noch unter 490g

Stöcke
Stöcke sind nicht vorgeschrieben, in sehr steilem Terrain aber sowohl bei Auf- wie auch Abstieg eine große Erleichterung. Teilweise gibt es die Vorschrift, dass man entweder ohne Stöcke laufen oder diese immer dabeihaben muss.


Ich nutze die Leki Micro Stick Carbon, für ein Rennen kann man natürlich auch fixe Stöcke nehmen. Ich habe auch ein Paar Nordic Walking Stöcke aus Carbon vom Discounter (Aldi), die sind kaum schwerer als die Leki. Hier ist die Griffposition aber nicht variabel (kein durch Schaumstoff nach unten verlängerter Griff).
Fixe Stöcke sind – zumindest bei Salomon Rucksäcken – besser am Rucksack zu verstauen.
Bei den Lekis nutze ich eigentlich immer den mitgelieferten Beutel, den ich dann am Rucksack fixiere.
Eine andere Methode seht hier im Video.

leichte Weste
deutlich atmungsaktiver als eine dünne Windjacke ist eine Windweste. Die Gore Running X-Run Ultra Active Shell Weste wiegt gerade einmal 86g (in M).

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Gore X-Run Softshell Weste

Sonnenbrille
Auch sehr empfehlenswert ist natürlich eine Sonnenbrille, sowohl als Blend- wie auch als mechanischer Schutz (Äste etc.) für die Augen. Ich bevorzuge hier Brillen mit photochromatischen Gläsern („selbsttönend“). Dabei sollte die Grundtönung relativ hell sein, damit man die Brille im Wald nicht absetzen muss.
Ich nutze die Julbo Race bzw. die Julbo Trail. Ich würde hier das „Zebra Light“ Glas bevorzugen (Stufe 1-3), das normale „Zebra“ hat 2-4.

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Julbo Race und Trail

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Sonnencreme
Im Gebirge unbedingt! Es tut aber auch eine Probiertube, die es im Supermarkt oder bei den Drogeriemärkten für max. €1 gibt.

Karte
Eine Papierkarte bzw. zumindest ein kopierter (laminierter?) Kartenausschnitt ist sinnvoll und funktioniert auch ohne Batterien. Und wie schnell ist ein Display von Smartphone & Co kaputtgegangen?  Für den UTMB wird auch ein Handpeilkompass empfohlen („Bussole“), das halte ich aber nur für sinnvoll, wenn man auch damit umgehen kann.
Stichwort „Kreuzpeilung“…

Handheld GPS
Vielleicht weniger für Rennen mit gut markiertem Kurs, als viel mehr für den langen Lauf am Wochenende. Auf einem Handheld-GPS mit (OSM-) Karte sind Abzweigungen und Alternativrouten deutlich besser zu finden, als alleine mit dem Track auf der  GPS-Uhr.
Klar kann das Smartphone das ebenfalls, aber wenn nach 4h mit GPS dessen Akku leer ist, dann geht eben nichts mehr. Auch kein Notruf….
Ein Handheld-Gerät hält hier deutlich länger durch, meist deutlich über 12h.
Ich nutze das Garmin Etrex 30 (165g inkl. Batterien) und bin damit voll zufrieden. Das Display könnte etwas größer sein, aber es ist unter allen Bedingungen gut ablesbar. Ein e-Kompass und und barometrischer Höhenmesser sind ebenfalls an Bord. Durch den Betrieb mit 2 Mignonbatterien / Akkus kann man auch problemlos Ersatzbatterien mitführen.
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GPS-Uhr
Nachdem ich dazu schon mehr als Genug geschrieben habe, hier nur in Kurz….
Die GPS-Uhr ist für die schnelle Navigation besser geeignet als das Handgerät, ebenfalls um Pace, Höhenmeter, HF und Distanz im Blick zu behalten.
Ich würde die Fenix 3 empfehlen. Wer Geld sparen will, dem sei die Suunto Ambit 2 „Peak“ ans Herz gelegt. Diese gibt es gebraucht teilweise sehr günstig und es ist eine absolut problemlose und zuverlässige Uhr mit vollkommen ausreichender Laufzeit.

