Workoutplanung mit der Fenix 3

Im Rahmen meiner Vorbereitung auf den (Beurer-) Halbmarathon in Ulm (im Rahmen des Einstein-Marathons), habe ich in meinem Trainingsplan natürlich auch einige Intervalle zu absolvieren.

Bei der Fenix 3 funktioniert das folgendermaßen…

Zum einen lassen sich einfache Intervalle direkt über die Uhr eingeben, das ist aber weder besonders bequem, noch hat man eine große Auswahl. Viel schöner und umfangreicher geht es über die Connect-Website.

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Trainingsplanung mit Connect

Hier z.B. mein langer Lauf für kommenden Samstag.
Gestern standen hingegen Intervalle auf dem Plan, hier die Darstellung über die Connect (iOS)-App. In dieser lassen sich leider keine Workouts erstellen (wie bei Suunto Movescount), nur ansehen und auf die Uhr schicken. Ach ja, das „Ausfahren“ ist nicht auf meinem Mist gewachsen, das ist wohl bei Garmin irgendwie aus den Rad-Workouts rübergeschwappt.

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Trainingsdarstellung in iOS

Die Zeiten, HF-/ Pacewerte und Distanzen sind natürlich frei einstellbar.

Es lassen sich natürlich auch mehrere Trainings/ Workouts erstellen:

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Wenn man das Training auf der Uhr startet (anders als bei Suunto wird hier nicht gestartet und im Anschluss dann das Workout gewählt, sondern man wählt zuerst ein Training, entscheidet sich für die Sportart (Laufen, Traillauf, Indoorlauf) und startet dann die Aktivität.

Die Uhr guidet dann durch das ganze Training:

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Die „Trainingsseite“

Hier: noch 0,52km von gewünschten 3km und mit 5:17 in der angestrebten Pace.

Wenn man den Zielbereich verlässt, warnt die Fenix 3 mit Pieps und Vibration (wenn man im falschen Bereich bleibt macht sie das alle ca. 10-20s).

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5:08 ist zu schnell (orange bei zu schnell bzw. zu hohem Puls)

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5:36 ist zu langsam (blau bei zu langsam/ zu niedriger Puls).

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Beim Auslaufen wählt die Uhr (automatisch!) andere Datenfelder, hier Puls oben (weil ich einen Pulsbereich angegeben habe) und unten den Timer – hier hochzählend, weil ich „Auslaufen bis Lap gedrückt wird“ gewählt habe. Ansonsten läuft der Timer z.B. von 10min runter.

Mir erscheint das sehr ausgereift, gerade auch weil die Uhr die passenden Datenfelder automatisch anpasst (Distanz bei streckenorientierten, Zeit bei zeitorientierten Läufen usw.). Leider werden aber nur immer 2 Datenfelder angezeigt, es wäre schön, wenn z.B. zusätzlich zu Pace und Distanz  noch die Herzfrequenz dargestellt werden könnte. So muss man eben auf eine der anderen Seiten wechseln. Die „Trainingsseite“ ist übrigens immer die (neue) erste Seite, die anderen sind natürlich genauso anwählbar wie immer und die Warnungen kommen auf den anderen Seiten genauso.
Wird ein neuer Abschnitt angefangen, so wechselt die Uhr automatisch auf die „Trainingsseite“ zurück.

[OLD] Review der Garmin Fenix 3

Dies ist ein Update des ursprünglichen Test vom März. Einige Parts habe ich übernommen, Probleme und Änderungen sind eingepflegt (Stand 15.8.15).
Dieser Test ist noch Stand 15.8.2015. Inzwischen sind einige Firmwareversionen und Updates für die Fenix 3 gekommen. Die Meisten der hier beschriebenen Probleme sind inzwischen gelöst, bzw. waren durch eine  Hardwarefehler meiner Uhr bedingt. Diese wurde inzwischen (im Dez 2015) von Garmin getauscht und funktioniert nun tadellos.

Hier geht es zur aktuellen Review, diese wird auch kontinuierlich erweitert und aktualisiert. Die „dauerhaften“ Teile dieses Beitrages sind dort ebenfalls eingeflossen, der Blogbeitrag hier hat also nur noch „historische“ Bewandtnis!

