Fenix 3 – Update auf 3.0

Heute früh kam das langersehnte Update auf die Firmwareversion 3.0. Ich habe mir vor allem Stabilitätsverbesserungen erwartet.

Erster Eindruck: beim Update über Garmin Connect ist das Eninverständnisfeld (Cancel/ OK) nicht anklickbar und verschwand auch erst beim Neustart. Nun gut, installiert wurde das Update trotzdem.

Screenshot 2015-03-25 08.35.38Dann ging es gleich los auf eine Radtour, wieder in Begleitung meiner Ambit 2 (dazu später mehr) und der TomTom.

Zum Glück! Denn die Fenix hat kurz vor dem Ziel (diesmal ohne Betätigung einer Taste) wieder mitten in der Aktivität rebootet…

GARMIN! Das nervt langsam! Ich muss nicht erwähnen, dass die Suunto problemlos durchlief, oder?

Was mit dem Softwareupdate auch möglich ist, sind grafisch anspruchsvollere Datenfelder, wie „Heart Rate Circles“.
Sieht zwar etwas nach der Aktivitätsanzeige auf der Applewatch aus, aber das ist ja nicht unbedingt schlecht.

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Heart Rate Circles

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Sunrise/ Sunset Widget

Und dann möchte ich noch auf das Sunrise/ Sunset – Widget hinweisen, laut der Aussage vieler User das beste Widget (und überhaupt die beste iQ-App) im Store. Und da gebe ich den Usern recht. Sehr nette Darstellung von Sonnenaufgang/ Untergang und Restzeit bis dahin. Nice!

GPS-Genauigkeit im Vergleich: Fenix 3 – Ambit 1 – iPhone 6

Heute stand ein kurzer (45min) Lauf auf meinem Plan, hierfür habe ich mir einen der schönsten Trails der Gegend herausgesucht. Den von Heiligenberg zur Schwedenschanze. Unerwartet hatte es immer noch einige Schneeverwehungen, aber der größte Teil des Trails war frei.

Mein Setup war diesmal folgendes: linker Arm: Fenix 3, rechter Arm: Suunto Ambit 1, linker Oberarm: iPhone 6 mit Runtastic-App (auch fürs Audio-Feedback). Als Brustgurt hatte ich den Garmin-Run- Brustgurt (ANT+), auf den beide Uhren eingebucht waren.

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Garmin Conenct – Fenix 3 (Glonas aktiv)

Die GPS- Tracks in den Apps zeigen ein ähnliches Bild, dann habe ich die Tracks aber in Garmin Basecamp importiert, da sieht das dann etwas anders aus.

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Runtastic – iPhone 6

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Suunto Movescount – Ambit 1

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Alle drei in Basecamp

Im Detail zeigen sich hier deutliche Unterschiede, vor allem der Offset der Fenix fällt auf.

Beim Solobild der Fenix fällt auch auf, dass der rechte Teil des Tracks nicht „übereinander“ liegt, zur Info, das ganze ist ein meist 30- 50cm breiter Trail ( und Wanderweg). Da müssten beide exakt übereinstimmen. Bei der Fenix war auch Glonas aktiviert. Am nähesten am (Open Street Map-) Pfad liegt interessanterweise das iPhone6 mit der Runtastic-App.

Der Trail läuft aber teilweise durch den Wald und am Grat entlang, teilweise auch quer durch Hänge, so dass zumindest die Höhenangaben per GPS nicht präzise sein dürften. Andererseits liefern alle drei auch barmetrische Höhendaten (ob Runtastic die des iPhone 6 nutzt, weiß ich allerdings nicht).

Auch interessant: Erholungszeit laut Suunto: 22h, Erholungszeit laut Garmin: 55h ….