Müllbeutel
Müllbeutel sollte man immer ein paar dabei haben.
Zum einen zum wasserdichten Verpacken, aber auch ihrer eigentlichen Bestimmung folgend als Müllbeutel: #cleanyourtrails !
Mehr dazu hier.
sehr leichte Gratisversion: Die Hundetüten aus dem Spender im Park…

Taschentücher
zumindest für den normalen Run…

Glide Lube
Glide Lube oder Melkfett kann wundlaufen vorbeugen. Auf langen Strecken sollte man die Schicht erneuern. Kann man auch in ein Filmdöschen (wenn es sowas noch gibt) oder eine kleine Plastiktüte abfüllen.

Salztabletten
Für lange Rennen durchaus sinnvoll, wasserdicht verpacken!

Safty
Für die eigene Sicherheit empfehle ich ein Safety Band am Handgelenk sowie „Kitestring„. Letzteres ist eine Onlineanwendung, bei der man hinterlegt wo und wie lange man laufen will. Meldet man sich nicht zurück so versucht Kitestring einen zu kontaktieren und alarmiert ansonsten einen vorher festgelegten Kontakt. Sinnvoll!

Power Pack
Ein PowerPack kann nützlich sein, zumindest wenn man auch die entsprechenden Kabel für die Geräte mit dabei hat….
Fenix

Dokumente
Ausweis, DAV Ausweis und etwas Geld kann auch nicht schaden!

Musik
Wer gerne mit Musik läuft, hier empfiehlt sich eine Playlist mit 180bpm Songs.
Auf Jog.fm sind hier jede Menge Songs mit ihrer BPM gelistet:
https://jog.fm/workout-songs/at/180/bpm
(60 oder 90 geht im Prinzip auch), oder wie wäre es mal mit Podcasts oder Hörbüchern?

Für kürzere Läufe (und Podcasts) nutze ich mein Phone und die Plantronics Backbeat Fit BT-Kopfhörer, für Musik allerdings meist den Apple iPod Shuffle. Der ist auch während des Laufes perfekt blind bedienbar.

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Ausrüstung für Trailrunner -Teil 1: Bekleidung

Eigentlich benötigt man zum Trailrunning ja nur ein paar Schuhe mit gutem Profil.
Eigentlich….

Denn wenn die Läufe länger, die Trails technischer und das Gebiet alpiner wird, dann sieht das etwas anders aus. Wie transportiere ich mein Wasser? Bin ich auf einen Wetterumschwung vorbereitet? Was, wenn ich umknicke? Wo war nochmal der Weg?
Warum ist es auf einmal so dunkel…

Laufrucksack oder Weste, die nötige Kleidung, Erste-Hilfe-Kit, Stirnlampe, Stöcke… das sind alles Dinge die im Laufe der Zeit Einzug in den Trailläuferhaushalt finden. Vieles davon ist wirklich trailspezifisch und im „normalen“ Läuferhaushalt eher selten.

Hier mal eine Übersicht über die notwendige oder auch nur sinnvolle Ausrüstung.
Soweit ich Produkte empfehlen kann, erwähne ich diese und versuche auch in Budget und Premiumversion zu unterscheiden.
Für eine „komplette“ Ausrüstung können €400 aber auch €3000 (und vermutlich auch noch deutlich mehr) über die  Ladentheke wandern…
Nicht alles ist für einen Anfänger notwendig und vieles hängt auch vom Laufrevier und den persönlichen Vorlieben und Qualitätsansprüchen ab.

Hier in Teil 1 soll es um Bekleidung gehen. Die von mir erwähnten Kleidungsstücke kann ich (sofern nicht anders beschrieben) alle empfehlen (ja, ich habe noch deutlich mehr….)