Nachdem ich die Fenix 3 nun seit 5 Monaten besitze, hier nun meine Review der Uhr.
Die Fenix 3 ist eine Outdoor- GPS – Pulsuhr gepaart mit einem kleinen Schuss „Smartwatch“ und „Activity Tracker“.
Aufgrund des zeitnahen Erscheinens kommt immer die Frage nach dem Vergleich zur Applewatch auf, aber die Uhren sind für völlig verschiedene Zielgruppen gemacht.
Auch wenn die Applewatch etwas in Richtung Fitness geht, und die Fenix 3 etwas in Richtung „Eleganz“, so sind sie doch meilenweit voneinander entfernt.
Die „smarten“ Funktionen der Fenix sind nur schwach ausgebildet, genau wie die Outdoor – und Sportfunktionen der Applewatch, aber dazu später mehr.
Die Fenix 3 steht eher in Konkurrenz zur Suunto Ambit 3 (evtl. auch zur Suunto Traverse) bzw. der Polar V800.
Die Fenix 3 ist Nachfolger der populären Fenix – Reihe, wobei die Vorgänger auch noch im Handel erhältlich sind.
Mit €499 (inklusive Brustgurt) bzw. €449 (ohne HF) ist sie nicht gerade billig, aber wirkt dafür auch sehr wertig.
Wahlweise mit heller Lünette und rotem Gummiband oder grauer Lünette und schwarzem Band.
Es gibt sie auch als Version mit Saphirglas und Stahlband (€559 und €599).
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Die Fenix 3 ist eine große Uhr, genau wie die anderen Konkurrenten am Markt (die Suunto Ambit- Reihe), allerdings ist sie sehr leicht und trägt sich daher recht gut.
Im Vergleich zu den 140g einer „klassischen Taucheruhr“ (die ich sonst meist trage), ist sie sogar extrem leicht.
Soviel zu den Usern, die über die 82g bereits meckern. Übliche Diver am Stahlband wiegen so zwischen 120 und 250g, die merkt man…
Hier die Maße:
Breite Lünette 50,5mm
Breite  (inkl. Knöpfe) 54mm
Bandanstoß: 26mm (geschraubt mit Torx)
Lug to Lug -Abstand (=Länge): 58mm
Höhe: 16mm
Die Suunto Ambit hat ähnliche Abmessungen, ist aber 2mm dicker und wirkt deutlich weniger elegant (zumindest die „normale“ Ambit, die Ambit S ist genauso dünn). Auf meinen Bildern seht ihr meine „alte“ Suunto Ambit 1 zum Vergleich.
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Leider findet man im Netz wenig gute Reviews, wobei ich die von DC Rainmaker und Pocketnavigation  hier positiv erwähnen will.
Die Uhr ist offiziell seit dem 15.3. auf dem Markt.
Die Bedienung von Fenix und Suunto ist eigentlich ähnlich, nur die Knöpfe sind leider völlig anders belegt. Das Wechseln zwischen den Uhren fällt darum schwer. Suunto verfolgt bei den Sportanzeigen eine etwas andere Philosophie, hier (zumindest Ambit 1) legt man 2 Felder fest und kann das untere noch „durchschalten“ (max. 5 Ansichten). Bei Garmin kann ich 8 Seiten festlegen, die sind dann aber fix.
Was mir an der Fenix 3 gut gefällt…
  • das Display (e-Ink soweit ich weiß) ist sehr gut bei hellem Licht ablesbar
  • die Bedienung ist ziemlich logisch und intuitiv
  • die Uhr hat eine extreme Funktionsvielfalt und üppige Ausstattung
  • die Ansichten der Sportarten (hier „Apps“ genannt) geht auf der Uhr und sogar während der Aktivität (das kann die Suunto Ambit nicht, hierfür braucht es mindestens die Movescount-App)
  • durch die WLAN Konnektivität kann eine Aktivität ohne PC/ Smartphone mal schnell gesynct werden
  • Anzeige von Benachrichtigungen ist gut gelöst und schnell verfügbar (und nicht im 3. Untermenü wie bei der Ambit 3)
  • der Import zu Runtastic ist problemlos (per Plugin) und auch zu Movescount funktioniert per App (Tipp: MX Activity Mover)
  • der Fitness – Tracker zeigt auf einen Blick Schritte, Ziel, Kalorien und km an
  • der Schlaf Tracker  ist auch nett