Die Fenix3 als Radcomputer

Gestern war ich auf einer Rennradausfahrt mit der Fenix 3. Diesmal habe ich die Suunto Ambit 1 am Handgelenk als Vergleich mitlaufen lassen. Dadurch, dass die Ambit 1 noch Ant+ versteht (und nicht nur BT 4.0 wie die Ambit 3), konnten beide parallel auf die Daten des (Garmin-Run) Brustgurtes zugreifen. Mein Wahoo-Trittfrequenzmesser (Dual: BT4.0 und Ant+) war sogar mit 3 Geräten simultan verbunden (Suunto, Garmin (Ant+) und (BT) mit dem TomTom Multisport, den ich dank der praktischen Lenkerhalterung gerne als GPS-Radcomputer nutze. Nice!

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Kartendarstellung einer Route

Im Vorfeld hatte ich über Garmin Connect (Web) eine Route erstellt. Hier setzt man Start-, Ziel- und Zwischenpunkte und Garmin errechnet den Weg, sprich: es werden keine geraden Linien gezogen, sondern Connect greift auf die Kartendaten von Open Streetmap zu und routet tatsächlich auf Straßen und Wegen. Im Anschluss wird sowohl das Höhenprofil wie auch die vorraussichtliche Dauer errechnet. Beim Start der Route gibt es die dann als ETA und auch mit Angabe des Vorsprungs/ Rückstandes auf die errechnete Zeit. Leider habe ich beim Erstellen nicht aufgepasst, so dass eher eine Wander-/MTB- orientierte Route gewählt wurde (nix fürs Rennrad) und die 6:30 min/km passen da nicht so ganz….
Mein Fehler.

Die Führung selbst ist ok, es gibt keine Abbiegehinweise oder sonstiges und nur eine schlechte Angabe mit den Rest-km und einer kleinen Kompassanzeige. Ich habe die Karte genutzt, wo die geplante Strecke und die tatsächliche Strecke in verschiedenen Farben (gefahren: schwarz, geplant grün) dargestellt werden. Die war gut nutzbar.

Die Angeben von Ambit 1 und Fenix 3 waren sehr ähnlich, bei den Höhenangaben hat die Ambit 1 etwas mehr angezeigt (Am Tourenende ca. 5% mehr Höhenmeter).

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Vergleich auf (realen) 846m Höhe

Wobei die 844m der Ambit 1 hier näher am offiziellen Wert liegen. Die Erhöhung (der „Höchsten“) ist 848m hoch und das Bild habe ich ca. 2m unterhalb der Plattform aufgezeichnet. Aber mit beiden Werten kann man gut leben.

Leider hat die Software der Fenix 3 mal wieder einen ihrer Bugs gezeigt und die Uhr hat sich beim Umschalten zwischen den Ansichten mal wieder rebootet. Hier ist aber positiv zu werten, dass die bisherige Aufzeichnung nicht verloren ist, durch einen druck auf Start wird die bisherige Aktivität fortgesetzt. So habe ich nur 1-2 min verloren. Trotzdem, das muss besser werden!

Bei der Ambit1 hatte ich sowas noch nie…

Die Garmin ist hier auf einer Garmin Lenkerhalterung (€13) montiert, leider ein etwas schweres Gummimonster, das eigentlich mit Kabelbindern am Lenker befestigt wird. Es geht aber auch ohne, ich will den Halter zwischen verschiedenen Rädern tauschen.

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Tech Overkill. TomTom Multisport, Fenix 3, Ambit

Die Suunto passt da natürlich auch drauf.

Hier der Geräte Overkill am Lenker (die Ambit befand sich aber beim Fahren am Arm). Die TomTom Multisport (in ihrer Lenkerhalterung) links, der normale Cyclo Radcomputer auf dem Vorbau und rechts Fenix und Ambit.

Dazu das iPhone in der Rahmentasche hinter dem Vorbau (diesmal ohne Tracking mit Runtastic).

Also als Radcomputer macht die Fenix durchaus eine gute Figur. Die Ablesbarkeit der Daten und der Karte ist top (bei Sonne). Bei der Genauigkeit der Höhendaten traue ich Garmin nicht so sehr, irgendwie wundert es mich, wenn meine Höhe um mehrere Meter ansteigt und im selben Zeitraum meine Tageshöhenmeter nur um einen Meter (oder auch gar nicht) ansteigt. Mir scheint die Ambit 1 da (obwohl die nur barometrisch misst, Fused Alti hat erst die Ambit 2), da genauer zu messen.