Trailschuhe:
Stark vom Revier und Wetter abhängig – und von Fuß und Laufstil. Ich persönlich mag bei trockenen Verhältnissen den Salomon Sense Pro, im nassen den Salomon Speedcross 3. Bei hartem, wechslendem Untergrund den Saucony Xodus.

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Sense Pro – Speedcross 3- Xodus 5.0

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Xodus – Speedcross – Sense Pro

Socken:
Ein wahnsinnig wichtiges Kleidungsstück, für mich fast genauso wichtig wie die Schuhe. Ich persönlich mag eher etwas gepolsterte Socken, nicht die ganz hauchdünnen.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Salomon Mission und Fast Wings, sowie den Gore X-Running gemacht. Die Falke Achilles mag ich ebenfalls gerne, die Stimulierung der Achillessehne funktioniert, allerdings bekommen die Socken hier schnell Löcher seitlich am Fersenteil.
Aktuell habe ich CEP- Kompressionsstümpfe im Test (Run Socks 2.0), über die Erfahrungen werde ich euch berichten.

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Shorts:
Trailrunner setzen häufig auf Shorts statt auf Tights, dafür gibt es aber eher ästhetische Gründe.
Mir sind folgende Aspekte an einer Laufhose wichtig:

  • gute Innenhose, die nicht reibt, alternativ gute Sportunterhosen
  • verschließbare Tasche (RV) für den Auto-/Hausschlüssel
  • Taschen für Gel etc. sind für kurze Läufe nett
  • „Doppelshorts“ mit verbundener Innentight kombinieren Look und Passform

Gute Erfahrungen habe ich mit den Salomon S-Lab Exo Shorts und Exo Tights gemacht.
Gemeinsam haben beide extrem viele Taschen für Gels, Smartphone, Schlüssel, aber auch kleinen Softflasks (bis 250ml). Leider besitzt keines der Fächer einen Reißverschluss.
Die Taschen befinden sich im Bund.
Von Inov8 mag ich die Race Elite 210 Trail – es gibt da aber auch kürzere Versionen.
Die Laufshorts Baggy Kapteren Trail von Decathlon bieten zwar nicht viele Taschen, aber tragen sich auch sehr angenehm, dazu kosten sie unter €20.
Seit diesem Frühjahr gibt es da auch einen Nachfolger mit mehr Taschen.

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Tights
Wenn es kälter wird, dann sind lange Hosen gefragt, neben Tights gibt es hier auch weniger eng anliegende Versionen.
Gute Erfahrungen habe ich mit der Gore X-Run Ultra SO Light Tights 3/4 gemacht, einer 3/4 Tight aus dünnem und recht wind- und wetterfestem Windstoppermaterial gemacht. Die Hose hat neben einer RV-Tasche sehr üppige Seitentaschen am Oberschenkel (für Gels, aber auch das Smartphone).
Von The North Face habe ich eine ähnliche 3/4 Tights (Flight Series), ebenfalls mit Seitentaschen.

Als lange Hose nutze ich meist die Kalenji Thermo Elioplay Tights von Decathlon, die ist warm genug für den Winter und hat einen elastischen Beinabschluss statt der üblichen Reissverschlüsse, die leider häufig sehr defektanfällig sind.
Die Kiprun Laufhose von Decathlon ist eine sehr dünne, superleichte, dafür etwas weitere lange Hose, die ich mir sehr gut für die Übergangszeit vorstellen kann. Aber evtl. ist der Stoff etwas dünn für Trails mit Brombeer- oder sonstigem Gestrüpp.