  • die Fenix ist deutlich eleganter als die Suunto Ambit und dadurch (und durch die geringere Bauhöhe) auch gut im Alltag zu tragen
  • es gibt für die Fenix  Ersatzbänder in div. Farben und Ausführungen (Gummi in gelb, grün, rot, blau und schwarz, dazu ein schwarzes Lederband und ein langes Stoffklettband (z.B. über den Skianzug). Die Bänder sind mit 20 -25€ recht erschwinglich, und Standard 26mm Uhrenbänder (z.B. Nato bzw. Zulustraps) müssten ebenfalls möglich sein.
  • Live Track – Funktion (wobei hier in der Gegend teilweise extrem schlechtes Handynetz ist, so dass das Tracking häufig aussetzt)
  • die Batterielaufzeit ist lang, allerdings kommt sie nicht an die Laufzeit der Suunto Ambit 3 (Peak) ran. 50h im Ultratrac Modus, 20h im GPS Modus und bis 6 Wochen im Uhrenmodus (hallo Applewatch: so geht das!). Bei ca. 1-2h GPS Betrieb pro Tag verliert der Akku vielleicht 10-15% täglich.
  • die Fenix ist auch während der Aufzeichnung einer Aktivität aufladbar. Also den dünnen Hub und ein USB-Powerpack auf den Ultrarun mitnehmen…
  • ein riesiger Vorteil gegenüber der Amibit ist der Vibrationsalarm (Benachrichtigungen, Alarme,…)
  • Farbdisplay mit hoher Auflösung und ohne (!) Touchscreen. Daduch keine Probleme im Wasser oder bei Regen. Die Druckknöpfe funktionieren immer, auch mit Handschuhen.
  • die Fenix bietet eine sehr detaillierte Laufanalyse (Kontaktzeit, usw.). Ob das nötig ist? Keine Ahnung! Was mir die 7,8cm vertikale Bewegung jetzt sagen und die 270ms Bodenkontaktzeit? Ich kann die Werte nicht einordnen, aber vielleicht kann man später mal einen Verlauf erkennen.
  • die Musikfernbedienung fürs Smartphone ist nett (aber während einer Aktivität mühsam zu erreichen)
  • die Karte kann bei allen Sportarten eingeblendet werden (bei der Ambit geht das nicht so einfach).
  • Die Garmin Connect – Seite ist gut konfigurierbar und bietet Challenges usw.
  • Die Apps können auf der Uhr selbst eingerichtet werden, es ist kein Problem während eines Laufes ein Datenfeld auszutauschen oder sonstige Veränderungen vorzunehmen.
  • Die App (iOS) ist gut aufgebaut und bietet sehr viel an Informationen und Einstellmöglichkeiten, wobei hier der Schwerpunkt auf „Information und Auswertung“ liegt, Workouts (wie bei Suunto Movescount) oder Strecken können hier nicht neu erstellt werden.
  • Frei anpassbares Display (Analog, Digital, Farben, Infos, Darstellung, diverse iQ-Watchfaces,…)
  • Das Bedienungskonzept der (Sport-)Apps ist anders als bei Suunto, dort werden die oberen 1-2 Datenfelder festgelegt, durch das untere kann man durchschalten (bis zu 5 weitere Datenfelder).
    Hier legt man sich vorher auf die Datenfelder (bis zu 4, mehr nur mit iQ-Apps) fest, kann die Seiten dafür aber hoch- und runterschalten (bei Suunto nur runter). Bei Suunto vergesse ich manchmal auf welcher Seite ich im Untermenü ein bestimmtes Datenfeld versteckt hatte. Dazu sind auch graphische Felder (ein paar eingebaute und viele iQ-App-Felder) möglich.
  • Die Uhr hat (nur) ANT+ (BT4.0 dient ausschließlich zur Synchronisation mit dem Smartphone). Allerdings bevorzuge ich ANT+ vor BT, da man auch mehrere Geräte mit einem ANT+-Sensor koppeln kann. Bei BT geht das nicht (zumindest noch nicht). So kann ich beispielsweise meine Garmin Virb Actioncam (HF wird kann dann im Film eingeblendet werden) oder mein Garmin etrex 30 mit dem Brustgurt gleichzeitig pairen. Auch die Suunto Ambit 2 kann noch mit dazu gepaart werden. Erst die Ambit 3 (und die Polar V800) setzt auf BT 4.0.
  • Die automatische Beleuchtung bei „Handgelenksdrehung“ ist super!
  • Sehr gelungene Trainings-/Workoutplanung (siehe hier)