Was die anderen Daten angeht, auch den Trainingseffekt, sind beide sehr ähnlich. Einmal (Suunto) 37,97 km, 403 hm, PTE 2,8 , 805 kcal, 18h Erholung und einmal (Garmin) 37,72 km, TE 2,9 , 387hm,  747kcal und auch 18h Erholung.

[update] Gerade habe ich mal wieder ein neues Uhrenface installiert. Effekt? Reboot der Uhr bei der ersten Benutzung…
Hat Garmin eigentlich so etwas wie eine Qualitätskontrolle im iQ-Store? Ich wage es zu bezweifeln…

Von den angebotenen Apps stürzen sehr viele ab (ist mir jetzt schon bei mehreren Uhrenfaces und den meisten Widgets passiert). Was auch schade ist: Es gibt zwar einige Chronographen-Faces (also Uhren mit mehreren Unterzifferblätten („Totalisatoren“), aber hier wird meist nur das Datum unterstützt. Ein echter Chronograph mit Stoppfunktion wäre noch schön, aber vermutlich lässt Garmin das nicht zu (bei den iQ-Apps, zumindest den Uhren lässt sich nichts einstellen, das einzige variable war das Countdown-Widget).

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Garmin bei rebooten

Update zur Fenix 3

Heute hat mich die Uhr wirklich geärgert. Der BT-Sync mit der iOS App hat nicht funktioniert, nachdem ich ewig umprobiert habe, hat ein Neustart schließlich geholfen. Dann habe ich ein neues Widget (Sunset/ Sunrise) entdeckt (das 5. (!) das es gibt!) und wollte es installieren, aber wieder ein Fehler – kein Slot mehr frei. Also ein paar Uhrenfaces deinstalliert.

Dann kein Sync über Garmin Express (Serverproblem?) und kein Sync per WLAN mit Connect….

Die Funktion „Apps verwalten“ auf Garmin Express funktioniert auch nicht….

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Die Uhr und auch die Express-Software  hat noch einige Softwaremängel, die dringend behoben werden müssen, bevor die Fenix3 zu empfehlen ist.
Meine Uhr ist übrigens kein Vorserienmodell, sondern ganz regulär bei einem Garminhändler in D gekauft.

Heute war die Uhr (nach ein paar Tagen ohne Laden, aber mit GPS- Aktivitäten) bei 30% Batterie. Das Laden geht zum Glück sehr schnell, ich schätze mal es war eine gute halbe Stunde.

Der Aktivitätstracker arbeitet recht gut und liefert auch gute Daten (vergleichbar mit meinem Misfit Shine). Die Schlafdaten sind nur sehr grob, aber das macht das Shine auch nicht besser.

Was mich auch befremdet ist die Erholungszeit. Ein relativ lockerer 40min Lauf liefert eine Erholungszeit von über 50h???

Ach ja, per Zufall habe ich heute die Tastensperre entdeckt. Also bedienungstechnisch ist die Suunto Ambit logischer aufgebaut.

Die Uhr hat wirklich noch Licht und Schatten. Ich hoffe, das 3.0 er Update (jetzt 2.9) wird der große Befreiungsschlag. Der Hardware wäre es zu wünschen.

Vergleich Garmin Connect – Suunto Movescount

Der wahre Wert von Outdooruhren ala Fenix3 oder Suunto Ambit zeigt sich erst mit der passenden Auswertungssoftware.

Beide Uhren kommen mit einer reinen Utility App, bei Suunto ist das „Moveslink 2“, bei Garmin „Connect Express“ (auf OSX) Screenshot 2015-03-18 18.18.10 Screenshot 2015-03-18 18.18.25
beide können nicht viel – außer Daten von und zur Uhr übertragen und die Firmware updaten. Die Garmin App kann auch die Apps auf der Fenix verwalten (aber nicht einrichten, nur installieren oder löschen).