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Unterhose
Unter der Tights braucht es eine Unterhose, da sie im Gegensatz zu den kurzen Laufhosen keine Innenhose haben. Hier mag ich die Kalenji Bodyskin Lauf- Boxershorts oder die Under Armour HG Comp Short, diese ist noch etwas länger geschnitten.
Für lange Läufe wird aber in jedem Fall noch BodyGlide Hautschutz oder Melkfett aufgetragen. Ein „Wolf“ macht keinen Spaß…
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Shirt
Bei warmem Wetter tut es ein Sportshirt, je nach Geschmack kann es in lässiges T-Shirt sein, oder ein eng anliegendes Sportshirt. Hauptsache es reibt nicht und ist gut atmungsaktiv. Hier finde ich die Unterschiede nicht so riesig, aber es sollte natürlich kein Baumwoll-T-Shirt sein. Empfehlen kann ich das Kalenji Cardio Shirt, das ich hier vorgestellt habe und auch das normale Kalenji-Shirt (sehr dünn, ideal für den Sommer), beide von Decathlon.
Im hochpreisigeren Segement mag ich die Laufshirts von Salomon, The North Face („Better than naked“) und Falke. Ein RV am Kragen kann für die Belüftung angenehm sein, er kann aber auch reiben. Vor allem, wenn er dem Brustgurt der Laufweste in den Weg kommt. Daneben gibt es noch Shirts mit verstärkten und gummierten Schulterbereichen, was für einen Rucksack ganz vorteilhaft sein kann.

Natürlich kann man aber auch ein normales Radtrikot nehmen. Für Läufe ohne Rucksack hat man da noch zusätzlichen Stauraum. Mit Rucksack stören die Taschen eher.

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Langes Shirts
Auch hier gilt das Selbe wie beim Shirt. Ob „Ärmellöcher“ für die Daumen notwendig sind, weiß ich nicht. Handschuhe ersetzen können sie nicht. Bei schlechtem Wetter sind sie aber angenehmer als keine Handschuhe…

Hier gibt es von hauchdünnen Sommershirts, die eher gegen die Sonne schützen (Gore Ultra Shirt Lang X-Run), über dünner Unterwäsche (Craft Active Extreme Crew, Falke Athletic Hoody) bis hin zu dicken (Winter-)Shirts wie dem Falke Running Pullover Mika alles. ich mag es eher eng anliegend und sehr atmungsaktiv.

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Arm-/ Beinlinge
Alternativ zum langen Shirt und den Tights gibt es auch die Option Arm und Beinlinge zu nutzen. Diese sind deutlich variabler. In den kühlen Morgenstunden mit den Armlingen starten und dann einfach runterrollen ist eine Option.
Bei den Beinlingen (es gibt auch reine Knielinge, die ergeben dann sozusagen 3/4 Tights) sollte die Gummierung aber sehr gut sein, damit sie nicht während des Laufens rutschen. Meist findet man Arm- und Beinlinge für Radfahrer, diese kann man natürlich auch nehmen.


Kopfbedeckung
Je nach Wetter laufe ich im Sommer mit Cap, Bandana, Buff oder Stirnband. Das ist eigentlich Geschmackssache. Die Cap schützt die Augen vor Blendung und das Gesicht vor Sonne, Das Bandana etwas das Genick und Buff oder Stirnband verhindern besser, dass Schweiß in die Augen rinnt.
Mützen mit Membran bzw. solche aus Softshell schützen auch ganz passabel vor leichtem Regen (z.B. Gore Running  Active Shell Cap Air).
Ich habe die Montane Robo Cap- eine Mütze aus Softshell mit extra Gummierung an der Stirn für eine Stirnlampe und eine wasserdichte und faltbare Mütze chinesischen Ursprungs (Link ), daneben noch diverse dünnere Sommercaps.
Ein Buff geht natürlich immer, und funktioniert auch als Mützenersatz, Haarband oder Schweißband.
Als reines Stirnband habe ich das X-Bionic Headband, das zwar aussieht wie ein zu heiß gewaschener Socken, aber sehr funktional ist und angenehm kühlt.

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Windjacke
dünne Windjacken wiegen fast nichts (<120g) und passen auch noch in die Taschen einer Laufhose oder in jeden Trinkrucksack.
Sehr fein: Salomon Fast Wing Hoodie (90g), aber auch das Montane Featherlight Trail Jacket (107g) ist prima. Es ist nochmals etwas atmungsaktiver, hat dafür aber keine Kapuze.