Leider hat die Uhr auch viele Schwachpunkte.

  • Hauptkritikpunkt, der sich im Laufe der Zeit (nicht nur bei mir) herausgestellt hat, sind die iQ-Apps, vielmehr die mangelnde Qualitätskontrolle der Apps. Viele bringen die Uhr (reproduzierbar) zum Einfrieren oder Reboot. Leider benutzt Garmin ihre User als Betatester, auch bei der offiziellen Software und Firmware sind noch viele Bugs drin. Aktuell ist immer noch keine Navigation  möglich, ohne dass die Uhr abstürzt (FW 4.4).
    Leider sind bei einem Restart manchmal die Tagesschritte weg, dazu vergisst die Uhr dann häufig die iQ-Datenfelder (diese werden dann in den Sportapps durch „Timer“ ersetzt. Einfach wieder die App dort einsetzen geht dann meist auch nicht, da die Uhr „denkt“ dass das IQ-Feld noch installiert ist – und mehr als 2 iQ-Felder sind pro Sportapp nicht zulässig. Da hilft dann nur die entsprechenden Felder zu deinstallieren und dann wieder zu installieren.
    Das einzig positive dabei: die Daten der Aktivität sind mir dabei noch nie verloren gegangen, die Uhr unterbricht die laufende Aktivität und diese lässt sich nach dem Neustart dann wieder fortsetzen. Dank Vibration bemerkt man das auch. Ein kleines Stück Aufzeichnung fehlt dann natürlich.
  • das Display ist zu dunkel und kontrastarm bei Indoorbetrieb (das „weiß“ ist sehr dunkel),  hier ist die Ambit deutlich besser ablesbar. Draußen ist die Fenix eher im Vorteil. Beleuchtet ist es bei Beiden kein Problem. IMG_1235IMG_1230
  • die iQ-Connect- Apps von Garmin sind nur sehr eingeschränkt nutzbar. Dies liegt an 2 Faktoren: Die Anzahl der Apps auf der Uhr ist stark begrenzt und die Uhr bietet maximal 512 kb (ja: Kilobyte!) freien Speicherplatz.
    Es können insgesamt nur maximal 16 Apps, Watchfaces, Datenfelder und Widgets auf einmal auf der Uhr sein – und da sind die installierten Apps (Trailrunning, Laufen, usw. schon dabei). Wenn man also ein paar Sportarten braucht kann man kaum mehr was anderes installieren. Ich hatte z.B. zwei Apps, ein Widget, 7 Datenfelder und 5 Watchfaces installiert, damit ist die Uhr voll (noch 176kb Restspeicherplatz, aber kein „Platzhalter“ mehr frei). Zur Veranschaulichung: ein Datenfeld braucht 3 – 9 kb, Clocks 14-40 kb, Apps bis 150 kb
    Inzwischen habe ich gerade mal 2 Datenfelder und eine App installiert, einfach weil die meisten anderen die „nett“ sind auf der Uhr nur  unzuverlässig laufen.
    Die Uhr bietet zwar anscheinend noch mehr Speicherplatz, dieser ist aber wohl für internen Gebrauch und Routen (Garmin Base Camp erkennt 24MB als frei an, aber nachdem ich mal einige Routen draufgespielt hatte hing die Uhr komplett).Aufgrund des eingeschränkten Speichers erwarte ich keine Wunder was die Komplexität der Apps angeht. Es war zwar mal eine App von Kommoot angekündigt (Navigationsfunktion), aber die wird wenn überhaupt nur mit angeschlossenem Smartphone funktionieren.
  • die Benutzung von Connect (Web) ist eher mühsam und geht bei mir auch manchmal gar nicht erst auf, oder bringt „Seite nicht gefunden“.
    Das liegt zwar sicher auch an meiner sehr langsamen (1MBit) DSL-Leitung, aber Suunto Movescount geht immer auf.