Die Garmin Fenix3 kann allerdings auch direkt über WLAN auf die Garmin Homepage pushen.

Die wirkliche Auswertung läuft auf der Webseite der Firmen, nämlich bei Suunto Movescount bzw. Garmin Connect.
Alternativ zeigen auch die Smartphone-Apps die Daten der Aktivitäten an. Hierbei ist die Garmin Connect- App (iOS) stark im Vorteil.

Movescount (iOS) zeigt nur die Karte, Distanz, kcal, Average Speed und etwas Herzfrequenz (inkl. Graph) sowie Pace und Höhengraph an.
Allerdings kann sie einen netten Film aus der Aktivität erstellen (eine Art Google Earth- Flug durch die Landschaft).
Bei der Ambit 3 kann die App auch die Datenfelder einrichten und als zweiten Screen für die Ambit dienen.
Bei der Ambit 1 und 2 funktioniert das aber nicht.

Die Garmin Connect App (iOS) macht auf der Startseite das selbe, zeigt auf weiteren Seiten aber auch praktisch alle aufgezeichneten Werte (inkl. Lapzeiten und allen Graphen – auch Bodenkontaktzeit usw.) an. Daneben zeigt die App auch die Trecker-Funktionen der Uhr an (Schritte, Schlaf (auch graphisch), Gewichtsverlauf (aus Apple Health), Auszeichnungen usw. Die App kann auch die Fenix verwalten, synchronisieren und auf den Connect-IQ-Shop zugreifen.

Die volle Information bieten die Homepages der Firmen:

Suunto Movescount empfinde ich als die deutlich übersichtlichere Seite, auch wenn einiges in der Menüzeile versteckt ist.
Die Garmin Connect Seite hat dafür mehr Optionen.

Hier ein paar Bilder eines lockeren Laufes von Gestern – nach zwei Wochen Laufpause wegen Sehnenbeschwerden.

Der Lauf wurde mit der Fenix3 aufgezeichnet und per MX Activity Mover zu Movescount exportiert.
Leider habe ich die Ambit 1 gestern daheim vergessen, beim nächsten Mal dann (dann auch ein Vergleich der GPS-Werte).
Die Ambit 1 und die Fenix 3 können übrigens gleichzeitig auf den Garmin (Ant+) Brustgurt zugreifen. Das probiere ich beim nächsten Lauf einmal aus (2 Brustgurte sind keine Lösung, schon ausprobiert).

Hier der Lauf in Garmin Connect:

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Der selbe Lauf (identische Datenbasis) in Suunto Movescount. Beim exportieren werden aber nicht alle Daten von Garmin übernommen.

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Eine andere Option wäre die Daten zu Strava zu senden, allerdings will ich nicht noch eine weitere Plattform nutzen.

Ich denke mit beiden Versionen kann man gut trainieren. Die Daten von Garmin erscheinen mir etwas ausführlicher.
Bei Suunto kann ich dafür in einer Grafik verschiedene Daten einblenden und so z.B. EPOC, Herzfrequenz und Anstieg miteinander korrelieren.

Ach ja, bei Garmin kann man auch seine Ausrüstung anlegen (Räder, Schuhe usw.), leider gibt es keine Übersicht über die Gesamt-km und Erinnerungen (z.B. nach 800 km Nutzung) wie bei Strava, also (im Moment zumindest) nur wenig nützlich.

was so ansteht…

Hier mal eine Auswahl an möglichen Gadgets, die ich in nächster Zeit reviewen will.
Wenn euch was besonders interessiert, dann postet es doch bitte in den Kommentaren!