Beide Jacken sind reine Windjacken, leichter Regen ist aber für eine gewisse Zeit ok.
Dafür sind sie eben ultraklein, ultraleicht und sehr atmungsaktiv.
Einen ähnlichen Nutzen haben Laufwesten, extrem klein ist z.B. die Gore Running Wear Laufweste X-Run Ultra AS Light aus Gore Tex Active Shell. Die ist regendicht und passt in jede Tasche.

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Wetterschutz
Wird das Wetter schlechter, so muss etwas regenfestes her, also eine Jacke mit Membran.
Teilweise sind die nicht wesentlich schwerer als die Windjacken (150 -250g). Das Packmaß ist aber größer und die Atmungsaktivität schlechter.
Sehr atmungsaktiv sind z.B. das Pearl Izumi Ultra Barrier WxB Jacket (Test  hier ) und auch das Montane Minimus (hier als „Smock“, also Schlupfjacke) Test hier.

Auch von Kalenji gibt es hier günstige und gute Alternativen, z.B. die Quechua Mountain Trail. Die besitzt seitlich komplett durchgehenede RV, das ist toll für die Lüftung, treibt das Gewicht aber auf 300g hoch.
Generell: Je mehr Ausstattung (Reißverschlüsse, Taschen, verstellbare Kapuze, Kapuzenschirm,…) umso schwerer die Jacke.
Für wirklich starken Regen (oder aber als Pflichtausrüstung) gibt es auch leichte Regenhosen, z.B. die Lafuma Speedtrail Pants.

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bei Kälte
Kälte ist kein Grund nicht laufen zu gehen. Es ist aber wichtig die richtige Balance zwischen genügend Wärme und genügend Atmungsaktivität zu finden.
Ich laufe meist mit der Gore Running X-Run Ultra SO Light -Jacke, ( Test hier), die ist warm genug, atmungsaktiv, regenabweisend und hat vor allem 3 große Taschen!
Darunter, je nach Temperatur ein langes Shirt (z.B. Falke Mika wenn es kalt ist), oder auch nur ein T-Shirt.
Bei Temperaturen weit unter 0°C kann man auch eine Daunenjacke mitnehmen, die man bei Pausen anzieht. Zum Laufen ist das eher nichts.
Wichtig sind auch Handschuhe, Mütze und Halsbedeckung.
Gute Erfahrungen habe ich mit den Kalenji -Evolutiv Handschuhen mit ausklappbaren Fäustlingen (Test hier) und  den wasserdichten Sealskinz-Hanschuhen gemacht.
Als Schutz für den Hals nutze ich einen Buff aus Polartec Fleece, oder wenn ich eine Kapuze wünsche den Buff windproof Hoodie (Test hier).
Bleibt noch die Mütze, wenn es wirklich kalt ist bevorzuge ich die wasserdichte SealSkinz Mütze (Test hier), wenn es wärmer ist, dann eine dünne Laufmütze.

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Gaitor
auch noch irgendwie Bekleidung. Die Gaitor schließen die Schuhe nach oben hin ab und verhindern, dass Sand, Steinchen oder Schnee in die Schuhe gelangt.
Hier habe ich die Salomon Gaitor bzw. die von Gore im Einsatz.
(Vorstellung hier)

Soviel erst mal zum Thema „Bekleidung für Trailrunner“.
Wie ihr seht habe ich -wie vermutlich viele- bevorzugte Marken, die ich immer wieder kaufe.
Marken die mich qualitativ eigentlich noch nie enttäuscht haben sind Salomon, Gore und -vor allem auf das Preis-Leistungsverhältnis bezogen- Decathlon mit Kalenji und anderen Hausmarken.

In Teil 2 wird es um die Ausrüstung gehen (Laufrucksack, Stöcke,…) und auch um das Thema „Pflichtausrüstung“.

Traillauf im Donautal

Heute habe ich die Chance genutzt und bin mal wieder im Donautal Laufen gewesen.
Grob gesagt eine schöne Runde oberhalb Gutenstein und Thiergarten.