    So brauche ich manchmal 15 min bis ich das TCX-File des aktuellen Laufs endlich mal heruntergeladen habe (ich verwalte meine Aktivitäten in RubiTrack3 )
  • die Aktivitätsseiten der Sportarten („Apps“) können nur auf der Uhr eingerichtet werden. Bei der Ambit können Sie dagegen nur in der PC oder Smartphone-App eingerichtet werden. Ich würde mir ein „sowohl als auch“ wünschen.
  • kein Basiskarte trotz Farbdisplay (ok, Garmin will die Epic auch verkaufen!), in Anbetracht des Speichers auch verständlich. Wer das will, dem würde ich ein zusätzliches Garmin etrex anraten, da ist dann der Bildschirm auch vernünftig groß.
  • die Pulsübertragung im Wasser wie bei der Ambit 3 geht nicht (wobei mir das z.B. per Wahoo Tickr -HF-Gurt ersetzbar wäre)
  • Aktuell ist keine Routennavigation möglich, die Uhr stürzt nach dem Aufruf einer Route (meist) ab. Der Fehler tritt schon seit einigen FW-Versionen auf.
  • Der Ansatz von Garmin sich auf die „Schritte“ zu spezialisieren ist einerseits nett („Challenges“), aber es ist auch etwas nervig, wenn man nach einer mehrstündigen Radtour offensichtlich noch „zu wenige Schritte“ gemacht hat – und damit faul war. Suunto geht den sinnvolleren Ansatz über den Kalorienverbrauch. Hiermit sind allerdings keine Challenges möglich (da der Kalorienverbrauch von Größe, Gewicht und Geschlecht abhängig ist). Bliebe als Mittelweg so etwas wie die Fuel Points von Nike.
  • Die Genauigkeit der Pace lässt in bewaldeten Gebieten zu wünschen übrig ( das macht die Suunto Ambit 3 aber auch nicht besser), auch die Autostart- Autostopfunktion spricht viel zu früh an (normales Aufwärtsgehen im Wald: Autostop), hier sollten ja eigentlich der Beschleunigungssensor integriert sein, offensichtlich ist er es aber nicht. Die Uhr verlässt sich wohl voll auf das GPS-Signal.
  • Die Erholungszeit hat bei mehreren Aktivitäten pro Tag Probleme, sie addiert dann teilweise nicht auf.
  • Manche graphischen Darstellungen gibt es nur als (meist wackelige) iQ-Apps. So z.B. den HF-Verlauf oder den Höhenverlauf (beides hat die Ambit), auch eine schöne graphische Anzeige des HF-Bereiches fehlt, bzw. wurde nur per iQ-Datenfeld realisiert.
  • Akkulaufzeit etwas geringer als bei der Ambit 3 (siehe hier)
    Dazu lässt sich leider (noch?) keine „mittlere“ Aufzeichnungsrate wählen. Die Uhr nimmt entweder im 1s -Modus die Position auf (laut Garmin bis 20h Laufzeit ) oder im UltraTrac (alle ca. 90s, bis 50h Laufzeit). Letzterer Modus ist eigentlich nur noch zum Wandern geeignet, sonst stimmt weder Track noch Position, von der Pace ganz zu schweigen.
    Suunto liefert auch eine noch brauchbare Mittelstellung (5s) und dabei dann 30h (Ambit 3 Peak) bzw. 15h (Ambit 3 Sport), daneben auch noch einen 60s -Modus mit sagenhaften 200h (Peak) bzw. 100h (Sport).
    Was Ultras angeht, ist Suunto so deutlich im Vorteil.
    Bei der Fenix kann man aber immerhin die Uhr inkl. Ladeschale am Arm tragen und sie so während des Ultras per Akkupack laden – und gleichzeitig auch noch benutzen!  Das ist bei der wackeligen Klemme von Suunto nur schwer vorstellbar.