  • Vergleich der Daten zwischen Ambit 1, Fenix 3 und TomTom Multisport
  • Fenix 3 im Detail (Schwimmtest, Appvorstellung,..)
  • Plantronics Backbeat Fit Headset (das beste Sportheadset. Punkt)
  • Wahoo Bluetooth /Ant+ Dual Trittfrequenzsensor zur Schuhmontage
  • Sonnenbrillen für Trail und Straße (Julbo Race, Swiss Eye)
  • Magellan Echo Bluetooth Uhr
  • Stirnlampen Petzl Myo – Silva Trail – Petzl e+Lite
  • Sony NWZ-W273S (wasserdichter MP3 Player für Sport und v.a. Schwimmen)
  • div. Laufklamotten und Trailschuhe
  • Camelbak Groove (Wasserflasche mit Aktivkohlefilter) und Camelbak Podium (Radflasche)

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Test der Garmin Fenix 3

[Diesen Artikel habe ich inzwischen aktualisiert. Hier findest du den aktuellen Artikel!]
Nachdem ich die Fenix 3 nun seit einer Woche besitze kann, möchte ich hier eine kleine Review geben.
Die Fenix 3 ist eine Outdoor- GPS – Pulsuhr gepaart mit einem kleinen Schuss „Smartwatch“ und „Activity Tracker“.
Aufgrund des zeitnahen Erscheinens kommt immer die Frage nach dem Vergleich zur Applewatch auf, aber die Uhren sind für völlig verschiedene Zielgruppen gemacht.
Auch wenn die Applewatch etwas in Richtung Fitness geht, und die Fenix 3 etwas in Richtung „Eleganz“, so sind sie doch meilenweit voneinander entfernt.
Die „smarten“ Funktionen der Fenix sind nur schwach ausgebildet, genau wie die Outdoor – und Sportfunktionen der Applewatch, aber dazu später mehr.
Die Fenix 3 ist Nachfolger der populären Fenix – Reihe, wobei die Vorgänger auch noch im Handel erhältlich sind.
Mit €499 (inklusive Brustgurt) bzw. €449 (ohne HF) ist sie nicht gerade billig, aber wirkt dafür auch sehr wertig.
Wahlweise mit heller Lünette und rotem Gummiband oder grauer Lünette und schwarzem Band.
Es gibt sie auch als Version mit Saphirglas und Stahlband (€559 und €599).
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Die Fenix 3 ist eine große Uhr, genau wie die anderen Konkurrenten am Markt (die Suunto Ambit- Reihe), allerdings ist sie sehr leicht und trägt sich daher recht gut.
Im Vergleich zu den 140g einer „klassischen Taucheruhr“ (die ich sonst meist trage), ist sie sogar extrem leicht.
Soviel zu den Usern, die über die 82g bereits meckern. Übliche Diver am Stahlband wiegen so zwischen 120 und 250g, die merkt man…
Hier die Maße:
Breite Lünette 50,5mm
Breite  (inkl. Knöpfe) 54mm
Bandanstoß: 26mm (geschraubt mit Torx)
Lug to Lug -Abstand (=Länge): 58mm
Höhe: 16mm
Die Suunto Ambit hat ähnliche Abmessungen, ist aber 2mm dicker und wirkt deutlich weniger elegant (zumindest die „normale“ Ambit, die Ambit S ist genauso dünn). Auf meinen Bildern seht ihr meine „alte“ Suunto Ambit 1 zum Vergleich.
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Leider findet man im Netz wenig gute Reviews, wobei ich die von DC Rainmaker und Pocketnavigation  hier positiv erwähnen will.