Irgendwie ist das typisch, da wohnt bzw. arbeitet man in einer Region wo andere Urlaub machen, sei es nun das Donautal oder der Bodensee – und doch nimmt man sich kaum die Zeit beides zu genießen…

Nun ja, heute hatte ich riesiges Glück mit dem Wetter. Auf dem Trail angekommen kam sogar noch die Sonne raus. Darum hier ein paar Impressionen und auch etwas Werbung für diese wunderschönen Trails. Teilweise sehr schmal relativ ausgesetzt, dazu Steine, kleine Felsen und Wurzeln. Fast schon alpine Verhältnisse, was die Lauftechnik angeht.

Ah ja, am Ende standen 11,2km und 415 hm auf der Uhr.

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Donaufelsengarten – Premiumwanderweg

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Wege gibt es in allen Variationen. Kleine Steine, große Steine, Waldboden, Laub, Wurzeln,…

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Dazu die ersten Strahlen der Frühlingssonne…

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Happy birthday…

candle-1513225Auf den Tag genau vor einem Jahr, am 17.3.2015, habe ich an dieser Stelle meinen ersten Blogbeitrag geschrieben. Zeit um zurückzublicken und auch eine kleine Vorschau zu wagen.

Viel hat sich getan. Nachdem der Blog in den ersten Monaten eher spärlich von mir befüttert wurde,  sind es nun doch ein paar Beiträge pro Woche und so soll es weiter gehen.
Neben dem „Gastauftritt“ in Thomas „Running-Podcast“ vor einem guten halben Jahr, bin ich inzwischen auch bei Facebook, Twitter, Google+ und mit einem Youtube-Channel aktiv. Dazu kommt auch noch die „Ich bin trailgierig“-Gruppe bei Garmin Connect.
Vermutlich darf diese Seite in dieser Woche ihren 20.000 Besucher begrüßen. Eine Zahl die ich mir am Anfang kaum vorstellen konnte und  die Zahlen steigen kontinuierlich.

Was ich vorhabe…
Eigentlich will ich euch in Zukunft mehr Informationen liefern. Es soll mehr Produkttests und Produktvorstellungen geben, dazu auch mehr Tutorials, z.B. zur Bedienung der Garmin Fenix 3.
Ich würde gerne auch etwas mehr über die Sporternährung und Trainingsmethoden machen.

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Was wünscht ihr euch?

Lieber kurze „Statusberichte“ über meinen Trainingsverlauf und mehr Privates?
Lieber mehr Test und weniger Privates?
Vielleicht einen Podcast?
Tutorials als PDF zum runterladen?

Bitte nehmt doch an der folgenden Umfrage teil

 

 

WorkItOut! Tabata-App für Garmin iQ

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Bisher habe ich für mein TRX/ Core-Training immer die Tabata-App („Timer“) auf dem iPhone genutzt. Die wurde jetzt durch die WorkItOut-iQ-App ersetzt.

 

 

 

 

Hier mal mein Training von heute:

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Ich denke mal für ein Core-Workout ganz ok. Aktuell noch grippegeschwächt, daher nur 2 Durchgänge. In Zukunft sind drei angedacht.

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Toll gefallen mir:

  • Optischer HF-Verlauf
  • Ankündigung der nächsten Übung in der Ruhepause
  • Restzeit Übung/ Restzeit gesamt – als Zahl und graphisch (weißer Block, bzw. weißer sich füllender Ring)
  • man hat einen sehr guten Überblick über dir restliche Zeit und Übungen
  • Zahl der Wiederholungen einstellbar

Eine tolle App, die bei mir den „Tabata“-Wecker auf dem iPhone ersetzt.

Für mich ein Musterbeispiel was eine iQ-App auf der Garmin leisten kann.

Kleine Kritikpunkte:

  • Fängt bei App-Auswahl sofort an aufzuzeichnen
  • Aufzeichnung ist „nicht klassifiziert“ (lässt sich natürlich im Nachhinein wieder ändern)
  • keine Extrapause zwischen den Wiederholungen einstellbar