    Laden "on the run"...

    Laden „on the run“…

    Das sieht zwar auch „Ultra-Blöd“ aus, aber funktioniert gut. Der Ladestrom reicht auch locker aus um die Uhr während einer GPS-Aufzeichung noch recht schnell komplett zu laden. Hier übrigens der sehr günstige RavPower-Pack von Amazon mit integrierter (passabler) Taschenlampe.

Die Garmin Fenix ist eine alltagstaugliche Outdooruhr, aber wenig „Smartwatch“. Schade! IMG_1109 Ich bin gespannt wie Suunto mit der Ambit 4 auf die Fenix reagiert, bis dahin muss jeder selbst wissen ob die Fenix 3 besser als die Ambit 3 ist. Sie macht vieles „moderner“ aber leider auch deutlich weniger zuverlässig.

Suunto wird wohl im Oktober die „Traverse“ rausbringen, die allerdings kein direkter Konkurrent ist, da ihr die Multisport-Aktivitäten fehlen. Sie zeigt aber wohin der Trend bei Suunto geht. Sie wird einen Vibrationsalarm haben und die GPS-Antenne wird -wie bei der Fenix- in der Lünette integriert. Dazu hat sie ein „normales“ Band (allerdings wohl nur mit Federstegen gesichert und nicht geschraubt). Beim Display bleibt es bei schwarzweiss. Die Traverse wird auch Schritte zählen können. Was sie noch mehr kann, wird sich später im Jahr zeigen. Die Ambit 4 soll gerüchteweise erst 2016 kommen. An der Traverse sieht man aber schon, wohin die Reise gehen wird.

Wer die Daten zur Movescount App senden will (z.B. um die sehr netten Tourenvideos zu erstellen), der kann das allerdings tun. Ich nutze hierfür MX Activitymover. Allerdings werde ich mich wohl irgendwann einmal zwischen Runtastic, Garmin Connect, Movescount und Strava entscheiden müssen. So ist es einfach zu viel.

Mit FW 4.0 kamen ein paar Neuigkeiten.
Hier die „Find my Phone“-Funktion, hier kann man auf der Uhr einen Alarm auf dem Phone auslösen. Die bunten Balken zeigen die Nähe zum Phone an – je näher umso grüner…

Find my Phone -Funktion

Find my Phone -Funktion

Dann lassen sich Nachrichten jetzt auch direkt auf der Uhr ausblenden und (noch nicht probiert) eingehende Anrufe sollen wohl auch schon von der Uhr aus abgewiesen werden können. Andererseits gibt es hier den Bug, dass jetzt immer gleich dutzende (alte) Benachrichtigungen nachkommen, wenn eine „geleert“ wird.Ansonsten gab es noch ein paar Änderungen bei den Alarmen und die Beleuchtung lässt sich jetzt per Geste auslösen. Noch dazu lässt sich einstellen ob die Beleuchtung tagsüber (= vor Sonnenuntergang) angehen soll, wenn man eine Taste drückt oder die Geste ausführt. Prima!

Auch die Schlafanalyse in Connect wurde (bereits im Vorfeld) überarbeitet und hat jetzt wirklich Informationsgehalt.

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Fazit:

Die Garmin Fenix 3 ist eine tolle Uhr, die man auch problemlos im Alltag tragen kann. Die GPS-Genauigkeit ist (inzwischen) gut, bei der Bestimmung von Pace und Startstop aber noch verbesserungswürdig.
Bei der Verwendung der iQ-Apps muss man vorsichtig sein, hier ist viel schlecht programmiertes dabei, dass die Uhr abstürzen lässt.

Wer eine Uhr sucht, die sowohl eine passable Sportuhr wie auch ein Activity-Tracker, Outdoor-GPS, Smartwatch und hübsche Alltagsuhr ist, der hat mit der Fenix 3 seine Uhr gefunden.

Allerdings gibt es in jeder der einzelnen Rubriken bessere Uhren. Die Ambit 3 ist die seriösere und zuverlässigere Sportuhr, die Applewatch (oder Pebble) die viel bessere Smartwatch und Activty-Tracker gibt es auch bessere. In der Kombination der Eigenschaften ist die Fenix 3 aber einzigartig.
Wenn Garmin nun noch die Bugs ausbessert und anfängt auf Qualität statt auf neue (meist wackelig funktionierende) Features zu setzen, wird alles gut!

Die Garmin versucht vor allem durch Features zu punkten und es allen recht zu machen. Dabei verzettelt sich Garmin etwas. Suunto dagegen entwickelt (zu) konservativ, dafür ist alles eine Spur ernsthafter (mit Running Performance und Erholungstest jetzt noch stärker auf den Athleten ausgerichtet). Allerdings lassen neue Features bei Suunto teilweise extrem lange auf sich warten (siehe z.B. Android-App).