Die Uhr ist offiziell seit dem 15.3. auf dem Markt, d.h. viele Reviews werden erst noch eintrudeln.
Was mir an der Fenix 3 gut gefällt…
  • das Display (e-Ink soweit ich weiß) ist sehr gut bei hellem Licht ablesbar
  • die Bedienung ist ziemlich logisch und intuitiv
  • die Uhr hat eine extreme Funktionsvielfalt und üppige Ausstattung
  • die Ansichten der Sportarten (hier „Apps“ genannt) geht auf der Uhr und sogar während der Aktivität (das kann die Suunto Ambit nicht, hierfür braucht es mindestens die Movescount-App)
  • durch die WLAN Konnektivität kann eine Aktivität ohne PC/ Smartphone mal schnell gesynct werden
  • Anzeige von Benachrichtigungen ist gut gelöst und schnell verfügbar (und nicht im 3. Untermenü wie bei der Ambit 3)
  • der Import zu Runtastic ist problemlos (per Plugin) und auch zu Movescount funktioniert per App (Tipp: MX Activity Mover)
  • der Fitness – Tracker zeigt auf einen Blick Schritte, Ziel, Kalorien und km an
  • der Schlaf Tracker (leider manueller Start) ist auch nett
  • die Fenix ist deutlich eleganter als die Suunto Ambit und dadurch (und durch die geringere Bauhöhe) auch gut im Alltag zu tragen
  • es gibt für die Fenix  Ersatzbänder in div. Farben und Ausführungen (Gummi in gelb, grün, rot, blau und schwarz, dazu ein schwarzes Lederband und ein langes Stoffklettband (z.B. über den Skianzug). Die Bänder sind mit 20 -25€ recht erschwinglich, und Standard 26mm Uhrenbänder (z.B. Nato bzw. Zulustraps) müssten ebenfalls möglich sein.
  • Live Track – Funktion (wobei hier in der Gegend teilweise extrem schlechtes Handynetz ist, so dass das Tracking häufig aussetzt)
  • die Batterielaufzeit ist sehr lang. 50h im Ultratrac Modus, 20h im GPS Modus und bis 6 Wochen im Uhrenmodus (hallo Applewatch: so geht das!). Bei ca. 1-2h GPS Betrieb pro Tag verliert der Akku vielleicht 10-15% täglich.
  • die Fenix ist auch während der Aufzeichnung einer Aktivität aufladbar (die Suunto Ambit stoppt die Aktivität). Also den dünnen Hub und ein USB-Powerpack auf den Ultrarun mitnehmen…
  • ein riesiger Vorteil gegenüber der Amibit ist der Vibrationsalarm (Benachrichtigungen, Alarme,…)
  • Farbdisplay mit hoher Auflösung und ohne (!) Touchscreen. Daduch keine Probleme im Wasser oder bei Regen. Die Druckknöpfe funktionieren immer, auch mit Handschuhen.
  • die Fenix bietet eine sehr detaillierte Laufanalyse (Kontaktzeit, usw.). Ob das nötig ist? Keine Ahnung! Was mir die 7,8cm vertikale Bewegung jetzt sagen und die 270ms Bodenkontaktzeit? Ich kann die Werte nicht einordnen, aber vielleicht kann man später mal einen Verlauf erkennen.
  • die Musikfernbedienung fürs Smartphone ist nett (aber während einer Aktivität mühsam zu erreichen)
  • die Karte kann bei allen Sportarten eingeblendet werden (bei der Ambit (1) geht das nicht so einfach.

Leider sind mir auch viele Schwachpunkte aufgefallen, von denen ich auch im Vorfeld noch nichts gelesen habe.

  • das Display ist zu dunkel und kontrastarm bei Indoorbetrieb (das „weiß“ ist sehr dunkel),  hier ist die Ambit deutlich besser ablesbar. Draußen ist die Fenix eher im Vorteil. Beleuchtet ist es bei Beiden kein Problem. IMG_1235IMG_1230
  • die iQ-Connect- Apps von Garmin sind nur sehr eingeschränkt nutzbar, erstens gibt es davon noch fast keine (Stand 17.3.: 10 (!) Stück, davon für mich nur 2-3 sinnvolle. Die Anzahl der Apps auf der Uhr ist stark begrenzt, die Uhr bietet maximal 512 kb (ja: Kilobyte!) freien Speicherplatz, daneben können insgesamt nur maximal 16 Apps, Watchfaces, Datenfelder und Widgets auf einmal auf der Uhr sein – und da sind die installierten Apps (Trailrunning, Laufen, usw. schon dabei). Wenn man also ein paar Sportarten braucht kann man kaum mehr was anderes installieren. Ich habe zwei Apps, ein Widget, 7 Datenfelder und 5 Watchfaces installiert, damit ist die Uhr voll (noch 176kb Restspeicherplatz, aber kein „Platzhalter“ mehr frei). Zur Veranschaulichung: ein Datenfeld braucht 3 – 9 kb, Clocks 14-40 kb, Apps bis 150 kb
  • Noch dazu sind die Apps teilweise schlecht programmiert und bringen die Uhr regelmäßig zum rebooten.
  • die Benutzung von Connect (Web) ist eher mühsam und geht bei mir auch manchmal gar nicht erst auf…
  • die Aktivitätsseiten der Sportarten („Apps“) können nur auf der Uhr eingerichtet werden. Bei der Ambit können Sie dagegen nur (?) in der PC oder Smartphone-App eingerichtet werden. Ich würde mir ein „sowohl als auch“ wünschen.
  • (noch) Abstürze / Fehler in den Apps/ Reboots (aber bisher noch ohne Datenverlust während einer Aktivität.
  • der Aufbau des Garmin Appstore  ist schlecht. Es lässt sich nur nach Rubriken sortieren, nicht nach „Bewertungen“ oder „neu eingestellt“. Ich schaue täglich alle Apps (und sonstiges) durch um Neue zu finden, das ginge einfacher!
  • man kann nur max. 2 iQ-Connect  Datenfelder pro App benutzen. Ok, bei meiner Ambit 1 geht sogar nur eine App, aber ich glaube die Ambit 3 kann deutlich mehr. Ich würde gerne mehr nutzen (z.B. beim Laufen: Schrittlänge, HM- Zielzeit und virtuelle Pace gegen einen 5:30 Läufer), kann aber nur 2 davon einrichten.
  • die Fenix hat zwar BT 4.0, kann aber sich aber nicht mit BT 4.0 Sensoren verbinden, nur mit ANT+ (ich habe z.B. einen Wahoo Tritfrequenzsensor, der kann zum Glück beides, mein Polar BT 4.0 Brustgurt wird nicht gefunden).
  • im Vergleich zur Suunto relativ langsamer GPS-Fix (trotz Glonas)
  • kein Basiskarte trotz Farbdisplay (ok, Garmin will die Epic auch verkaufen!)
  • der eingebaute Kalender zeigt nur den aktuellen Tag an
  • die eingebaute Wetter-App ebenfalls
  • die Connect App (iOS) besteht keinen Vergleich zur Movescount App
  • die Pulsübertragung im Wasser wie bei der Ambit 3 geht nicht (wobei mir das egal, bzw. per Wahoo Tickr -HF-Gurt ersetzbar wäre)
  • keine Tastensperre (wie bei der Ambit)

Die Garmin Fenix ist eine alltagstaugliche Outdooruhr, aber wenig „Smartwatch“. Schade! IMG_1109 Ich bin gespannt wie Suunto mit der Ambit 4 auf die Fenix reagiert, bis dahin muss jeder selbst wissen ob die Fenix 3 besser als die Ambit 3 ist. Sie macht vieles „moderner“ aber leider auch deutlich weniger zuverlässig. Die Bedienung von Fenix und Suunto ist eigentlich ähnlich, nur die Knöpfe sind leider völlig anders belegt. Das Wechseln zwischen den Uhren fällt darum schwer. Suunto verfolgt bei den Sportanzeigen eine etwas andere Philosophie, hier (zumindest Ambit 1) legt man 2 Felder fest und kann das untere noch „durchschalten“ (max. 5 Ansichten). Bei Garmin kann ich 8 Seiten festlegen, die sind dann aber fix. Wer die Daten zur Movescount App senden will (z.B. um die sehr netten Tourenvideos zu erstellen), der kann das allerdings tun. Ich nutze hierfür MX Activitymover. Allerdings werde ich mich wohl irgendwann einmal zwischen Runtastic, Garmin Connect, Movescount und Strava entscheiden müssen. So ist es einfach zu viel.

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